Brennholz für Holzvergaser - das richtige Scheitholz wählen

7. Oktober 2020
Beim Brennholz für Holzvergaser sollte man Scheitholz nicht nur Pellets und Hackschnitzeln gegenüberstellen. Wichtige Unterschiede zeigen sich auch beim Vergleich verschiedener Arten von Scheitholz. Kriterien wie Wassergehalt und Holzart beeinflussen die Effizienz der Wärmeproduktion beim Holzvergaser teils deutlich - und manches Scheitholz darf nicht für Holzkessel verwendet werden.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenHolzheizungHolzvergaser Brennholz

Brennholz für Holzvergaser - Heizwert & Brennwert unterscheiden

Für den Heizwert von Scheitholz beim Holzvergaser und bei anderen Holzheizungen spielen Kriterien wie der Wassergehalt des Holzes, der Aschegehalt nach Verbrennung und die Holzart eine wichtige Rolle. Als Heizwert wird die in einem Brennstoff wie Brennholz enthaltene maximal nutzbare Wärmemenge definiert. Sie unterscheidet sich vom Brennwert. Als Brennwert bezeichnet man die maximal nutzbare Wärmeenergie des Brennstoffs UND die Wärmeenergie, die sich zusätzlich dem beim Verbrennen entstehenden Abgas entziehen lässt.

Brennwert und Aschegehalt von Brennholz

Im besten Fall wird Scheitholz aus Eichen, Buchen, Eschen und Robinien im Holzvergaser verfeuert. Das Brennholz von Nadelbäumen wie der Tanne oder der Kiefer hat im Allgemeinen einen höheren Heizwert, weist aber geringere Dichte auf und nimmt mehr Lagerfläche ein. Die unterschiedlich gute Eignung verschiedener Arten von Brennholz zeigt sich beim Vergleich mit Heizöl.

Holzvergaser BrennholzDer Wassergehalt vom Brennholz hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Holzvergaser Effektivität |
Grafik: Heizwert von Brennholz (Laubholz / Nadelholz) je Gewichtseinheit | Urheber: Gerhard Elsner | Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

Während etwa ein Raummeter Eichenholz ungefähr 210 Liter Heizöl ersetzt, ersetzt ein Raummeter Tannenholz nur etwa 150 Liter. Die unterschiedlich hohe Güte der Holzarten als Brennholz für den Holzvergaser oder für Holzvergaser Kombikessel lässt sich zusätzlich durch den Aschegehalt ersehen, dem nicht verbrannten Anteil des Holzes. Dieser Anteil liegt beim Buchenholz bei etwa 0,6 Prozent, während beim Weidenholz immerhin zwei Prozent der Holzmasse als Asche zurückbleiben.

Feuchtegehalt und Wassergehalt beim Brennholz bestimmen

Der Anteil von Wasser im Brennholz hat natürlich ebenfalls Einfluss auf den Heizwert und damit auf den Holzvergaser Wirkungsgrad. Während beispielsweise der Heizwert von waldfrischem Brennholz mit einem Wassergehalt von fünfzig bis sechzig Prozent bei ungefähr zwei Kilowattstunden pro Kilogramm liegt, steigt der Heizwert auf das Doppelte, wenn das Brennholz für den Holzkessel nur einen Wassergehalt zwischen fünfzehn und 25 Prozent besitzt. Unterscheiden muss man beim Brennholz zwischen Feuchtegehalt und Wassergehalt. Beide Werte werden in Prozent gemessen.

  • Für den Feuchtegehalt gilt die Formel: (Wassermasse im Holz / Holz-Trockenmasse) x 100
  • Formel für den Wassergehalt: (Wassermasse im Holz / Gewicht des frischen Holzes) x 100

Der Wassergehalt von Brennholz ist generell niedriger als der Feuchtegehalt. Einer Holzfeuchte von zwanzig Prozent entspricht beispielsweise ein Wassergehalt von 16,7 Prozent. Eine Umrechnungstabelle von Feuchtegehalt und Wassergehalt beim Brennholz für den Holzkessel gibt es beispielsweise vom Bayerischen Bauernverband.

Das passende Scheitholz für den Holzkessel - Längenvorgaben beachten

Nutzer sollten beim Holzvergaser unbedingt auf die passende Länge vom Scheitholz achten. Diese Länge kann knapp beispielsweise dreißig Zentimeter betragen. Es gibt aber auch Holzkessel für Scheitholz mit einer Überlänge ab 75 Zentimetern. Welches Brennholz gesetzlich für einen Holzvergaser oder andere Heizungen erlaubt sind, regelt Paragraf 3 der 1.BImSchV (Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). Nicht erlaubt ist beispielsweise Holz mit Holzschutzmitteln als Brennholz für den Holzkessel.

Neben dem Brennholz ist hauptsächlich ein effektiver Holzvergaser entscheidend. der Holzvergaser Test gibt erste Anhaltspunkte zur Hand. Danach sollten Holzvergaser Fachbetriebe bei der Planung behilflich sein.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzheizung

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Was der Schornsteinfeger hier behauptet, ist "Gesetz" und muss beachtet werden, da dieser die Anlage letzlich abnehmen und im Schadenfall (bei einem Brand) den Kopf dafür herhalten muss. Zu jedem Holz- und Pelletofen gibt es zudem eine Beschreibung, der Sie entnehmen können, ob das Gerät für Mehrfachbelegung zugelassen ist. Wenn Sie dem Schornsteinfeger eine solche Freigabe von beiden Ofenherstellern vorlegen können, wird er sich sicher auch nicht querstellen.

Liebe Grüße
Susanne Krug

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Wenden Sie sich gerne für weitere Rückfragen an mich!

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Antwort von Johannes Schork Vertrieb Regenerativer Heizsysteme

Hallo Herr Zückert,
ich kann ihnen einen Kombikessel der Firma Schmied anbieten dieser kann mit ÖL/GAS und Scheitholz betrieben werden.
ein umbau vom Kamin ist nicht zwingend notwendig weil die Zulassung vorhanden ist alles an einem Kamin betreiben zu können.

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Im Normallfall hat Warmwasser immer Vorrang, also erst Warmwasser dann Heizung.

Man kann aber über die Regelung auch Parallelbetrieb einstellen, dann läuft beides zusammen.

Mit sonnigen Grüßen,
Thorsten Rist

Wie sind die BAFA Fördervoraussetzungen bei Austausch Nachtspeicher gegen neue Heizung?

Wir haben in unserem Haus Nachtspeicheröfen, über deren Ersatz ich mir gerade Gedanken mache. Im BAFA Förderprogramm für Holzpelletöfen steht als Fördervoraussetzung dass "eine Heizungsanlage seit mindestens 2 Jahren in Betrieb sein muss". Zählt hierbei eine Nachtspeicherheizungs"anlage" dazu oder ist diese Heizungsform für die Förderung ausgeschlossen? Eigentlich würde ich eine gesamte Heizung incl. Heiztherme (ob nun Gas/Öl/Holzpellet/Hackschnitzel) Heizkörpern, Rohren installieren wollen.
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Bezüglich Ihrer Anfrage teilen wir mit, dass jegliche Art einer Modernisierung förderfähig ist; d.h. dass Sie grundsätzlich Anspruch haben auf Förderleistungen des KfW, gleich für welche Art von Modernisierungsmaßnahme Sie sich entscheiden.
Im Einzelfall betrachtet wird jede einzelne Maßnahme betrachtet wie in Ihrem Fall der Austausch einer Heizungsanlage.

Allerdings ist die Aussage, dass eine Anlage zwei Jahre in Betrieb sein muss, schlichtweg falsch. Sie MÜSSEN vor dem Einbau einen Sanierungsfahrplan haben, den wir als Energieberater erarbeiten, womit Sie einen Vor- Ort- Bericht erhalten.

Aus Diesem geht hervor, welches System Sie z.Zt. nutzen und welches System Sie künftig nutzen; dabei ist jede Art der Heiztechnik deutlich effizienter als ein "altes" System, somit förderfähig. Die Berichterstattung MUSS vor Einbau fertiggestellt sein.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich einer neuen Heizanlage, individuell für die von Ihnen erwünschte Nutzungsart und Ihre Immobile.

MfG
R. Bertsch

Neuer Heizungstyp für altes Bauernhaus: Was ist ratsam?

Es geht um die Sanierung eine alten Bauernhauses, Baujahr 1950. Die Außendämmung und neue Kunstoff-Fenster wurden bereits gemacht. Momentan stehen für den Wohnraum EG und OG jeweils 70qm Wohnfläche, 5 Öl-Einzelöfen und 3 Elektro Boiler für Warmfasser zur Verfügung. Welcher Heizungstyp ist ratsam für dieses Objekt? Das Dach kann mit 5 KwP Photovoltaik bestückt werden. Es ist keine Warmwasserverrohrung vorhanden... Über einen Tipp würde ich mich wirklich freuen!
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Der Herr Creifelds hat recht, es kommt drauf an.... Ein sachverständiger Energieberater (unabhängiger Ingenieur, kein Verkäufer von irgendwas) sollte sich das ansehen.

Zum Thema Fördermittel: Bei Einsatz von Brennwerttechnik gibt es eine 15%ige Förderung auf alle Maßnahmen.

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Hallo,

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Es gibt bessere Methoden als Fernwärme.

Welche Möglichkeiten, könnten wir im Gespräch erörtern.

Einen schönen Tag.
Michael ver Schaeren

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Ich hätte mal ganz unverbindlich eine Frage ! Was kostet uns die Umrüstung des Kachelofen mit Holz befeuert auf Pelletts? Jetzt haben wir Buderus!
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Bei Buderus so ca. 780,00 €

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Es gibt einen Naturzugkessel von Viadrus der die neuen BimschV 2 regelung einhält.
Sowie die Möglichkeit einer Zusatzheizung mit 3,9 kW die nicht unter die BimschV 2 fällt, da diese erst ab 4 kW greift. Des Weiteren haben wir sehr viele Kunden, die sich eine Pelletheizung mit integriertem Vorratsbehälter kaufen, bei dem Sie auch Holz heizen können, funktioniert wie ein ganz normaler Holzkessel, nur angemeldet und gemessen wird er mit Pellets, diese Variante wäre auch noch förderbar mit einem Zuschuss in Höhe von 3500€.


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