Heizrohre für eine Fußbodenheizung

Ein modernes hochwertiges Heizrohr für die Fußbodenheizung ist in der Regel ein Verbund-Heizrohr aus Kunststoff und Aluminium und zeichnet sich durch hohe Belastbarkeit, hohe Biegsamkeit und eine hohe Sauerstoffdiffusionsdichte aus.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Das Heizrohr der Fußbodenheizung: belastbar und sauerstoffdicht

Abbildung: Viessmann Werke

Die Qualität einer Warmwasser Fußbodenheizung wird maßgeblich von der Qualität der Heizrohre bestimmt. Da die Warmwasser Fußbodenheizung eine Niedertemperaturflächenheizung ist, wird das Wasser in den Rohren auf maximal 40 °C erhitzt. Was zeichnet ein hochwertiges Heizrohr aus? Welche Anforderungen muss es erfüllen? Ein modernes Heizrohr zeichnet sich durch seine Zeitstandfestigkeit, eine hohe Belastbarkeit und eine leichte Verlegbarkeit aus.

Unter Zeitstandfestigkeit versteht man eine mechanische Spannung, die bei einem Werkstoff nach einer bestimmten Beanspruchungszeit und bei konstanter Temperatur oberhalb der sogenannten Übergangstemperatur zum Bruch führt. Die Zeitstandfestigkeit wird durch Zeitstandversuche überprüft. Dabei kam heraus, dass moderne Heizrohre aus Kunststoff und Aluminium bei 90°C Dauerbetriebstemperatur und einem Betriebdruck von 6 bar 30 Jahre lang halten. Da Fußbodenheizungen im Jahresdurchschnitt eine Vorlauftemperatur von 30°C aufweisen, hält ein modernes Heizrohr ein Leben lang. Bei der Verlegbarkeit kommt es auf den Biegeradius an, der das Fünffache des Außendurchmessers des Innenrohrs nicht unterschreiten sollte. Weitere wichtige Parameter des Heizrohr, auf die man achten sollte sind:

  • Wandstärke
  • Dichte
  • lineare Ausdehungskoeffizient
  • Wärmeleitfähigkeit
  • maximale Betriebstemperatur
  • maximale Betriebsdruck
  • Oberflächenrauheit

Heizrohre aus Kupfer oder Kunststoff?

Das Heizrohr für eine Fußbodenheizung wurden bis Anfang der 80er Jahre ausschließlich aus Kupfer hergestellt. Anfang der 80er Jahre hielt auch hier der Kunststoff Einzug. Die heute verwendeten Kunststoffrohre für Fußbodenheizung sind Verbundrohre aus drei Schichten, einer Außenschicht aus Polyethylen, Aluminium, und einer Innenschicht aus Polyethylen. Die Aluminiumlage ist wichtig, damit das Heizrohr sauerstoffdicht ist. Bei den aktuellen Kupferpreisen sind die Heizrohre aus Kunststoff günstiger. Auch haben Heizrohre aus Kunststoff den Vorteil, dass man weniger Verbinder und Winkelstücke braucht und auf das Verlöten verzichten kann.

Das Innenrohr des Heizrohr für die Fußbodenheizung besteht aus Polyethylen-Xa, einem Material aus Polyethylen, dass mit Peroxyd vernetzt wurde und daher eine hohe Dichte aufweist. Polyethylen-Xa ist gegenüber dem unvernetzten Ausgangsmaterial thermisch höher belastbar, die Zeitstandfestigkeit und Kerbschlagfestigkeit erhöht sich. Das Innerohr wird durch ein Außenrohr aus Polyethylen-HD geschützt. Das Schutzrohr entkoppelt hinsichtlich des Schallschutzes das Innenrohr von der Fußbodenheizung und gewährleistet, dass bei Verlegung direkt im Estrich mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 70 °C die nach Estrichnorm DIN 18560 zulässigen Temperaturen nicht überschritten werden.

Heizrohr und Sauerstoff

Die modernen Heizrohre aus Kunststoff sind Sauerstoffdiffusionsdicht nach DIN 4729 und resistent gegen Ablagerungen. Damit es nicht zu Korrisionsschäden durch Rost an Heizrohr und Heizkessel der Fußbodenheizung kommt, beträgt der Wert für die maximal zulässige Sauerstoffdurchlässigkeit weniger als 0,1 Gramm Sauerstoff pro Tag je Kubikmeter Wasserinhalt der Rohre bei einer Wassertemperatur von 40 °C. Die meisten Heizrohre haben heute eine Restdurchlässigkeit, die sehr weit unter dem Grenzwert von 0,1 Gramm liegt. Somit dringt an anderen Stellen wie dem Heizkreisverteiler, der aus Pumpen, Schnellentlüftern, Stopfbuchsen, Schiebern und Ventilen besteht, im Laufe eines Jahres weit mehr Sauerstoff in die Fußbodenheizung ein als durch das Heizrohr aus Kunststoff.

Welches Heizrohr einer Fußbodenheizung im Einzelfall am sinnvollsten ist, beurteilt gern ein Fußbodenheizung Fachbetrieb in ihrer Nähe.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Heizrohr

Brennwerttherme heizt Räume nicht richtig auf

Wir bewohnen Lim Landkreis Fulda seit August letzten Jahres einen vorschriftsmäßig gedämmten 138 qm-Bungalow ohne Keller mit einer Einzelraum-gesteuerten ROTH-FBH (17 Heizkreise, 17 mm Systemheizrohre x-Pert S5 im Zementestrich unter keram. Fliesen), die von der Weishaupt Brennwerttherme WTC 15-A W-PEA mit integrierter Hocheffizienzpumpe versorgt wird. Seit Oktober 2017 betrug der Flüssiggasverbrauch in der zu Ende gehenden Heizperiode im Durchschnitt rd. 65 Liter pro Woche bzw. 260 Liter pro Monat. Das Haus als Ganzes wurde gut warm und wir haben auch nicht gelitten, aber ... Problem: In Bad/WC (Gesamtfläche 8,3 qm) konnte in der Übergangszeit höchstens eine Raumtemperatur von 20°C und bei Außentemperaturen im Minusbereich von höchstens 19°C erreicht werden, obwohl der Raumthermostat natürlich höher gestellt war. Die aus Komfortgründen gewünschte Normheiztemperatur von 24°C konnte auch nicht annähernd erreicht werden. In diesem Heizkreis (die beiden über Eck stehenden Heizkreisverteiler befinden sich in der Trennwand des räumlich unmittelbar angrenzenden kl. Abstellraums) sind für Bad und WC zusammen angeblich 65 m Heizrohr (Anbindelänge 5 m) verlegt worden, was nicht mehr geändert werden kann und wohl hingenommen werden muß. Die benachbarten Heizkreise werden im Teillastbetrieb gefahren. Auslegung lt. "Nachweis des hydraulischen Abgleichs": Bad (4,70 qm, Heizlast 425 W, Massenstrom 17 kg/h, 48 m Heizrohr); WC (1,9 qm; Heizlast 145 W, Massenstrom 17,4 kg/h, 17 m Heizrohr), das vom Bad aus über eine geschlossene Türe erreicht wird. Die offene Dusche (1,5 qm) ist vom Bad aus direkt zugänglich und verfügt über keine FBH. Frage: Wo liegt der Kern des Problems? Ist hier Abhilfe mit technischen Mitteln möglich? Könnte mit Einbau eines einstellbaren Differenzdruckreglers oder Austausch der konventionellen Verteiler und Installation voreinstellbarer Heizkreisventile mit integrierter Differenzdruckregelung ("automatischer hydraul. Abgleich") eine zuverlässige Lösung gefunden werden? Was ist zu tun?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Ob die Raumheizlasten und die Hydraulik korrekt berechnet und danach entsprechend installiert wurde, lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Die Volumenströme erscheinen mir jedoch deutlich zu niedrig.
Ebenso ist unbekannt, ob die Restförderhöhe der integrierten Heizkreispumpe ausreichend ist.

Ein „automatischer hydraulischer Abgleich“ ist eine rein plakative Werbung der jeweiligen Anbieter, da es diesen normalerweise nicht geben kann.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter
http://www.gesbb-energieberatung.de/

Leck in der Fußbodenheizung?

Wir haben im EG im Haus ein Schwimmbad mit Heizung und Fußbodenheizung. Bei der Fußbodenheizung müssen wir immer Wasser nachfüllen. An manchen Stellen im Bodenbelag sind die Fugen dunkel. Kann in den Heizrohren ein Leck sein und kann man sowas orten?
Antwort von Wärmepumpen Kältetechnik VEA Schäfer

einfach lecklight in das wasser geben, ca 100 ml und nachts bei dunkelheit mit einer kerze alles ableuchten, leckligth leuchtet dann lila

Estrich für Fußbodenheizung: Typ & Stärke

1. Verstehe ich es richtig, dass es sich bei dem in Kombination mit einer Fußbodenheizung verwendeten ZEMENTestrich offenbar um ganz gewöhnlichen Estrichbeton handelt (Sackware Baumarkt, entsprechend nass angerührt, damit er gut fließt)? 2. Wenn hierfür von 4,5 cm Stärke die Rede ist, gilt das ab Dämmschicht, also einschließlich der Heizrohrebene oder als Decke ÜBER dem Heizrohr, also ab Oberkante Rohr (in meinem Fall ein 16er Aluverbundrohr)? Ich danke Ihnen und bin gespannt auf Ihre Antwort!
Antwort von ESTRICHLIGA GermanScreed

1 Nein, damit können Sie kein Fliessestrich herstellen. Unabhängig davon das kein Fachbetrieb Baumarkt Ware einbaut. 

2. Heizrohrüberdeckung muss gem. 18560 mindestens 45 mm haben. 

3. Estrichnennstärke darf höchstens 10 mm variieren, d.h. die Unebenheiten des Rohbodens muss bevor die Dämmung und Estrich eingebaut wird, ausgeglichen werden. Es darf nicht mit den eigentlichen Estrich ausgeglichen werden. 

4. Dehnfugen mit Höhenversatzdübeln müssen angeordnet und eingebaut werden. Ebenfalls Estrichmeßstellen.

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