Montage Tipps: Heizkörper richtig montieren

Heizkörper verschleißen mit der Zeit. Auch wenn sie viele Jahre unbeachtet ihren Dienst tun, sind es Gebrauchsgegenstände, die durch innere Kalk- und Schmutzablagerungen unwirtschaftlich werden. Bringen die alten nicht mehr die gewünschte Leistung, sollte darüber nachgedacht werden, neue Heizkörper zu montieren. Dabei kann ein handwerklich versierter Hausbesitzer Montage und Einbau sogar selber ausführen und damit Kosten sparen.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Tipps zur Heizkörper Montage

Bevor man ein neuen Heizkörper montieren kann, muss der alte vom Rohrsystem abmontiert werden. Wichtig hierbei ist vor, immer erst den Heizkessel abzuschalten, den Wasserzulauf vor der Montage zu schließen und den Wasserstand abzusenken. Mit einigen wenigen Schritten kann man den alten Heizkörper dann abmontieren und den neuen einbauen:

  1. Thermostatventil schließen
  2. Rücklauf wenn möglich abdrehen
  3. Lüftungsventil öffnen
  4. Alten Heizkörper abbauen
  5. Neuen Heizkörper einbauen
  6. Thermostatventil und Rücklauf nach dem Einbau öffnen
  7. Heizungsanlage auffüllen und Heizkörper entlüften

Erster Montage Schritt: den alten Heizkörper richtig abbauen und abmontieren

Wurde der Heizkessel abgeschaltet und der Wasserstand der Heizungsanlage gesenkt, dreht man vor dem Demontieren zuerst den Vorlauf des Heizkreises ab und schließt das Thermostatventil. Wenn möglich wird dann mittels Inbusschlüssel der Rücklauf abgedreht und das Lüftungsventil geöffnet. Eventuell vorhandener Druck kann auf diese Weise vor dem Abbauen entweichen.

Zur Sicherheit sollte bei der Montage eine kleine Schale unter das Ventil gehalten werden, um austretendes Wasser aufzufangen. Ein weiteres flaches Gefäß unter der Verschraubung des Rücklaufs hilft, schmutziges Restwasser aufzufangen. Nachdem die Verschraubungen gelöst wurden, wird der Heizkörper beim Demontieren nur noch aus der Halterung genommen.

Zweiter Montage Schritt: einen neuen Heizkörper einbauen

Baugleiche Fabrikate kann man beim Aufbau direkt in die alten Heizkörper Halterungen einbauen. Vorteil ist, dass die Anschlüsse nicht geändert werden müssen. Denn die Verschraubungen passen genau und werden einfach wieder festgezogen. Danach wird die Heizungsanlage wieder aufgefüllt und das Thermostatventil sowie der Rücklauf werden geöffnet.

Wichtig ist, nach dem Aufbau die Verschraubungen im Auge zu behalten. Sind diese undicht, müssen sie nachgezogen werden. Ist der gewünschte Wasserstand schließlich erreicht, schaltet man die Heizung nach dem Aufbau wieder ein und entlüftet die angeschlossenen Heizkörper.

Letzter Montage Schritt: den Einbau Heizkörper überprüfen

Innerhalb der ersten Stunden nach der Montage sollte der Heizkörper ab und an überprüft werden. Denn oftmals reicht ein einmaliges Entlüften nicht aus. Wenn nötig, wird die Anlage erneut entlüftet und der Heizung weiteres Wasser zugeführt.

Eventuell kann auf das Abbauen und Einbauen auch verzichtet werden, wenn die Heizung nur äußerlich einen neuen Anstrich braucht. Mit unseren Tipps zum Heizkörper lackieren sehen alte Gewerke schnell wieder wie neu aus. Im Zweifelsfall können Fachbetriebe am besten beurteilen, ob ein Einbau & Aufbau neuer Heizkörper sinnvoll ist.

Weiterlesen zum Thema "Halterung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Heizkörper

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Umrüstung von Nachtspeicher auf Gasheizung: Kosten?

Ich habe aktuell eine Nachtspeicherheizung, die ich nun gegen eine Gasheizung austauschen möchte. Dabei müsste auch alles neu verrohrt werden und insgesamt 12 neue Heizkörper installiert werden. Wer kann mir bei der Umsetzung des Projektes helfen? Mit welchen Kosten habe ich zu rechnen?
Antwort eines Haus&Co Experten

Eine Übersicht der zu erwartenden Kosten:

1) Gasanschluss: falls noch keine Gasleitung liegt, muss eine zu Ihnen geführt werden (sofern Gas an der Straße vorhanden ist). Die Kosten dafür sind regional sehr unterschiedlich. Es werden in der Regel verschiedene Staffeln angesetzt - je nach Länge der Leitung. Die Kosten reichen da von 1.150 Euro bis über 3.000 Euro.

Eine Alternative ist ein Flüssiggastank, der jedoch draußen aufgestellt werden muss (oder mindestens ebenerdig).

2) Kosten für Heizkörper und Verrohrung

Die Kosten für Heizkörper sind natürlich sehr unterschiedlich - je nachdem welche Art von Heizkörpern gewünscht ist, können die Kosten samt Montage, Material und Anschluss 250 bis 500 Euro pro Heizkörper.

3) Schornstein außen: ca. 700 Euro im Schnitt

4) Gasbrennwertheizung samt Speicher: je nach Hersteller und Gerät zwischen 6.000 bis 9.000 Euro

Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten finden Sie hier: https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/kosten-preise

Heizkörper-Maße richtig ausmessen

Wie misst man die genaue Höhe des Heizkörpers? Unser Abstand von Mitte Rohr bis Mitte Rohr ist 51 cm. / Typ 22. Oder muß man die Gesamthöhe messen ( vermutlich 600 mm)?
Antwort von Röder & Berteit

Hallo!
Wenn die Heizkörper erneuert werden sollen und die Verrohrung nicht angepasst werden soll ist das Maß von Mitte bis Mitte Rohr entscheident. Deutlich schöner sind natürlich die sogenannten Ventilheizkörper. Dabei sitzt der Anschluß unterhalb des Heizkörpers meistens rechts oder links aussen. Im Optimalfall kommen die Anschlüsse dann aus der Wand. Oftmals kommen diese aus dem Fußboden und erschweren einem die Raumpflege erheblich. Beim fegen, saugen oder wischen bleibt immer eine Dreckecke, für die man in die Knie gehen muss. Es gibt viele Handwerker, die dies noch heute so installieren, weil es einfacher, schneller und damit kostengünstiger ist. Ich lege aber immer auch Wert auf den Komfort. Der ist bei Wandanschlüssen deutlich höher. Und schicker ist es auch.
Die Bauhöhe der Heizkörper ist standardisiert. Meistens sind es 600er oder 900er Bauhöhe. Man findet aber auch 300er, 400er und 500er. Der sogenannten Nabenabstand kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Darum ist dies das Maß der Dinge!
Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit beantworten.

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