Holzheizung und ihre Einsatzbereiche im Privathaushalt

22. April 2021
Die Einsatzbereiche einer Holzheizung wie dem kleineren Holzvergaser oder der Hackschnitzelheizung liegen im Gegensatz zu großen Hackschnitzel-Heizkraftwerken auch im privaten Bereich. Ob sich der Einsatz einer Holzheizung lohnt, ist unter anderem eine Frage vom Wärmebedarf des Hauses und des vorhandenen Platzes.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Holzheizung und ihre Einsatzbereiche: Haupt- oder Zusatzheizung

Eine Holzheizung arbeitet sehr gut mit anderen Wärmequellen zusammen, Bildquelle: Bosch Thermotechnik GmbHEine Holzheizung weist auch im privaten Umfeld vielfältige Einsatzbereiche auf, ob als alleiniges Heizsystem oder als Zusatzheizung. Ein Vorteil der Holzheizung liegt in der Kombinierbarkeit, zum Beispiel mit einer solarthermischen Anlage.

Bei der Holzheizung sollte die Leistung in Kilowatt (kW) passend zum Haus gewählt werden. Während der Wärmebedarf eines Niedrigenergiehauses häufig unter 10 Kilowatt liegt, beträgt er bei vor 1978 gebauten Häusern ohne Sanierung oftmals über 20 Kilowatt.

Für private Einsatzbereiche von Holzvergaser und Hackschnitzelheizung ist oftmals ein Pufferspeicher empfehlenswert und teils gesetzlich in der „Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ (1. BImSchV) vorgeschrieben. Die Entscheidung, ob eine Holzheizung für private Einsatzbereiche genutzt werden soll, ist auch abhängig von der Wirtschaftlichkeit.

Bei manueller Befüllung der Holzheizung die Brenndauer beachten

Bei Scheitholz Holzvergaser - Heizungen wird der Füllraum manuell mit Scheitholz bestückt, während die Hackschnitzelheizung für private Einsatzbereiche in der Regel mit der automatischen Befeuerung arbeitet. Sie ist die bequemere Variante, steigert zumeist jedoch die Preise der Holzheizung und den Platzbedarf. Wer sich für die Holzheizung entscheidet, sollte den Kauf auch von der Brenndauer abhängig machen, ehe Holz nachgefüllt werden muss. Bei einer Scheitholz - Holzheizung mit

  • Kesselnennleistung von dreißig Kilowatt,
  • einem Kesselwirkungsgrad von 89 Prozent und
  • einem Füllschacht für Scheitholz mit 140 Litern Raum,

muss Laubholz nach etwa fünf Stunden (bei Volllastbetrieb der Heizung) beziehungsweise nach ca. 10,75 Stunden (bei Teillastbetrieb: 50-prozentige Leistung) nachgefüllt werden. Verschiedene Hersteller werben hier u.a. mit langen Nachlege-Intervallen bei ihren Kesseln, wie z.B. KWB.

Genug Raum für den Brennstoff der Holzheizung einplanen

Neben dem Platzbedarf für die Hackschnitzelheizung oder den Holzvergaser ist der Platzbedarf für den Brennstoff wichtig. Um 1.000 Liter Heizöl für private Einsatzbereiche der Holzheizung zu ersetzen, müssen Sie etwa Platz schaffen für:

  • Laubholz: fünf bis sechs Raummeter
  • Nadelholz: sieben bis acht Raummeter
  • Hackschnitzel: zehn bis 15 Schüttraummeter.

Achten Sie auf Vorgaben für Brennstoffe Ihrer Holzheizung. Am besten klären Sie im Vorfeld, woher Sie diese Brennstoffe beziehen werden.

Fazit: ideale Einsatzbereiche der Holzheizung

Zusammengefasst lässt sich also festhalten: Der mit Scheitholz zu beheizende Holzvergaser ist für private Einsatzbereiche der Holzheizung bisweilen eine gute Alternative. Dagegen gilt die Hackschnitzelheizung aufgrund des Raumbedarfs der Hackschnitzel und der relativ hohen Anfangsinvestitionen für Einfamilienhäuser als eher ungeeignet. Beim Scheitholzvergaser sollte man den Zeit- und Arbeitsaufwand für die manuelle Befüllung beachten, der im Vergleich zu anderen Heizsystemen ansteigt.

Aufgrund der vielfältigen Einsatzbereiche und Systeme der Holzheizung sollten Sie in ihrer Nähe einen Fachbetrieb finden, der sich mit Holzvergaser, Hackschnitzelheizung
und den baulichen Anforderungen einer Holzheizung gut auskennt.

Weiterlesen zum Thema "Vor- und Nachteile"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzheizung

Hybridheizung mit Holz und Öl mit Pufferspeicher - so korrekt ausgeführt?

Wir haben eine Holzheizung und zusätzlich eine Ölheizung. Zusammen mit der neuen Ölheizung haben wir auch einen Puffer für die Holzheizung bestellt. Nun ist es so, dass auch die Ölheizung Leitungen zum und vom Puffer hat und bei Holzfeuerung sämtliche Leitungen (und das sind viele) warm werden und am heißesten die vom Ölbrenner, obwohl der Brenner ausgeschaltet ist. Ist das wirklich so in Ordnung? Für mich gehören die Leitungen vom Ölbrenner zum Puffer gekappt, denn das Öl hat mit dem Puffer nichts zu tun. Oder liege ich da völlig falsch?
Antwort von FET Fleischer EnergieTechnik

Wir wissen nicht, wie Ihre Holzheizung mit der Ölheizung hydraulisch verbunden worden ist.

Wenn Sie einen Plan (Hydraulikplan) einstellen, dann kann man schon sehen,ob der Holzkessel nun richtig eingebunden worden ist oder nicht.
Generell würde ich mit der Ölheizung niemals über den Puffer fahren.

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Antwort von Heizerschwaben

Es gibt einen Naturzugkessel von Viadrus der die neuen BimschV 2 regelung einhält.
Sowie die Möglichkeit einer Zusatzheizung mit 3,9 kW die nicht unter die BimschV 2 fällt, da diese erst ab 4 kW greift. Des Weiteren haben wir sehr viele Kunden, die sich eine Pelletheizung mit integriertem Vorratsbehälter kaufen, bei dem Sie auch Holz heizen können, funktioniert wie ein ganz normaler Holzkessel, nur angemeldet und gemessen wird er mit Pellets, diese Variante wäre auch noch förderbar mit einem Zuschuss in Höhe von 3500€.


Ihr Heizerschwaben Team

KfW Förderung auf Material bei Umbau von Öl- auf Holzheizung?

Wir planen einen Umbau von einer Ölheizung Baujahr 1972 auf eine Holzheizung mit Atmos Holzvergaser - Heizkessel und 2 Pufferspeichern. Da wir die Anlage in Eigenleistung erstellen wollen, wäre meine Frage ob Material von der KfW Förderung bezuschusst wird.
Antwort von JG Bau GmbH

Nein, es muss von einem Fachbetrieb eingebaut werden

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