Ein offener Kamin schafft ursprüngliches Wohlbefinden

1. März 2021
Ein offener Kamin im eigenen Zuhause ist auch heute noch der Inbegriff an Gemütlichkeit. Das prasselnde Feuerspiel zu beobachten ist an natürlicher Behaglichkeit kaum zu überbieten. Nachteile, wie eine im Verhältnis zu anderen Kamintypen geringere Heizleistung und besondere Auflagen des Bundesimmissionsschutzes, werden von Liebhabern des offenen Kamins gern in Kauf genommen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenKaminKamineOffener Kamin

Offener Kamin -  Bestandteile & Betrieb

© eyewave - Fotolia.comEin Offener Kamin besteht aus einem Feuerraum, der Esse (hier sammelt sich der Rauch) und der Verbindung zum Schornstein. Der Feuerraum wird in den meisten Fällen mit feuerfesten Steinen ausgemauert. Eine Alternative sind Gusseisenplatten.

Werden industriell hergestellte Feuerräume verbaut, welche aus Stahlblech bestehen, müssen diese nachträglich ausgekleidet werden, um das Stahlblech vor der direkten Flammeneinwirkung zu schützen. Bewährt haben sich hierfür Schamotte oder Kalziumsilikat. Esse und Verbindungsleitung werden ebenfalls aus feuerfestem Material, heutzutage bevorzugt Stahlblech, hergestellt.

Beim Aufbau wird ein offener Kamin so platziert, dass der Schornstein sich bevorzugt hinter oder über dem Kamin befindet. Weitere Baukomponenten eines offenen Kamins sind oftmals eine Wärmedämmung zum Schutz der Bausubstanz in unmittelbarer Nähe, ein Rost, sowie eine Rauchklappe und Türen zum Verschließen des Feuerraumes.

Gesetzliche Anforderungen an offene Kamine

  • Betriebsdauer: Laut der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen des Bundesimmissionsschutzes (BImSchV) darf ein offener Kamin nur gelegentlich betrieben werden. Eine regelmäßige Inbetriebnahme zur Raumbeheizung ist also nicht möglich.
  • Außerdem besteht eine feste Regelung bezüglich des Brennstoffes, welche besagt, dass in offenen Kaminen nur naturbelassenes, stückiges Holz oder Presslinge in Form von Holzbriketts verfeuert werden dürfen. Bevor ein offener Kamin betrieben werden darf, muss außerdem eine Anschlussgenehmigung vom Schornsteinfeger eingeholt werden, welcher vorrangig den Rauchabzug auf Eignung prüft.

Ein offener Kamin ist keine Zentralheizung

Anders als beim Heizkamin oder beim wasserführenden Kamin steht beim offenen Kamin nicht die Heizleistung im Vordergrund. Offene Kamine verfügen nur über einen geringen Wirkungsgrad. Die Wärmestrahlung geht hier direkt von den Flammen hervor und wird durch die Erwärmung des Brennraumes um dessen Strahlungswärme ergänzt.

Durch den erheblichen Nebenluftvolumenstrom, welcher einerseits verhindert, dass die Rauchgase aus dem Brennraum in den Aufstellraum ausströmen, andererseits jedoch die erwärmte Raumluft über den Kamin abführt, ist die Heizleistung recht gering.

Ein offener Kamin benötigt ausreichend Verbrennungsluft bzw. Nebenluft, die in den Aufstellraum strömt. Um einen ausreichenden Brandschutz zu erzielen muss ein offener Kamin neben der Wärmedämmung besonders einen tragfähigen und feuerfesten Untergrund erhalten. Der Fachhandel bietet außerdem nützliches Zubehör für offene Kamine wie Stellwände aus Glas und Vorlagen aus Metall, welches vor Funkenflug und rollenden Glutstücken schützt.

Fachbetriebe für Kamine aus ihrer Region beantworten Ihnen gerne kompetent alle weiteren Fragen rund um offene Kamine oder andere Kaminsysteme.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema offener Kamin

Durchbruch durch tragende Wand und Verlegung des Kamins

Ich habe folgende Situation: Wir haben zwei Doppelhaushälften, die faktisch als Einfamilienhaus genutzt werden. Die beiden Wohnbereiche sind durch eine tragende (Haus-)Wand getrennt, die für einen Durchgang durchbrochen ist. 1. Wir möchten diesen Durchbruch vergrößeren (um ca. 30 Meter in die Breite, Raumhöhe 2,70 Meter). 2. Zusätzlich befindet sich in dem einen Raum an der zu entfernenden Wand ein offener Kamin, den wir verlegen wollen. Der Rauch wird derzeit durch die Wand über den derzeitigen Durchbruch hinweg abgeleitet und mündet dort in das Hauptkaminrohr; der neue Standort für den Kamin soll direkt am Hauptkaminrohr sein. Als Kamin müsste ein neuer angeschafft werden (Panoramakamin). Wer kann uns bei der Umsetzung dieses Projektes behilflich sein? Worauf müssen wir bei der weiteren Planung achten?
Antwort von MBau

Guten Tag,

zu 1. Sie können den Durchbruch vergößern, solange die Statik der tragenden Wände entsprechend beachtet wird. Grundsätzlich muss man sich das vor Ort anschauen, um die Machbarkeit zu überprüfen.

zu 2. Einen Kamin zu entfernen bzw. einen Panoramakamin zu setzen ist möglich, solange vor dem Aufstellen des neuen Kamins darauf geachtet wird, dass er auch zum Schornstein passt. Bei einem Rauchrohr Durchmesser von 150mm sollte der Kaminofen betragen. Wichtig ist, dass ein entsprechender Zug im Kaminofen Schornstein vorliegt.

Gerne können wir einen vor Ort Termin vereinbaren, damit wir Sie bestmöglich beraten können.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Robert Wojcik
MBau - qualität aus einer Hand

Betonsockel von Kamin mit hitzebeständiger Farbe streichen

Was für eine Farbe kann ich hier verwenden - die Unterseite wird schon sehr heiß, vermute ca. 300 Grad oder mehr. Die Oberseite wird ca. 100 Grad heiß, der Betonsockel ist 16 cm stark. Es handelt sich um einen Kamineinsatz (war vorher ein offener Kamin) in dem nur trockenes Holz verbrannt wird. (Einsatz ist ca. 80 x 40 cm groß).
Antwort von Alma-Malerbetrieb

Silikatfarbe

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