Anhydritestrich für Fußbodenheizungen

Der Anhydritestrich ist ein sehr beliebter Heizestrich bei der Fußbodenheizung, weil er eine kürzere Bauzeit (früh begeh- und belastbar) benötigt, ökologisch und biologisch unbedenklich ist und sich sauber und ohne extremen körperlichen Einsatz einbringen lässt. Außerdem besitzt Anhydritestrich eine optimale Wärmeleit- und Wärmespeicherfähigkeit, ist nicht brennbar sowie spannungsarm.

Anhydritestrich als Heizestrich für eine Fußbodenheizung

Im Vergleich zum Zementestrich kommt der Anhydritestrich mit einer geringeren Bauzeit aus, da er schneller trocknet und schon 7 Tage nach seiner Verlegung aufgeheizt werden kann. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden. Nicht geeignet ist der Anhydritestrich für den Außenbereich, da er empfindlich gegen Feuchtigkeit ist.

Bestandteile und Eigenschaften des Anhydritestrich

Der Anhydritestrich oder Calciumsulfatestrich besteht aus Anhydritbinder, Gesteinskörnung und Zugabewasser. Hauptbestandteil ist als Bindemittel Anhydrit, der mit Wasser relativ schnell zu Gips hydratisiert und sich dabei verfestigt. In der Regel wird bei der Fußbodenheizung synthetischer Anhydrit verwendet, der durch Brennen von Gips gewonnen wird. Seltener wird auch mineralischer Naturanhydrit eingesetzt.

Der Anhydritestrich wird bei der Fußbodenheizung als Fließestrich eingesetzt. Ein dichter Anschluss an die Heizrohre und die hohe Wärmeleitfähigkeit, die über den in der DIN 4108 für Zementestrich geltenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit liegen, gewährleisten eine gleichmäßige Wärmeabgabe vom Heizrohr zur Raumumgebungsluft. Durch seine geringere Stärke von nur 45 mm über dem Heizrohr hat der Anhydritestrich eine kurze Aufheizzeit von 7 Tagen. Der Anhydritestrich hat sehr hohe Biege- und Zugfestigkeitswerte, was die Wahrscheinlichkeit von Rissen verringert.

Handhabung bei Fußbodenheizung

Der Anhydritestrich für die Fußbodenheizung kann fertig im Fahrmischer angeliefert und mit einer am Fahrzeug oder separat beigestellten Schnecken- oder Kolbenpumpe schnell eingebaut werden. Durch die flüssige Konsistenz kann die Begradigung des Fließestrich fast von selbst erfolgen. Nach dem Einpumpen wird der Estrich mit einem groben Straßenbesen oder mit einer Schwabbelstange durchgeschlagen, um eingeschlossene Luftblasen zu entfernen.

Anhydritestrich weist geringe Schwindwerte bei Erhärtung und Trockenzeit auf und kann daher in Flächen zeitsparend und in einem durchgehenden Arbeitsgang großflächig eingebracht werden. Dehnungsfugen sind notwendig, wenn die Seitenlänge der Estrichfläche mehr als 6 Meter beträgt.

Trockenzeit und Restfeuchte

Die Trockenzeit des Anhydritestrich bei der Fußbodenheizung beträgt maximal 7 Tage. Die Restfeuchte darf maximal noch bei 0,5 Prozent liegen, bevor man mit der Aufheizung der Fußbodenheizung beginnen darf. Bei der Verlegung von Fliesen darf die Restfeuchte nur noch 0,2 Prozent betragen.

Über die EIgnung der verschiedenen Heizestriche berät Sie gern ein Fachbetrieb für Fußbodenheizungen in ihrer Nähe.


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