Zementestrich für Fußbodenheizungen

Zementestrich ist die am meisten verwendete Estrich-Art. Fast jeder zweite Estrich ist ein Zementestrich. Dies liegt an seinen universellen Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften. Zementestrich hat gute Festigkeitswerte, ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und kann daher im Innen- und Außenbereich verlegt werden und ist zudem als Heizestrich bei der Verlegung von Fußbodenheizung geeignet. Die Trockenzeit bis zur Belegreife beträgt 20 bis 30 Tage, die Dicke 35 bis 50 Millimeter.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Zementestrich als Heizestrich für eine Fußbodenheizung

Zementestrich besteht aus Zement, einer Gesteinskörnung wie Sand oder Kies und eventuellen speziellen Zusatzmitteln und Wasser. Die weichplastische Konsistenz des Zementestrich bei Verlegung der Fußbodenheizung kann durch Zugabe geeigneter Mittel von Estrichzusatz erreicht werden.

Die Verarbeitung des Zementestrich

Zementestrich ist sofort nach Beendigung des Mischvorganges oder nach Anlieferung auf die Fußbodenheizung einzubringen. Dazu kann er entweder mit Schubkarren verteilt oder in weichplastischer Konsistenz über Schlauchleitungen zur Fußbodenheizung gepumpt werden.

Die Heizrohre sind bei der Zementestrich-Einbringung an den Gefahrenstellen durch Unterlegen von Bohlen oder Schaltafeln vor Beschädigung zu schützen. Bei Einbringung auf die Fußbodenheizung darf die Temperatur des Zementestrich + 5 °C nicht unterschreiten. Sie soll anschließend wenigstens drei Tage lang auf mindestens + 5 °C gehalten werden.

Die Dicke des Zementestrich

Zementestrich weist bei der Verlegung einer Fußbodenheizung eine Dicke auf, die rund 10 Millimeter dicker ist als bei Fließestrich. Da Heizestriche wesentlich dicker als normale Estriche ausgeführt werden, kann hier der Zementgehalt zur Steigerung der Festigkeit auf 320-350 kg / m3 angehoben werden. Aufgrund der größeren Dicke wirken sich Verkrümmungen nicht so stark aus wie bei normalen Estrichen mit geringer Dicke. Die weichplastische Konsistenz des Zementestrich kann durch Zugabe von Estrichzusatz erreicht werden.

Die Trockenzeit des Zementestrich

Die Trockenzeit des Zementestrich beträgt bis zur Belegreife mindestens 21 Tage. Auch muss der Zementestrich nach dem Einbringen auf die Fußbodenheizung mindestens noch eine Woche vor schädlichen Einwirkungen, wie zum Beispiel Wärme und Zugluft, geschützt werden. Andernfalls kann sich durch zu schnelle Abtrocknung der Zementestrich-Oberseite eine Verkrümmung der Estrichfläche einstellen. Zementestriche sollten nicht vor Ablauf von drei Tagen begangen und nicht vor Ablauf von sieben Tagen höher belastet werden. Die Aufheizung darf ohne besondere Estrichzusätze erst nach einer Trockenzeit von mindestens 21 Tagen erfolgen. Soll der Zementestrich mit einem Bodenbelag versehen werden, so muss die Trocknung soweit fortgeschritten sein, dass er nur eine Restfeuchte von maximal 2,0 CM Prozent (unbeheizt), bzw. 1,8 CM Prozent (beheizt) aufweist.

Was Sie bei der Verlegung der Fußbodenheizung mit Zementestrich auch in Bezug auf Dicke und Trockenzeit beachten müssen, erfahren Sie bei den Fußbodenheizung-Fachbetrieben in ihrer Nähe.

Weiterlesen zum Thema "Fließestrich"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Zementestrich

Brennwerttherme heizt Räume nicht richtig auf

Wir bewohnen Lim Landkreis Fulda seit August letzten Jahres einen vorschriftsmäßig gedämmten 138 qm-Bungalow ohne Keller mit einer Einzelraum-gesteuerten ROTH-FBH (17 Heizkreise, 17 mm Systemheizrohre x-Pert S5 im Zementestrich unter keram. Fliesen), die von der Weishaupt Brennwerttherme WTC 15-A W-PEA mit integrierter Hocheffizienzpumpe versorgt wird. Seit Oktober 2017 betrug der Flüssiggasverbrauch in der zu Ende gehenden Heizperiode im Durchschnitt rd. 65 Liter pro Woche bzw. 260 Liter pro Monat. Das Haus als Ganzes wurde gut warm und wir haben auch nicht gelitten, aber ... Problem: In Bad/WC (Gesamtfläche 8,3 qm) konnte in der Übergangszeit höchstens eine Raumtemperatur von 20°C und bei Außentemperaturen im Minusbereich von höchstens 19°C erreicht werden, obwohl der Raumthermostat natürlich höher gestellt war. Die aus Komfortgründen gewünschte Normheiztemperatur von 24°C konnte auch nicht annähernd erreicht werden. In diesem Heizkreis (die beiden über Eck stehenden Heizkreisverteiler befinden sich in der Trennwand des räumlich unmittelbar angrenzenden kl. Abstellraums) sind für Bad und WC zusammen angeblich 65 m Heizrohr (Anbindelänge 5 m) verlegt worden, was nicht mehr geändert werden kann und wohl hingenommen werden muß. Die benachbarten Heizkreise werden im Teillastbetrieb gefahren. Auslegung lt. "Nachweis des hydraulischen Abgleichs": Bad (4,70 qm, Heizlast 425 W, Massenstrom 17 kg/h, 48 m Heizrohr); WC (1,9 qm; Heizlast 145 W, Massenstrom 17,4 kg/h, 17 m Heizrohr), das vom Bad aus über eine geschlossene Türe erreicht wird. Die offene Dusche (1,5 qm) ist vom Bad aus direkt zugänglich und verfügt über keine FBH. Frage: Wo liegt der Kern des Problems? Ist hier Abhilfe mit technischen Mitteln möglich? Könnte mit Einbau eines einstellbaren Differenzdruckreglers oder Austausch der konventionellen Verteiler und Installation voreinstellbarer Heizkreisventile mit integrierter Differenzdruckregelung ("automatischer hydraul. Abgleich") eine zuverlässige Lösung gefunden werden? Was ist zu tun?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Ob die Raumheizlasten und die Hydraulik korrekt berechnet und danach entsprechend installiert wurde, lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Die Volumenströme erscheinen mir jedoch deutlich zu niedrig.
Ebenso ist unbekannt, ob die Restförderhöhe der integrierten Heizkreispumpe ausreichend ist.

Ein „automatischer hydraulischer Abgleich“ ist eine rein plakative Werbung der jeweiligen Anbieter, da es diesen normalerweise nicht geben kann.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter
http://www.gesbb-energieberatung.de/

Dämmung für Zimmersanierung so ausreichend?

In meinem Haus Baujahr 1964 möchte ich im ersten OG ein Zimmer komplett sanieren. Der Boden bzw. die Zwischendecke zwischen EG und OG besteht aus Stahlbeton. Darauf wurde 4 cm Zementestrich gegossen und 2 cm Bitumenpappe als Isolierung verklebt. Jetzt habe ich bis auf den alten Estrich alles entfernt und habe 10 cm Höhenunterschied zum Flur. Geplant ist der neue Aufbau wie folgt: 1. 2cm EPS mit 0,32 WLG 2. Wassergeführte Fußbodenheizung Höhe da. 2cm 3. 5 cm Fließestrich mit Armierungsmatte 4. Neuer Bodenbelag ja 1 cm Höhe Meine Frage hierzu, ist die Dämmung ausreichend oder muss ich noch was anderes beachten? Ich möchte das Zimmer nur durch den Boden beheizen und verzichte auf weitere Heizkörper. Ungern möchte ich allerdings das darunter liegende Wohnzimmer mit beheizen. Für Tipps bin ich dankbar.
Antwort von JH Sanitärtechnik

Ich würde 5,00cm EPS, 2,50cm Systemdämmplatte mit Aussparungen für die Fußbodenheizungsrohre und 2,50cm Trockenestrich verarbeiten.

Fragen zur Aufbauhöhe der neuen Fußbodenheizung im Altbau

Wir würden in einem Altbau (Baujahr 1960) gerne eine (Wasser) Fußbodenheizung im Erdgeschoss verlegen. Darüber sollte idealerweise Pandomo Boden, der einen Zementestrich CT-C25-F4 oder Anhydritestrich CA-C35-F6 benötigt von 3 cm. Problematisch ist in dem Haus die Fußbodenaufbauhöhe, die nur bei ca. 6 cm liegt. Daher hat unser Heizungsbauer uns ein BEKO-EN-F/P System (Schlüter) empfohlen, was aber nicht mit dem Pandomo Boden zusammen geht, weil der Estrich bei diesem System wohl reißt. Wir würden gerne eine zweite Meinung einholen, ob man nicht ein anderes Fußbodenheizsystem trotz geringer Aufbauhöhe verwenden könnte.
Antwort von Göhler GmbH Bad Heizung Öfen

Es gibt ein Fußbodenheizungssystem mit einer Aufbauhöhe von nur 25 mm. Vorteile sind sehr geringe Vorlauftemperaturen. Beim Einsatz von Pandomo Bodenbelag sind deren Verlegerichtlinien strengstens zu beachten. Wichtig ist, dass die Ausdehnung des Boden beachtet wird. Wir haben schon einige Pandomo Böden mit Rissbildung gesehen. Diese waren aber laut Gutachter immer durch nicht beachten der Verlegerichtlinien des Herstellers entstanden. Die Untergründe sind da nicht die Ursache.

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