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Bedienung & Steuerung einer Nachtspeicherheizung

Das Heizen mit einer Nachtspeicherheizung ist heute eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Der große Zeitversatz von mehreren Stunden, in denen sich das Gerät aufladen muss bis es wärmt, macht einen Nachtspeicherofen träge und unflexibel. Diese umständliche Technik verlangt es mehr oder weniger, sich auf das Gerät einzustellen. Bedarfsgerecht auf seinen Nutzer eingehen kann die Nachtspeicherheizung kaum. Neben den hohen Verbrauchskosten und den möglichen Asbestbestandteilen im Nachtspeicherofen sprechen also auch die Bedienung und Steuerung der Geräte für einen Austausch oder eine Umrüstung.
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Nachtspeicherheizung: Bedienung & Steuerung nicht mehr zeitgemäß

Macht man sich das Heizen mit einer Nachtspeicherheizung bewusst, so ist ein Aspekt von zentraler Bedeutung. Die richtige Aufladung der Nachtspeicherheizung über Nacht, um am darauf folgenden Tag nach Bedarf heizen zu können. Die Aufladung wird entweder über eine manuelle Bedienung am Gerät vorgenommen, oder über eine automatische Auflade-Steuerung.

Manuelle Bedienung einer Nachtspeicherheizung

Für die manuelle Bedienung ist am Gerät ein Einstellrädchen vorhanden. Es ist in mehrere Stufen eingeteilt (meist 3 Stufen) und bestimmt, wieviel Wärme der Nachtspeicherofen über Nacht speichern soll. Im Frühjahr genügt laut Herstellerangaben meist die unterste Stufe. In Herbst und Winter sollte die mittlere Stufe gewählt werden. Die höchste Stufe ist nur für die sehr kalten Tage vorgesehen.

Über ein Thermostat an der Wand lässt sich anschließend die Raumtemperatur einstellen. Die Nachtspeicherheizung beginnt nun, die Wärme an den Raum abzugeben. So lange, bis die vorgespeicherte Wärme aufgebraucht ist. Je nach Bauart schaltet der Nachtspeicherofen zur Steuerung der Raumtemperatur einen eingebauten Lüfter zu.

Dieser Lüfter wird von vielen Seiten als unvorteilhaft beschrieben (unabhängig von der Bedienung), da er für Staubverwirbelungen sorgt, zusätzlichen Strom verbraucht und seinen Teil zur Asbestdiskussion beiträgt. Denn gewisse asbesthaltige Bauteile der Nachtspeicherheizung liegen direkt im Luftstrom.

Probleme durch 'tagversetztes' Heizen

Als unpraktisch hat sich im Allgemeinen die manuelle Bedienung für die Nachtaufladung erwiesen. Die Intervalle zwischen Stufe 1 (wenig laden), Stufe 2 (mittlere Ladung) und Stufe 3 (voll laden) sind schlichtweg zu grob dimensioniert, um die Nachtspeicherheizung individuell nach Bedarf zu laden. Um zum Beispiel mal mehr Wärme vorzuhalten, und mal weniger. Eine Einstellung für eine ganze Jahreszeit ist aus heutiger Sicht - mit individueller Heizungssteuerung per Smartphone-App - antiquiert und technisch überholt.

Und auch teuer! Denn Wärme immer vorzuhalten, auch wenn man sie am nächsten Tag gar nicht in voller Menge braucht, verursacht unnötige Stromkosten. Da die manuelle Bedienung am Nachtspeicherofen keinen andere Einstellung zulässt, lädt sich das Gerät den gesamten Herbst oder Winter über jede Nacht gleich auf. Egal, wieviel Wärme man am nächsten Tag wirklich in den Räumen braucht. Möglichkeiten für eine individuelle Bedienung und Steuerung ergeben sich nahezu nur, indem man das Wetter beobachtet, ein bis zwei Tage im Voraus abschätzt, wie man seine Räume heizen wird, oder indem man den Nachtspeicherofen vorübergehend ganz abschaltet.

Im Ergebnis können durch die unpraktische Bedienung und Auflade-Steuerung einer Nachtspeicherheizung:

  • Räume zu kalt sein, wenn der Nachtspeicherofen nicht genug Wärme vorgeladen hat
  • die Heizkosten zusätzlich steigen, wenn der Nachtspeicherofen bei zu geringer Ladung über Tag zu höheren Tarifen nachladen muss
  • die Heizkosten grundlegend zu hoch sein, wenn die Nachtspeicherheizung durchgehend mehr Wärme lädt oder ungenutzt vorhält, als eigentlich benötigt wird

Automatische Auflade-Steuerung kann Abhilfe schaffen

Um das Problem in den Begriff zu bekommen, dass sich eine Nachtspeicherheizung am eigentlichen Bedarf vorbei auflädt und zu viel oder zu wenig Wärme speichert, können die Geräte mit einer elektrischen Auflade-Steuerung ausgerüstet werden. Diese "automatische Bedienung" bewirkt, dass die Speicherkapazität der Heizung nicht bei jedem Ladevorgang voll ausgenutzt wird (volle Aufladung jede Nacht), sondern die Nachtspeicherheizung nur die Energiemenge auflädt, die am nächsten Tag benötigt wird, bis sich der Nachtspeicherofen wieder neu aufladen kann.

Für diese automatische Steuerung und Bedienung werden die Heizgeräte mit einem zentralen Außentemperaturfühler, einem zentralen Rundsteuerungsempfänger und elektrischen Ladereglern ausgestattet. Über den Temperatursensor misst die Steuerung, wie sich die Außentemperatur entwickelt, ermittelt daraus den Wärmebedarf für den nächsten Tag (die nächste Entladephase) und gibt den Aufladereglern einen 'Sollwert' vor, bis zu dem sich die Wärmespeicher aufladen. Die Nacht- und Tageszeiten, zu denen sich die Nachtspeicherheizung dann entsprechend aufladen kann, werden vom Energieversorger vorgegeben. Hierzu empfängt der Rundsteuerungsempfänger ein Freigabesignal, meist in der Zeit von 22.00 bis 06.00 (und evtl. stundenweise am Tag), und gibt die Aufladung für die einzelnen Geräte frei.

Damit macht die automatische Auflade-Steuerung das Heizen mit einer Nachtspeicherheizung ein ganzes Stück weit komfortabler und effizienter im Vergleich zur manuellen Bedienung. Das Grundproblem dieser Heiztechnik kann aber auch sie nicht lösen: den Zeitversatz zwischen Wärmespeicherung und Wärmeabgabe mit all seinen bekannten Unannehmlichkeiten. Ebenso bleibt das individuelle Wärmebedürfnis eines Jeden zu verschieden, als dass sich die Aufladung der Nachtspeicherheizung "nur" an der Außentemperatur orientieren kann (auch wenn dies bereits ein großer technischer Fortschritt für die Bedienung einer Nachtspeicherheizung war).

Alternativen zum Nachtspeicherofen

Moderne elektrische Heizsysteme wie Direktspeicherheizungen (Flächenteilspeicherheizungen) und Infrarotheizungen kommen ohne die Wärmeaufladung am Vorabend aus. Die Geräte liefern nach einer kurzen Aufheizphase von wenigen Minuten direkte Wärme, so lange die Geräte eingeschaltet sind. Damit stehen diese elektrischen Heizsysteme im Heizverhalten und in der Bedienung klassischen Heizkörpern einer Zentralheizung in nichts nach.

Soll eine Nachtspeicherheizung saniert werden (u.a. aufgrund der Steuerung und Bedienung), dann bieten sich grundsätzlich mehrere Optionen. Wer nicht mehr mit elektrischen Geräten heizen möchte, kann z.B. auf eine Gasheizung umrüsten. Hierfür müssen noch Heizungsrohre und Heizkörper für die einzelnen Räume installiert und ein Gasanschluss gelegt werden. Wer die vorhandene Infrastruktur der Nachtspeicherheizung weiter nutzen möchte, kann die Altgeräte gegen moderne Direktspeicher- und/oder Infrarotheizungen austauschen. Für die Bedienung dieser Heizgeräte wird eine ganze Reihe von komfortablen Thermostaten angeboten.

Mit dem nachfolgenden Rechner lassen sich die verschiedenen Alternativen für eine Nachtspeicherheizung grob durchrechnen. Der Rechner liefert einen ersten Eindruck, wie viel Geld sich langfristig mit einer neuen Heizung (Gasheizung, Ölheizung, Wärmepumpe oder Pelletheizung) sparen lässt und wie hoch die Anschaffungskosten für das jeweilige Heizsystem ausfallen.Welche Alternative die sinnvollste ist, um einen Nachtspeicherofen zu sanieren, sollte am Ende jedoch immer die fachkundige Beratung durch einen Heizungsbaubetrieb ergeben! Über den kostenfreien Service von heizungsfinder.de können Sie unverbindlich Fachbetriebe aus Ihrer Region kontaktieren für eine Beratung. Alternativ können Sie hierfür auch das Ergebnis des Rechners nutzen, und mit diesem eine unverbindliche Beratungsanfrage stellen.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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