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Ist der Gaskamin eine Alternative zum Holzkamin?

Der Gaskamin ist ein vergleichsweise unbekannter Vertreter der Kaminfamilie. Ein Gaskamin ist eine komfortable Alternative für diejenigen, die für die Anschaffung und Lagerung von Brennmaterial keine Zeit oder keinen Platz besitzen oder aber vor lästigen Arbeiten wie der regelmäßigen Säuberung von holzbefeuerten Kaminen zurückschrecken.
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Der Gaskamin schafft heimelige Kaminatmosphäre ganz ohne Holz

Um einen Gaskamin anzuschließen benötigt man einen Erdgasanschluss. Viele Modelle lassen sich jedoch auch mit Flüssiggas betreiben, welches in Gasflaschen abgefüllt gelagert wird. Aber Achtung: in Wohnräumen dürfen nur Gasflaschen von maximal 11 Kilogramm aufgestellt werden. Diese besitzen durchschnittlich eine Kapazität die für einen Tag Kaminbetrieb ausreicht. Generell wird der Gaskamin jedoch mit einem bestehenden Gasanschluss gekoppelt.

GaskaminGaskamin mit dekorativem Holzset, Bild: © LEDA Werk GmbH & Co. KG

 

Beim Gaskamin unterscheidet man verschiedene Modelltypen. Die am natürlichsten wirkende Optik erzielt man mit der offenen Variante, bei der man auf eine Glasscheibe, die den Brennraum verschließt, verzichtet. Wie auch bei den holzbetriebenen Kaminen, ist der Wirkungsgrad mit nur ca. 15% hier jedoch am geringsten. Ein geschlossener, raumluftabhängiger Gaskamin verfügt über einen besseren Wirkungsgrad und erreicht mit circa 70 und bis zu 90 % einen ähnlich effektiven Wert wie ein holzbetriebener Heizkamin.

Im Gegensatz zu Ethanol- oder Elektrokaminen bietet der Gaskamin nicht nur eine ähnliche Heizleistung wie der Holzkamin (5 - 8 kW sind am stärksten auf dem Markt vertreten, aber nach oben wie unten ist die Leistung generell offen), sondern kann auch optisch überzeugen. Durch eine spezielle Sauerstoffregulierung erhält der Gaskamin ein charakteristisches und recht authentisches Flammenspiel. Ein Gaskamin lässt sich, wie sein Gegenstück, der wasserführende Kamin auf Scheitholzbasis, an ein bestehendes Heizsystem anbinden. Er speist die Wärme dann in einen Pufferspeicher ein und entlastet so die Hauptheizung. Stellenweise kann der Gaskamin dann in den Übergangszeiten die Heizlast durchaus auch alleine stemmen oder zumindest für einen deutlichen Anteil an der Heizwärmeproduktion verantwortlich sein.

Ein Gaskamin erzeugt nur geringe Emissionen vor Ort

Bei der Verbrennung im Gaskamin entstehen nur geringe Emissionen (z.B. Feinstaub). Das ist einerseits komfortabel für den Nutzer, da eine Reinigung der Glasscheibe bei einem geschlossenen Modell ausbleibt. Andererseits ist man bezüglich der Auflagen zum Kaminbetrieb auf sicherer Seite. Für Niedrigenergiehäuser besteht die Möglichkeit, einen raumluftunabhängigen Gaskamin zu betreiben, der über ein Rohrsystem die Verbrennungsluftzufuhr und die Ableitung der Rauchgase steuert. Abgasführungen übers Dach und Außenwandanschlüsse sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Bei der Wahl der Modelle sind in Design und Größendimensionierung kaum Grenzen gesetzt. Sowohl puristisch moderne Variationen, gern auch mit zwei Glasscheiben als Trennwand nutzbar,  als auch rustikal wirkende Bauarten lassen keine Wünsche zur Gestaltung offen.

Bitte beachten Sie, dass ein Gaskamin grundsätzlich nur durch einen qualifizierten Fachmann installiert werden sollte! Anschließend muss auch der zuständige Schornsteinfeger sicherstellen, dass sowohl mit dem Gerät als auch der Abgasführung alles in Ordnung ist.

Fachbetriebe für Heiztechnik beraten Sie gern zu allen Fragen rund um den Gaskamin oder die Modernisierung ihrer Heizungsanlage.


Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de