Grundlagen der Gasheizung: Teil II

Die Gasheizung ist vielseitig, preiswert und effizient, aber ohne genaue Planung sollte man auf keinen Fall zur Tat schreiten. Im zweiten Teil unserer Grundlagenreihe zur Gasheizung finden Sie unsere Artikel rund um Kesselwahl, Finanzierung und die Gasheizung-Checkliste von Heizungsfinder.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Hilfe zum Planungsprozess beim Kauf einer neuen Gasheizung

In unseren Grundlagen zur Gasheizung behandelten wir die allgemeinen Grundlagen zur Gasheizung. Nun geht es weiter mit der sachgerechten Planung einer neuen Gas-Brennwertheizung.

Planungsgrundlagen: unterschiedliche Gebäudetypen und Nutzungswünsche stellen vielfältige Anforderungen an eine Heizungsinstallation. Die Gasheizung ist ein flexibles System, aber ein guter Planer berücksichtigt die vorliegenden Verhältnisse und passt die Installation an diese an. Nur so erhält man eine stabile und sparsame Gasheizung. Hier finden Sie unsere Artikel zur Vorgehensweise bei der Planung in verschiedenen Wohnsituationen und Grundlageninformationen zu den technischen Komponenten.

 

Kosten & Preise im Detail: die Gasheizung ist im Vergleich zu anderen Systemen relativ preiswert, jedoch bestehen zwischen den einzelnen Baureihen und Klassen noch deutliche Preisunterschiede. In einigen Fällen lässt sich der Einbau einer Gasheizung durch Fördergelder abfedern. Dazu zählen die Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder die Angebote der KfW-Bankengruppe.

 

Planungshilfen, Diskussionsforum und Weiterführendes: Vorausschauende Planung macht sich bezahlt. Vergewissert man sich im Vorfeld über die Technik und bereitet man sich richtig auf einen Termin mit dem Fachmann vor Ort vor, kann man deutlich entspannter an den Heizungseinbau gehen. In den folgenden Artikeln finden Sie unsere Checkliste zum Gasheizungskauf, einen Test verschiedener Gaskessel und den Zugang zu unserem Heizungsforum.

Wenn Sie noch weitere Informationen zur Gasheizung möchten, finden im dritten Teil dieser Übersicht vertiefende Artikel zu den unterschiedlichen Gaskesseln, dem Abgassystem und weiteren Fragestellungen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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