Kaminofen Vorschriften gewährleisten Sicherheit im Betrieb

7. Oktober 2020
Feuerstätten sind in Deutschland genehmigungspflichtig. Die wichtigsten Kaminofen Vorschriften sind im Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG) und der BimSchV geregelt. Die Vorschriften beinhalten Vorgaben an die Feinstaub-Höchstwerte und auch der Wandabstand und Brandschutz spielen eine wichtige Rolle. Der örtliche Schornsteinfeger hilft bei den Kaminofen Vorschriften weiter und ist auch für die Abnahme zuständig.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenKaminofenEinbauVorschriften

Kaminofen Vorschriften für den Brand- und Umweltschutz

Kaminofen VorschriftenAuf brennbarem Untergrund ist eine zusätzliche
Bodenplatte unbedingt erforderlich,
Bild: Austroflamm GmbH
Die Gründe für die staatlichen Kaminofen Vorschriften liegen im vorbeugenden Brandschutz: privat betriebene Feuerstätten stellen grundsätzlich eine potentielle Gefahrenquelle für die Allgemeinheit dar. Weitere Kaminofen Vorschriften regeln beispielsweise den maximalen Feinstaubausstoß von Kaminöfen, um ausreichend Schutz von Gesundheit und Umwelt sicherzustellen.

Deshalb wurden Regelungen aufgestellt, die ein Mindestmaß an Sicherheit für den einzelnen Kaminofen Besitzer, aber auch andere Personen und Gebäude gewährleisten.

Ein Kernpunkt der Kaminofen Vorschriften ist der Wandabstand: mindestens 20 Zentimeter Wandabstand sind vorgesehen. Neben dem Wandabstand sind vor der Öffnung der Kaminofen Tür mindestens 50 Zentimeter Abstand einzuhalten.

Brennbare Gegenstände sind bei kleineren Abständen durch nichtbrennbare Isolierung vor Überhitzung zu schützen. Außerdem ist brennbarer Boden durch eine entsprechende Kaminofen Bodenplatte vor Funkenflug und Brandgefahr zu schützen, bevor der Kaminofen Anschluss erfolgt.

Das Bundesimmissionsschutzgesetz regelt die Anforderungen an einen Kaminofen

Das Bundesimmisionsschutzgesetz, gelegentlich als Feinstaubverordnung bezeichnet, schreibt seit Anfang 2010 neue verbindliche Emissionsobergrenzen vor. Auch Kaminofen Feinstaubfilter unterliegen bestimmten Einschränkungen. Die meisten modernen Kaminöfen benötigen keinen zusätzlichen Feinstaubfilter. Nachzulesen sind diese Informationen auf dem Prüfsiegel direkt am Kaminofen und in den Herstellerangaben.

Auch der wasserführende Kaminofen als Erweiterung einer Heizung unterliegt Einschränkungen in der Verwendung: ein Kaminofen mit offener Feuerstätte darf nicht durchgehend betrieben werden, für den ständigen Betrieb ist eine geschlossene Feuerraumtür notwendig. Die Verbrennungsluftzufuhr muss ausreichend geregelt sein, bei Niedrigenergiehäusern kann eine zusätzliche externe Kaminofen Luftzufuhr notwendig werden.

Regionale Kaminofen Vorschriften können zusätzliche Regeln aufstellen

Einige Kommunen haben besonders strenge Auflagen, was die Abgaswerte von einem Kaminofen angeht. Bei einer Entscheidung für ein bestimmtes Kaminofen Design sollte die entsprechende Norm gleich mit einbezogen werden, um spätere Schwierigkeiten mit dem Schornsteinfeger und der Feuerstättengenehmigung zu vermeiden. Beim Kaminofen Einbau verlangen einige Kommunen den Nachweis einer Fachfirma - selbst bereits eingebaute Kaminöfen werden dann im schlimmsten Fall nicht akzeptiert.

Die Kaminofen Vorschriften sollten also individuell vor Ort besprochen werden. Der zuständige Bezirksschornsteinfeger ist der richtige Ansprechpartner. Auch
Kaminofen Fachbetriebe sollten in die Planung einbezogen werden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Kaminofen Vorschriften

Gebrauchten Kaminofen kaufen - wie finde ich heraus, ob ich ihn betreiben darf?

Ich möchte mir einen gebrauchten Kaminofen kaufen, wie finde ich anhand des Typenschilds heraus , ob ich diesen betreiben darf ? Der Hersteller steht in der Liste nicht drin und ich habe nur eine Fertigungsnummer.
Antwort von ROHEM-Feuerungstechnik

Schön, dass Sie sich für das Kaminfeuer interessieren.

Vorabinfo / Wissenswertes:
Für eine genehmigungsfähigen Betrieb eines geschlossenen oder offenen Kamin/-einsatz(mit Einschränkungen!) gilt generell die Vorlage der sog.
BIMSCH II Unterlage (seit dem 01.Januar 2018). In der 2. Stufe sind Kaminöfen und andere Holzöfen betroffen, die aus den Jahren vor 1985 stammen.
Sollte Ihre Feuerstelle älter als 33 Jahre sein gilt:
Der Stichtag 31. Dezember 2017, zur Nachrüstung/Außerbetriebnahme von Kamin- und Kachelöfen, betreffen Öfen, die zwischen dem 1. Januar 1975 und dem 31. Dezember 1984 eingebaut und/oder in Betrieb genommen wurden. Zwar gibt es viele Maßnahmen, die Feuerstätte im Laufe der Jahre zu verbessern, doch die Verordnung bezieht sich zunächst auf das Alter.

Nach über 33 Jahren ist es schwierig, das korrekte Alter festzustellen oder gar ein Typenschild vorzufinden, das die entsprechenden Daten vorweist, dann ist es sicher nicht mehr lesbar. Hier bietet sich ein Ausweg an, die auch für alte Öfen, die durch eine Nachrüstung verbessert wurden, eine Möglichkeit sein könnte.

Kann der Betreiber durch das Messergebnis des Schornsteinfegers nachweisen, dass die Feuerstätte die Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Staub nicht übersteigt, darf der Ofen weiterhin auf unbestimmte Zeit betrieben werden. Eine Nachrüstung oder Austausch ist dann nicht erforderlich.

Die Mess- und Grenzwerte Ihrer Feuerstätte hat jedoch nichts mit der Effizienz zu tun, wie der Ofen die Energie des Holzes umsetzt. Wie hoch der Wirkungsgrad ist, lässt sich aus dem Messergebnis des Kaminfegers nicht erkennen. Aus diesem Grund müssen alle Kaminöfen und Holzfeuerstätten seit dem 01.01.2018 ein Energielabel kennzeichnet, das die Energieklasse ausweist und die Leistung auswirft.
Der Stichtag 31. Dezember 2017, zur Nachrüstung/Außerbetriebnahme von Kamin- und Kachelöfen, betreffen Öfen, die zwischen dem 1. Januar 1975 und dem 31. Dezember 1984 eingebaut und/oder in Betrieb genommen wurden. Zwar gibt es viele Maßnahmen, die Feuerstätte im Laufe der Jahre zu verbessern, doch die Verordnung bezieht sich zunächst auf das Alter.

Nach über 33 Jahren ist es schwierig, das korrekte Alter festzustellen oder gar ein Typenschild vorzufinden. Wenn doch, dann ist es sicher nicht mehr lesbar. Hier bietet der Gesetzgeber einen Ausweg an, die auch für alte Öfen, die durch eine Nachrüstung verbessert wurden, eine Lösung sein könnte.

Kann der Betreiber durch das Messergebnis des Schornsteinfegers nachweisen, dass die Feuerstätte die Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Staub nicht übersteigt, darf der Ofen weiterhin auf unbestimmte Zeit betrieben werden. Eine Nachrüstung oder Austausch ist dann nicht erforderlich.

Die Mess- und Grenzwerte Ihrer Feuerstätte hat jedoch nichts mit der Effizienz zu tun, wie der Ofen die Energie des Holzes umsetzt. Wie hoch der Wirkungsgrad ist, lässt sich aus dem Messergebnis des Kaminfegers nicht erkennen. Aus diesem Grund müssen alle Kaminöfen und Holzfeuerstätten seit dem 01.01.2018 ein Energielabel besitzen, das die Energieklassifizierung ausweist und die zu erwartende Wärmeleistung benennt.

Hinweis:
Da die Typenschilder in den Jahren ergänzt worden sind und Sie leider leider nicht das Alter/Details mitgeteilt haben,
sollten Sie vor dem Kauf unbedingt Ihren Bezirksschornsteinfeger kontaktieren, da einige Vorschriften zu beachten sind.

Haben Sie detaillierte Fragen zu dem Typenschild fragen Sie gerne bei uns erneut an.
Wir benötigen die Nummer des Typenschildes / Baujahr des Ofens/Kamineinsatzes etc.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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