Piezozünder

Ein Piezozünder entzündet, durch das Abgeben einer elektrischen Ladung, eine Gasflamme. Heizungsfinder erklärt Ihnen den Piezoeffekt und die Funktionsweise eines Piezozünders. Weiter erhalten Sie Informationen über die Nutzung von Piezozündern in der Heizungstechnik.

Funktionsweise des Piezoeffekts

Der Name Piezozünder bezieht sich auf den Piezoeffekt. Die Brüder Jacques und Pierre Curie erfanden den Piezoeffekt im Jahre 1880. Sie stellen Versuche mit Turmalinkristallen an. Dabei fanden sie heraus, dass durch die Kristalle, bei mechanischer Verformung auf der Kristalloberfläche, elektrische Ladungen entstehen. Heute werden für Piezozünder meist spezielle Keramiken benutzt.

Aufbauschema des Piezozünders

Im Piezozünder sitzt eine Feder. Diese ist in der Ausgangsposition gespannt. Drückt man den Taster des Zündelements vollständig ein, wird die Feder blitzartig entspannt. Daraufhin wird ein Stößel mit großer Wucht auf einen Piezokristall geschlagen. Das führt zum Aufbau einer großen Spannung im Inneren des Keramikelements mit bis zu 15 Kilo-Volt. Zwei dicht aneinander liegende Metallkontakte sind mit dem Keramikelement verbunden. Durch die hohe Spannung und dem geringen Abstand zwischen den Kontakten entsteht ein blau leuchtender Funke. Dieser entzündet das Gas, welches aus dem geöffneten Ventil strömt.

Piezozünder in der Heizungstechnik

Auch in der modernen Heizungstechnik wird der Piezozünder genutzt. In einer Gastherme, sowie in einer Gas-Brennwerttherme kommt der Piezoeffekt zum Einsatz. In älteren Thermen lodert ununterbrochen eine kleine Flamme, um das Gas, beim Öffnen des Gasventils zu entzünden. Diese Flamme war zwar ungefährlich, erhöhte jedoch unnütz den Gasverbrauch.

Dieser Begriff wurde in den folgenden Artikeln verwendet:
Gastherme – Heißwasser & Heizung

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Autor: Thorben Frahm