Umweltbilanz einer Holzheizung

9. November 2020
Die Holzheizung ist dank niedriger Brennstoffpreise ein guter Beitrag, Heizkosten zu senken. Aber wie sieht es mit der Umweltbilanz der Holzheizung aus? Tragen Holzvergaser und Hackschnitzelheizung wirklich dazu bei, den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern? Die Antwort lautet „ja“, wenn Sie guten Brennstoff beziehen, sicher lagern und effizient verbrennen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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Die Umweltbilanz der Holzheizung – Zahlen und Fakten

Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Deutschland steigt kontinuierlich: Im Jahr 2000 betrug er 2,9 Prozent, während er schon 2009 bei 8,9 Prozent lag. Hauptsächlich wird Erneuerbare Energie in Deutschland für die Wärmebereitstellung genutzt. 2009 wurde knapp die Hälfte aller Erneuerbaren Energien für die Wärmeproduktion verwendet.

Auch durch die ausgezeichnete Umweltbilanz gewinnt die Holzheizung immer mehr an Boden

Dabei dominierten wiederum biogene Festbrennstoffe wie Holz. Sie stellten etwas über die Hälfte der Erneuerbaren Energien für das Beheizen von Haushalten. Die Umweltbilanz der Holzheizung und anderer Heizsysteme für biogene Festbrennstoffe ist dabei in Bezug auf Kohlendioxid-Emissionen positiv. 2009 wurden durchs Heizen mit Heizsystemen wie Holzvergaser und Hackschnitzelheizung knapp dreißig Millionen Tonnen weniger CO2 an die Umwelt abgegeben.

Für größere Darstellung bitte klicken, Grafik: unendlich-viel-energie.de

CO2 Neutralität als Plus für Holzvergaser und Hackschnitzelheizung

Bedeutend für die positive Umweltbilanz der Holzheizung ist die nahezu CO2-neutrale Verbrennung von Holz. Das bedeutet: Es wird nur soviel CO2 an die Umwelt abgegeben wie der Baum zuvor der Umwelt entzogen hat. Dieses im Holz gespeicherte Kohlendioxid wäre auch freigesetzt worden, wenn das Holz verrottet wäre. Die Umweltbilanz von Holzheizungen wie Holzvergaserkessel und Hackschnitzelheizung würde allerdings weniger positiv ausfallen, wenn die Nutzung von Energieholz zum Raubbau am Wald führte.

Kein Heizsystem weist so niedrige CO2-Emissionen auf wie die Holzheizung

Der Gesetzgeber verlangt daher etwa im Bundeswaldgesetz (BWaldG) die „ordentliche und nachhaltige“ Bewirtschaftung des Waldes. Bisher scheint die steigende Holz-Nutzung für Holzvergaser und Hackschnitzelheizungen nicht zu einem sinkenden Waldanteil in Deutschland zu führen.

  • Von 2001 bis 2009 ist der Verbrauch von Brennholz von 6,6 auf 12,0 Millionen Tonnen gestiegen.
  • Dennoch wuchs die Waldfläche in Deutschland seit 1992 im Durchschnitt um 176 Quadratkilometer und Deutschland besitzt mit 3,5 Milliarden Kubikmetern die größten Holzvorräte in Europa.

Optimale Verbrennung sichert positive Umweltbilanz der Holzheizung

Die Umweltbilanz der Holzheizung ist also positiv? Nicht zwangsläufig. Schließlich gibt es bei Heizanlagen weitere Emissionen, etwa von Ruß oder Kohlenmonoxid. Sie werden bei nicht optimaler Holzverbrennung verstärkt. Die Umweltbilanz einer Holzheizung, ob Hackschnitzelheizung odeer Holzvergaser, verbessert sich also bei gutem Brennstoff und sachgemäßer Lagerung. Eine moderne Holzheizung sorgt jedoch zumeist für eine gute Verbrennung.

Der Markt für Holzheizungen in Deutschland kann angesichts der Vielzahl der Systeme unübersichtlich sein. Wichtig ist, einen guten Fachbetrieb zu finden, der sich mit der Holzheizung und den Einflüssen auf ihre Umweltbilanz auskennt.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Umweltbilanz

Gibt es Kombiheizungen mit Flüssiggas und Holz?

Meine Frage wäre, ob es eine Kombination Heizung Flüssiggas und Holz gibt?
Antwort von Hans Thiede GmbH

Ja, man kann Gasheizungen mit Holzvergaserkessel kombinieren.

Umstellung von Holz auf Öl oder Wärmepumpe

Wir haben bis jetzt mit Holz geheizt und benötigen jetz Hilfe bei der Umstellung auf Öl oder Wärmepumpe. Wir kennen uns damit überhaupt nicht aus.
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Das ist ein sehr weitführendes und umfangreiches Thema.
Holzheizung mit Heizwasserführung (Wärmetransport, -verteilung und -übergabe) ist meist wenig energieeffizient. Daher lohnt ein Umstieg sicherlich.
Öl halte ich jedoch für kein Zukunftsmodell. Alternativen wären GBW oder Pelletsheizung.

Wärmepumpen, unabhängig von der verwendeten Quelle, benötigen um effizient zu sein, wärmepumpenfreundliche Randbedingungen. Z.B. geringe Vorlauftemperaturen zu den Heizflächen, wodurch diese entsprechend groß dimensioniert sein müssen. Daher sind hier Heizkörper selten möglich bzw. sinnvoll, sondern FB und/oder Wandheizflächen notwendig.
Die in Bestandsgebäuden meist hohen Raumheizlasten verschärfen diese Problematik.

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