Nachtspeicherheizungen

17. November 2020
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Nachtspeicherheizungen 2017: eine Bestandsaufnahme

Nachtspeicherheizungen sind ein verzwicktes Thema. Bis Anfang der 90er Jahre wurden sie millionenfach in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern in Deutschland verbaut. Hochrechnungen gehen davon aus, dass zu Spitzenzeiten um das Jahr 1992 rund 10,5 Millionen Nachtspeicherheizungen hierzulande installiert waren (Quelle: Stiebel Eltron). Doch die vor allem bei Energieversorgern beliebte Heizung ist mittlerweile zu einer Altlast geworden. Hauptsächlich aufgrund ihres trägen Heizverhaltens, der hohen Stromkosten und der sehr schlechten Umweltbilanz.

Seit den 90er Jahren gehen die Bestandszahlen mehr oder weniger stetig zurück. Letzte belastbare Studien aus dem Jahr 2006 ermittelten zum damaligen Zeitpunkt noch rund 5,64 Millionen Einzelgeräte in Deutschland (Quelle: Stiebel Eltron) bzw. 1,27 Millionen Wohnungen, in denen noch mit Nachtspeicherheizungen geheizt wurde (Quelle: Statistisches Bundesamt). Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch zwei Erhebungen aus den Jahren 2008 unter deutschen Energieversorgern und 2010 vom Bundeskartellamt, die beide jeweils noch rund 1,6 Millionen Wohneinheiten bzw. Haushalte mit Nachtspeicherheizungen in Deutschland konstatierten (vorbehaltlich statistischer Ungenauigkeiten und Abweichungen).

Um die Sanierung von Nachtspeicherheizungen weiter voranzutreiben wurden zwischenzeitlich auch von Gesetztes wegen her Impulse gesetzt. So wurde im Oktober 2009 die Außerbetriebnahme veralteter Nachtspeicher ab dem Jahr 2020 in der Energieeinsparverordnung (§ 10a EnEV 2009) gesetzlich verankert. Dieses sog. "Verbot von Nachtspeicherheizungen" hatte jedoch nur knapp vier Jahre Bestand. Im Sommer 2013 hob die damalige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP die gesetzlich verpflichtende Außerbetriebnahme wieder auf - maßgeblich unter dem Einfluss von Lobbyisten aus der Energiewirtschaft. Mit dem Ergebnis, dass Nachtspeicherheizungen






heute haben solche Wohnungen / Häuser mit Wohneinheiten haben gerenll ein schlechteres Image auf dem Wohnungmarkt (je nach Marktlage), was Mieter stört und Eigentümer unter gewissen Zugzwang bringt



Mieter

Mieter können nahezu nichts machen, da es in der Hand der Vermieters bzw. Eigentümers liegt die Geräte zu sanieren

für Mieter / indirekt betroffene steht hauptsächlich die Frage nach der Bedienung und dem Stromverbrauch /Heizstromtarif bzw. AnbieterwechselHeizstromtarif undden zu erwartenden

jährlichen Heizkosten bzw. ob die eigenen Heitkosten normal sind im Vordergrund, auch die Asbestdiskussion schwirrt immernoch im raum und ist noch nicht abgeschlossen

- rechtliche Schritte um gegen Preiserhöhungen vorzugehen als Endkunde

- 8900 bis 13.000 kWh Strom pro Wohneinheit


Vermieter


für Eigentümer stellt sich die drängendere Frage: austauschen oder wie lange noch belassen? und wenn Austausch: gegen welches System und zu welchen Kosten / Einsparungen, Hemmnis kompletter Umbau. diesen Fragen sind mehrere Studien in den letzten Jahren nachgegangen


die Frage ist also: was anstellen mit Nachtspeichern? Austauschen! keine Frage des ob, sondern wann. Aussagen aus wirtschaftlicher energetischer und umsetzpraktischer Sicht von Interesse

- Weiterbetrieb und 1:1 Austausch ist keine Option

- technische Rahmendaten zu Nachtspeichern / Funktion / Aufladung / Rundsteuerempfänger etc.wird hier nicht behandelt sondern in einem gesonderten Text


- Bestandszahlen Statistik: neueste aus 2002, 06, 07 und 08, aufgeschlüsselt nach betroffener Wohnungen, Geräte insgesamt, Einschätzungen von Energieversorgern und nach Bundesländern (NRW 450.000)


Fakten und zentrale Aussagen aus der Studie für Vermieter:


- Entsorgungskosten zw. 30 und 295€ pro Gerät, 125, 135, 167, 175
- Investitionskosten brutto im Mittel 5780€ pro Wohnung bzw. 75€ pro qm Nutzfläche, zwischen 3200 und 7250€ bzw. 43 und 107€ pro qm,
- Amortisationszeit 7,7 Jahre, mit Wärmedämmung 30 Jahre
- komplett gemittelte Werte in € pro Jahr


- Gas Brennwert und Fernwärme am häufigsten und auch wirtschaftlich

- und Verbrauch liegt in der Regel auch unterm Bedarf


- Warmwasserbereitung wird selten in die Sanierung mit einbezogen
- in drei viertel der Gebäude bleibt die elektrische Warmwasserbereitzung unangetastet
- Warmwasser generelll nochmal eigenes Thema


- Endenergiebedarf verringert sich fast nie, jedoch Einsparung beim Primärenergiebedarf deutlich
- Heizkosten und Primärenergiebedarf sinken deutlich

- Primärenergiefaktor Strom: Energieffizienz und Umweltbilanz der Heizung


- zusätzliche Dämmung eher schwierig
- Differenzierung nach nur Heizung und mit Dämmung

- deutschlandweit über 70 Wohngebäude mit 6 und mehr Wohneinheiten
- komplette Datensätze für 42 Gebäude



Erfahrungen & Fragen zum Thema Nachtspeicherheizung

Umrüstung von Nachtspeicher auf Gasheizung: Kosten?

Ich habe aktuell eine Nachtspeicherheizung, die ich nun gegen eine Gasheizung austauschen möchte. Dabei müsste auch alles neu verrohrt werden und insgesamt 12 neue Heizkörper installiert werden. Wer kann mir bei der Umsetzung des Projektes helfen? Mit welchen Kosten habe ich zu rechnen?
Antwort eines Haus&Co Experten

Eine Übersicht der zu erwartenden Kosten:

1) Gasanschluss: falls noch keine Gasleitung liegt, muss eine zu Ihnen geführt werden (sofern Gas an der Straße vorhanden ist). Die Kosten dafür sind regional sehr unterschiedlich. Es werden in der Regel verschiedene Staffeln angesetzt - je nach Länge der Leitung. Die Kosten reichen da von 1.150 Euro bis über 3.000 Euro.

Eine Alternative ist ein Flüssiggastank, der jedoch draußen aufgestellt werden muss (oder mindestens ebenerdig).

2) Kosten für Heizkörper und Verrohrung

Die Kosten für Heizkörper sind natürlich sehr unterschiedlich - je nachdem welche Art von Heizkörpern gewünscht ist, können die Kosten samt Montage, Material und Anschluss 250 bis 500 Euro pro Heizkörper.

3) Schornstein außen: ca. 700 Euro im Schnitt

4) Gasbrennwertheizung samt Speicher: je nach Hersteller und Gerät zwischen 6.000 bis 9.000 Euro

Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten finden Sie hier: https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/kosten-preise

Asbest in Nachtspeicheröfen von Malag und Siemens?

Enthalten Nachtspeicheröfen der Fa. Malag Type ES 3065, Malag Type ES 4065 sowie Siemens 2NF3 Asbest?
Antwort eines Haus&Co Experten

Nachtspeicheröfen, die in den 60er, 70er und 80er Jahren gefertigt wurden, können Asbest enthalten. Ein allgemein gültiges Datum, ab wann Nachtspeicheröfen grundsätzlich frei von Asbest sind, gibt es nicht. Denn die einzelnen Hersteller haben zu unterschiedlichen Zeiten begonnen, ihre Produktion auf asbestfreie Materialien umzustellen. Meist geschah dies Mitte der 70er Jahre. Einige asbestbelastete Modellreihen wurden jedoch noch bis in die 80er Jahre produziert. Um trotz alledem herausfinden zu können, ob die eigenen Nachtspeicheröfen noch Asbest enthalten, finden Sie unter http://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste eine Asbest-Liste (auch mit Malag und Siemens), mit deren Hilfe Sie anhand konkreter Gerätenummern recherchieren können, welche Baureihen welcher Hersteller asbestbelastet sind.

Defekter Nachtspeicherofen von Dimplex - Austausch notwendig oder Reparatur möglich?

Ich benötige dringend Hilfe wegen unserer defekten Nachtspeicherheizung, und ich hoffe, Sie können mir behilflich sein. Es handelt sich um eine Anlage mit zwei Dimplex Öfen, 6KW und 4KW, Baujahr 1996, bisher gesteuert über das Zentralsteuergerät ZW 90 MC/ZW 90 NPTC. Da der große Ofen, unabhängig von der Einstellung des Aufladereglers, immer nur maximal auflud, der kleine Ofen immer nur minimal auflud, baten wir den örtlichen Elektriker um Hilfe. Der Techniker, der bei uns vor Ort war, untersuchte die Anlage und kam zu dem Schluss, dass das Zentralsteuergerät defekt sei. Er entfernte das Bauteil und nahm es mit, um zu versuchen, ein Ersatzteil zu besorgen. Zwei Tage später erhielten wir über Anrufbeantworter die Mitteilung, dass die Zentralsteuergeräte ZW 90 MC/ZW 90 NPTC nicht mehr erhältlich seien, der Händler aber bereit wäre, uns einen neuen 6KW-Ofen für 1.500,00 € Materialkostenpreis zu verkaufen. Kosten für den Abbau und die Entsorgung der Altöfen und den Einbau des neuen Ofens wurden uns nicht mitgeteilt. (Kosten für ein eventuell notwendiges Steuergerät auch nicht.) Auf meine telefonische Nachfrage hin, ob es denn dann nicht möglich wäre, statt des Zentralsteuergerätes ZW 90 MC/ZW 90 NPTC das Nachfolge/Ersatzmodul ZW 05DCU einzubauen, erhielt ich als Antwort, dass unsere Öfen mit 21 Jahren völlig überaltert seien, und er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könne, in eine derart marode Anlage überhaupt noch Ersatzteile einzubauen. Jetzt habe ich zwei Fragen: 1-Sind Nachtspeicheröfen mit 21 Jahren Betriebsdauer wirklich schon komplett schrottreif? 2-Kann man einen Nachtspeicherofen überhaupt ohne ein Steuermodul bereiben? Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.
Antwort von Uwe Schimmelpfennig Handelsvertretung

Ich würde Ihnen aus Kostengründen empfehlen auf Infrarotheizungen umzusteigen. Deren Verbrauch sowie die Anschaffungskosten weitaus geringer sind. Auch ist die Nutzung einfacher, es gibt keine Aufladezeiten.

Wozu dient ein Lastrelais?

Ich habe eine alte Nachtspeicherheizung in meinem erworbenen Haus. ca.130 qm Wohnfläche mit 8 verschiedenen Heizungen. Es wurde nun ein neuer Durchlauferhitzer 18 Kw installiert. Eine Phase des Durchlauferhitzers geht durch ein Lastrelais. Frage: Wozu dient dieses Lastrelais? Welchen Zweck hat es?
Antwort von FET Fleischer EnergieTechnik

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Frage zu einem Lastabwurfrelais ist durch Herrn Newe fachlich beantwortet worden!
Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Diethard Fleischer Fa. FET Fleischer EnergieTechnik

Nachtspeicherheizung: Typenschild fehlt - Asbestgefahr?

Ich habe bei einem Bauvorhaben Nachtspeicherheizungen, die ich gegen eine Gasheizung erneuert habe. Die Heizungen sind von der Firma Witte und ich kann hier kein Typenschild finden. Darf mir jemand helfen herauszufinden, ob diese Heizungen Asbest enthalten? Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus!
Antwort von P-Solarenergie

Wenn Sie Informationen über das Baujahr der Heizung haben, dann ist auch bekannt ob der Heizkörper Asbesthaltig ist. Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich direkt an den Hersteller - dieser wird auch anhand anderer Merkmale erkennen, um welches Modell es sich handelt.

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