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Der Wirkungsgrad beim Holzvergaser

Der Wirkungsgrad gehört auch beim Holzvergaser zu den wichtigsten Kennzahlen. Vereinfacht ausgedrückt gibt er an, wie viel der Energie im Holz bei der Verbrennung nutzbar gemacht wird. Abhängig ist der Wirkungsgrad beim Holzvergaser von einer Reihe technischer und baulicher Faktoren wie dem verwendeten Gebläse und der Scheitholzlänge.
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Holzvergaser Wirkungsgrad: Kesselwirkungsgrad und Wärmeverluste

Je höher der Wirkungsgrad einer Heizung ist, desto besser wird die durch den Brennstoff bereitgestellte Energie genutzt. Allerdings muss man auch beim Holzvergaser selbst bei perfekter Holzvergaser Regelung mit Energieverlusten bei der Produktion nutzbarer Wärmeenergie rechnen. Beim Holzkessel wird oft zwischen dem feuerungstechnischen Wirkungsgrad und dem Kesselwirkungsgrad unterschieden.

  • Feuerungstechnischer Wirkungsgrad: der feuerungstechnische Wirkungsgrad bezeichnet den Nutzungsgrad der im Holzkessel freigesetzten Energiemenge.
  • Kesselwirkungsgrad: Beim Blick auf den Kesselwirkungsgrad wird zusätzlich die Wärme berücksichtigt, die der Holzkessel beim Verbrennen des Holzes abstrahlt. Der Kesselwirlungsgrad erfasst damit alle möglichen Energieverluste wie durch Abgas und Abstrahlung. Der Kesselwirkungsgrad ist somit weitaus aussagekräftiger, auch wenn er niedriger erscheint.

Die Marktübersicht Scheitholzvergaser und Kombikessel der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe empfiehlt zum Kauf Holzkessel mit einem Wirkungsgrad ab neunzig Prozent.

Einfluss von Druck- und Saugzuggebläsen auf den Wirkungsgrad

Holzvergaser arbeiten mit einem Gebläse. Die bei der Verbrennung in der oberen Brennkammer entstehenden Holzgase gelangen durch das Gebläse in die untere Brennkammer, wo auch das Gas verbrannt wird. Die Abgase werden durch den Kamin nach außen geleitet. Durch das Gebläse und das Verbrennungsprinzip haben Holzvergaser im Allgemeinen einen höheren Wirkungsgrad als eine Holzheizung mit Naturzug, bei der Abgase ohne Gebläse aus dem Schornstein entweichen. Bei einigen Modellen wird auch dem Abgas noch Wärme entzogen, was den Wirkungsgrad weiter steigert. Man unterscheidet beim Gebläse für Holzvergaser zwischen Druckgebläsen und Saugzuggebläsen:

  • Durch das Druckgebläse entsteht ein Überdruck in der oberen Brennkammer vom Holzvergaser, durch den die Holzgase in die untere Brennkammer geleitet werden.
  • Das Saugzuggebläse befindet sich dagegen oftmals am Abgasrohr und erzeugt einen Unterdruck in der Anlage. Dadurch werden Holzgase an- und Abgase „abgesaugt“. Vorteile durch das Sauzuggebläse ergeben sich beispielsweise beim Befüllen der Brennkammer. Im Gegensatz zum Druckgebläse wird auch ohne Zusatztechnik Rauchaustritt vermieden.

Im Volllastbetrieb erreicht ein Holzvergaser den höchsten Wirkungsgrad

Holzkessel arbeiten bei Volllastbetrieb mit optimalem Wirkungsgrad, wobei die volle Energieproduktion im Frühjahr und Herbst oftmals unnötig ist. Um auch die nicht direkt gebrauchte Wärmeenergie später zu nutzen, empfiehlt sich ein geeigneter Pufferspeicher. Nutzt man den Holzvergaser häufig im Volllastbetrieb, verbrennt das Brennholz schneller.

Auch scheinbare Nebensächlichkeiten beeinflussen den Wirkungsgrad vom Holzvergaser. Die meisten Holzkessel sind für eine Scheitlänge von circa 50 Zentimetern ausgelegt. Das erfordert einen ausreichend großen Füllraum und eine entsprechend dimensionierte Fülltur: Holzscheite müssen möglichst eng zueinander gestapelt werden, um gut zu verbrennen. Eine zu kleine Tür verhindert nicht nur optimales Befüllen, sondern erhöht auch die Gefahr einer Verbrennung, da diese das Befüllen unnötig erschwert.

Bei der Anschaffung von einem Holzvergaser sollte man also genau die Kennwerte der verschiedenen Holzvergaser Hersteller überprüfen. Im Holzvergaser Test finden Sie erste Orientierungspunkte zu Qualitätsnormen für Holzvergaser.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de