Kaminofen im Dauerbrand: Grundlagen & Spezifikationen

Im Allgemeinen versteht man unter einem Dauerbrand Kaminofen oft einen Ofen, der im Gegensatz zu einem Zeitbrandofen einfach nur über längere Zeit am Stück im Betrieb ist. Dies ist allerdings nicht ganz korrekt. Ein Dauerbrandofen ist neben seiner Eignung als alleiniger Heizung im Dauerbetrieb speziell auf Befeuerung mit Kohle ausgelegt und muss beispielsweise höheren Verbrennungstemperaturen widerstehen und die Glut länger halten können.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
HeizungenKaminofenHeizenDauerbrand

Dauerbrand Kaminofen: Dauerbrand meint nicht nur Dauerbetrieb

Die Bezeichnung Dauerbrandofen stammt aus der Zeit, als speziell Kohleöfen für den Dauerbetrieb im Einsatz waren. Im heutigen Sprachgebrauch wird mit Dauerbrand zwar häufig Dauerbetrieb gemeint, tatsächlich sind aber die Kaminöfen Dauerbrandöfen, die neben dem Kaminofen Holz oder Pellets auch Stein- oder Braunkohle verbrennen. "Dauerbrand" bezieht sich also nicht rein auf die Betriebsdauer. Der HKI Industrieverband hat dazu eine kurze Übersicht erarbeitet.

Die Bauart 1 mit selbstständig schließender Tür ist grundsätzlich vorgeschrieben. Abhängig vom Hersteller erfüllen das nicht alle Kaminöfen, die mit "Dauerbrandofen" beworben werden. Der Dauerbrandofen wird außerdem, ähnlich dem Grundofen, häufig als alleinige Heizung genutzt. Viele Hersteller schreiben die Benutzung einer automatischen Luftsteuerung vor, die bei der Nutzung von Kohle den Abbrand optimal steuert.

Kaminofen Dauerbrand, Brennstoffe und die DIN EN 13240 & 13229

Ein Dauerbrand Kaminofen kann je nach Kaminofen System mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden. Dazu zählen in der Regel Scheitholz, Pellets, Briketts und Kohle, aber auch Gas oder Öl wenn entsprechende Heizeinsätze vorhanden sind. Um den Dauerbrand Effekt zu erhalten, muss oft auf Steinkohle zurück gegriffen werden, nur so können die Vorgaben aus der DIN EN 13240 erreicht werden, wonach der Dauerbrandofen bei Feststoffen 12 Stunden Mindest-Brenndauer bei Schwachlast erreichen muss. Der Kaminofen im Dauerbrand kann auch wasserführend angelegt sein: durch die kontinuierliche Wärmeabgabe lässt sich so ein guter Wirkungsgrad erzielen.

Was spricht für und gegen den Dauerbrand Kaminofen?

Die Idee, den Kaminofen lediglich ein- oder zweimal innerhalb eines Tages einheizen oder nachlegen zu müssen, ist mit Sicherheit ein Argument für den Dauerbrandofen. Es gibt allerdings neben dem Pellet Kaminofen mit automatischer Beschickung oder dem Kaminofen wasserführend auch die vielen Kachelofen Systeme, die ähnlich selten angeheizt über einen langen Zeitraum Wärme abgeben. Auch für den Kaminofen ist das möglich: durch Specksteinummantelung kann der Kaminofen Wärme längerfristig speichern. Der Speckstein Kaminofen ist eine interessante Alternative zum Dauerbrand Kaminofen.

Dazu kommt, dass der Dauerbrand überwiegend durch Kohleverbrennung erreicht werden muss. Kohle zählt zu den fossilen Brennstoffen, weist also im Vergleich zum Scheitholz eine schlechtere CO2-Bilanz auf und sorgt außerdem für deutlich größere Aschemengen und Feinstaub. Der Dauerbrandofen erfordert auch eine gewisse Übung in der Handhabung, bis man den Kaminofen richtig heizen kann.

Ob für die individuellen Anforderungen ein Dauerbrand Kaminofen geeignet ist, klärt sich am besten in einem Gespräch mit dem zuständigen Schornsteinfeger und örtlichen
Kaminofen Fachbetrieben.

Weiterlesen zum Thema "Luftzufuhr"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Kamin / Ofen

Zwei Pelletöfen am gleichen Kamin anschließen?

Kann ich in einem Einfamilienhaus im EG und im OG jeweils einen Pelletofen betreiben und diese im gleichen Kamin anschließen? Oder gibt es sinnvolle Alternativen?
Antwort von ViP Haustechnik GmbH

Das kommt darauf an, ob der Pelletsofen für Doppelbelegung zugelassen ist. Sinnvoll ist es immer, so etwas im Vorfeld mit dem Schornsteinfegermeister abzuklären.

Wenden Sie sich gerne für weitere Rückfragen an mich!

Anschluss Pelletofen an Schornstein

Ich habe mir einen Pelletofen gekauft, den ich am Schornstein anschließen möchte. Jetzt ist da noch ein extra Loch wo ein Rohr für Luftzufuhr rein muss. Wie funktioniert das? Muss das oder reicht der Anschluss am Schornstein. Weil dort wo er hinkommen soll kann ich keine Luftzufuhr extra Von draussen bekommen da er nicht an Einer Außenwand sondern an Innenwände steht?
Antwort von Dachdeckermeister Marcel Genster

Fragen Sie bitte Ihren zuständigen Schornsteinfeger . Dieser muß die neue Brennstelle auch abnehmen und 1 mal im Jahr
auch reinigen.
Der kann Ihnen genau sagen was muss bzw. darf .
Denn ohne Abnahme dürfen Sie die Feuerstätte nicht in Betrieb nehmen.

MfG. DDM Matthias Genster

Stückholzofen und Pelletofen an selben Kamin anschließen?

Kann man einen Stückholzofen und einen Pelletofen an den selben Kamin anschließen? Mein Schornsteinfeger behauptet, das geht nicht wegen dem Rauchgasgebläse des Pelletofens. Wer kann mir helfen?
Antwort von ViP Haustechnik GmbH

Was der Schornsteinfeger hier behauptet, ist "Gesetz" und muss beachtet werden, da dieser die Anlage letzlich abnehmen und im Schadenfall (bei einem Brand) den Kopf dafür herhalten muss. Zu jedem Holz- und Pelletofen gibt es zudem eine Beschreibung, der Sie entnehmen können, ob das Gerät für Mehrfachbelegung zugelassen ist. Wenn Sie dem Schornsteinfeger eine solche Freigabe von beiden Ofenherstellern vorlegen können, wird er sich sicher auch nicht querstellen.

Liebe Grüße
Susanne Krug

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Heizungen
Jetzt Frage stellen