Grundlagen der Gasheizung Teil III

Der dritten Teil unserer Einführung zur Gasheizung behandelt vor allem die technischen Details der Gasheizung: welche Kesseltypen gibt es überhaupt auf dem Markt und was kann ich tun, wenn kein Gasanschluss verfügbar ist? Außerdem finden Sie hier unsere Checkliste zum Heizungskauf und weiterführende Links, wenn Sie noch fachmännischen oder Rat möchten.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Die Gasheizung im Detail

In Teil 1 und Teil 2 unserer Reihe zu den Grundlagen der Gasheizung zeigten wir erste Einstiegshilfen und genauere Planungsleitfäden. Im dritten und letzten Teil haben wir alle Artikel zusammengefasst, die ein wenig mehr ins Detail gehen: hier finden Sie Kesseltypen, Informationen zum Abgassystem, Artikel zum Thema Flüssiggas als Alternativbrennstoff und unsere Checklisten zum Heizungskauf.

Technische Details: Die Gruppe der gasbefeuerten Heizungen gliedert sich in mehrere Unterkategorien, die nicht immer ganz trennscharf zu unterscheiden sind. Gaskessel gibt es grob gesagt in drei Generationen, dem alten Standardkessel, dem Niedertemperaturkessel und den aktuellen Brennwertkessel. Je nach Nutzung gibt es diese Geräte in der herkömmlichen Variante als Kessel im Heizkeller, als wandhängendes Gerät oder als Durchlauferhitzer, zum Beispiel für die Warmwasserbereitung.

 

Das Abgassystem: Bei der Verbrennung des Gases fallen Abgase an. Diese werden über das Abgassystem (z.B. den Schornstein) nach draußen geleitet. Moderne Brennwertkessel nutzen die Kondensationswärme der Abgase. Das führt zwar zu einer höheren Energieausbeute, stellt jedoch zusätzliche Anforderungen an das Abgassystem. In manchen Fällen ist bei der Heizungssanierung deshalb eine Schornsteinsanierung notwendig. Mehr dazu erfahren Sie in den folgenden Artikeln:

 

Kein Gasanschluss? Liegt ein Gasanschluss am Grundstück, zählt die Gasheizung zu den preiswertesten Heizsystemen am Markt (jedenfalls was den Kauf betrifft). Hat man keinen (leichten) Zugang zu einem Gasanschluss, wird die Entscheidung komplizierter: zahlt man die höheren Kosten für einen Anschluss, entscheidet man sich für ein anderes Heizsystem oder betreibt man die Heizung stattdessen mit Flüssiggas? Hier muss man genau die höheren Brennstoffkosten mit den Preisen für einen Umstieg auf ein anderes System vergleichen:

 

Tipps & weiterführende Infos: an dieser Stelle weisen wir gerne auf unsere hauseigene Checkliste zum Kauf einer Gasheizung hin. Dort finden Sie in mehreren Teilen weiterführende Details rund um den Heizungskauf: von einer ersten Machbarkeitseinschätzung bis hin zum Termin vor Ort und dem Betrieb einer Gasheizung in der Praxis. Es verbleiben noch offene Fragen? Werfen Sie einmal einen Blick in unser Forum und lassen Sie sich Ihre Fragen von unserer erfahrenen Community beantworten!

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Übersicht weiterhelfen konnte. Wenn Sie noch weitere Informationen benötigen oder einen Fachmann um Rat fragen möchten, finden Sie hier unsere kostenfreie Fachbetriebssuche für Heizungsbauer aus Ihrer Region.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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