Wasser-Wasser-Wärmepumpe

In diesem Artikel erklärt Ihnen Heizungsfinder.de die Funktionsweise einer weiteren Art der Wärmepumpen: die Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Sie erfahren die Einsatzgrenzen, Schritte der Umwandlung von Wärme des Grundwassers zur Heizungswärme und vieles mehr.

So funktioniert eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe benötigt 2 Brunnen. Ein Brunnen, um das Grundwasser für die Wärmeabga­be zu gewinnen und einen Schluck­brunnen, der das kalte genutzte Wasser wieder zurückzuführt (Bild-Quelle: BWP e.V.). Dem abgepump­ten Grundwasser wird in der Wärme­pumpe die Wärme entzogen. Sie benötigen für die Wärmepumpe in Ihrem Haus einen Platzbedarf von 0,5 m³ bis zu 1 m³, je nach Ausführ­ung. Die Wasser-Wasser-Wärme­pumpe ist in einem Temperatur­bereich von 7 °C bis 12 °C einsetzbar und ist somit eingeschränkter als die Luft-Wasser-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Das Grundwasser ist die Wärmequelle der Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Angetrieben wird diese Art der Wärmepumpe mit Strom. Da die Temperatur des Grundwassers niedriger ist als die gewünschte Heiztemperatur, erwärmt die Wasser-Wasser-Wärme­pumpe dieses. In den Rohren der Wasser-Wasser-Wärmepumpen Heizung befindet sich ein Kältemittel. Diese Flüssigkeit wird gasförmig, wenn es die Wärme des Grundwassers aufnimmt. Damit die Temperatur weiter ansteigt, gelangt es in einen Verdichter. Dieser verdichtet es soweit, dass die Temperatur des Kältemittels sich stark erhöht und der Druck ebenfalls ansteigt.

Im Anschluss gibt der Wärmetauscher die Wärme des gasförmigen Kältemittels an den Heizkreislauf ab. Damit können nun die Fußbodenheizung, die Dusche und vieles mehr erhitzt werden. Da das Kältemittel durch diese Abgabe abkühlt, wird es wieder flüssig und fließt zum Expansionsventil. Dieses Ventil ist für die Kontrolle des Drucks in der Wasser-Wasser-Wärmepumpe verantwortlich und kühlt dadurch das flüssige Kältemittel noch weiter ab. Nachdem dies geschehen ist, kann das kalte Kältemittel erneut Wärme aus dem Grundwasser aufnehmen und so den Kreislauf aufs Neue starten.

Eine passive Kühlung ist ebenfalls möglich, da zum Beispiel im Sommer das Grund­wasser kälter ist als die Luft und so über die Fußbodenheizung die Temperatur des Hausinneren verringert wird. Diese zweite Betriebsart ist über einen weiteren Wärme­übertrager möglich.

Lesen Sie mehr zum Themenbereich Wärmepumpen in den folgenden Artikeln:
Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Kosten & Preise