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Gaskessel im Überblick

Wenn Sie sich für einen neuen Gaskessel entscheiden wollen oder müssen, sollten Sie sich erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Typen schaffen. Grundsätzlich lassen sich aktuelle Gaskessel in drei Klassen einteilen: die nicht mehr zeitgemäßen Konstanttemperaturkessel, die sparsameren Niedertemperaturkessel und die modernen Brennwertkessel.
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Gaskessel im Wandel der Zeit - welcher Gaskessel ist der Beste?

Der Konstanttemperaturkessel zählt zu den ältesten Modellen, die noch in deutschen Bestandsbauten zu finden sind. Dieser Gaskessel arbeitet konstant auf einem hohen Temperaturniveau von meist über 70 Grad Celsius. Dies fand einerseits statt, um eine Kondensation des Abgases zu verhindern, zum anderen war der Wärmebedarf der damals vergleichsweise schlecht gedämmten Bauten deutlich höher war - somit waren auch die nötigen Vor- und Rücklauftemperaturen mit 90/70 Grad Celsius ( in Kombination mit entsprechend ineffizient ausgelegt und gebauten Heizkörpern ) nötig.

Er ist nicht regelbar und weist aus heutiger Perspektive einen viel zu niedrigen Wirkungsgrad und hohe Wärmeverluste auf. Der Jahresnutzungsgrad dieses Gaskessels liegt im Einfamilienhaus bei durchschnittlich 73% und im Mehrfamilienhaus circa bei 80%. Er ist für den Neubau wie den Altbau grundsätzlich nicht mehr geeignet.

 

Der Niedertemperaturkessel arbeitet deutlich effizienter

Der Niedertemperaturkessel ist eine Weiterentwicklung des Konstanttemperaturkessels. Wie der Name es andeutet, kann dieser Kessel auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeiten. Dieser Gaskessel weist eine Bandbreite von Kesseltemperaturen zwischen 35 bis 75 Grad Celsius auf (variabel / gleitend ).

Ist der Heizbedarf geringer - zum Beispiel im Sommer oder generell bei besseren Dämmstandards, die sich im Laufe der Zeit gesetzlich motiviert entwickelten - kann der Gaskessel bedarfsgerechter arbeiten. Er muss keine unnötig hohen Temperaturen erzeugen. Dies verringert den Brennstoffbedarf, unnötige Kesselstarts und Wärmeverluste. Durch die niedrigeren Temperaturen kann es bei diesem Gaskessel zur Kondensation des Abgases kommen. Diese Kessel sind deswegen stellenweise korrosionsfest oder verhindern durch andere konstruktionsbedingte Merkmale Schäden am Heizsystem, die Kondensation stellt also prinzipiell kein Problem dar.

Der Jahresnutzungsgrad dieses Kesseltyps liegt dementsprechend auch bei besseren 85% im Einfamilienhaus und 89% bei Mehrfamilienhäusern. Trotzdem sollte man wenn möglich die Mehrkosten auf sich nehmen und einen Gaskessel mit Brennwerttechnik kaufen.

Der beste Gaskessel: Brennwerttechnik nutzt die Latentwärme des Abgases

Der Gas-Brennwertkessel ist der modernste und effizienteste Gaskessel. Bei den bisherigen Kessel wurde eine Kondensation des Abgases soweit möglich vermieden - somit ging allerdings auch die Wärme in den Abgasen durch den Schornstein ungenutzt verloren. Brennwert-Gaskessel nutzen auch diese Wärme. So steigt der Nutzungsgrad im Schnitt nochmals um 10 Prozent (da sich diese Angaben in Deutschland meist auf den Heizwert und nicht auf den Brennwert des Brennstoffes beziehen kann es so auch zu physikalisch eigenartig anmutenden Nutzungsgraden von über 100% kommen). Aufgrund der niedrigen Temperaturen eignet sich dieser Gaskessel hervorragend zur Einbindung regenerativer Energien wie einer Solarthermieanlage.

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie einem Gaskessel mit Brennwerttechnik den Vorzug geben. Achten Sie allerdings darauf, dass auch das Abgassystem ihrer Immobilie an die Erfordernisse eines Brennwertkessels angepasst wird. Übrigens: der Gaskessel muss nicht immer im Keller landen. Eine beliebte Alternative ist die Installation in einer Dachheizzentrale. Eine Montage unter dem Dach verkürzt gleichzeitig auch die nötige Abgasführung.

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"Dieser Artikel wurde erstellt von:" Christian Märtel", Redakteur www.Heizungsfinder.de"