Holzlager selber bauen - worauf man achten sollte

7. Oktober 2020
Besteht die Gelegenheit, sein Brennholz auf dem eigenen Grundstück zu lagern, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, das Brennholzlager selbst zu konstruieren oder fertig gebaut zu kaufen, um das Scheitholz vor Nässe und Pilzbefall zu schützen. Ob es eine fertige Vorrichtung oder eine individuell errichtete Konstruktion sein soll, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenHolzheizungHolzvergaser Lager selbst bauen

Brennholzlager selber bauen & Scheitholz richtig schützen

Holzlager selber bauen - Unterstand Thorben Wengert / pixelio.deIst das Holz optimal getrocknet, erhöht sich dessen Heizwert. Ideale Brennholzlager sind trockene, witterungsgeschützte und rundherum gut belüftete Unterstände. Es ist zu vermeiden, dass das Holz direkten Bodenkontakt hat. Am besten wird es auf einer Unterlage gestapelt.

Auch zwischen Rückwand bzw Hauswand, (falls das Brennholzlager direkt ans Gebäude gebaut wird) und dem gestapelten Holz sollte immer Abstand bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Das beschleunigt die Trocknung und verhindert Pilzbefall und Fäulnis des Holzes.

Geschlossene Räume (ohne Belüftung), etwa im Keller, oder in Kunststofffolie eingehüllte Holzstapel, sind nicht zur Lagerung geeignet. Brennholz sollte zwei bis drei Jahre lagern. Liegt es wesentlich länger, sinkt der Heizwert wieder.

Ein Brennholzlager selber zu bauen ist im Prinzip nicht schwer. Es gilt, das Scheitholz vor Nässe, Verschmutzung und Pilzbefall zu schützen um den optimalen Trocknungsgrad für die anschließende Verbrennung zu gewähren. Ein Brennholzlager reicht von einfachen Konstruktionen wie Paletten und einer Abdeckplane bis hin zu großen Lagern mit Trocknungsböden und Schleppdach, die optisch an ein Carport erinnern.

Holzlager - Eigenkonstruktionen und Fertiglösungen

Baumärkte bieten verschiedene Lösungen von Stapelhalterungen an. Diese bestehen aus Metallfüßen und Kanthölzern, in die verschiedene Lagerböden oder ein Kammersystem verbaut sind. Diese sollten sorgfältig überprüft werden. Unverzinkte oder schlecht verzinkte Stapelhalter verrosten und müssen schlimmstenfalls ausgetauscht werden. Das kann vor allem bei fest verbauten Konstruktionen aufwendig und teuer werden.

Auch Regale, speziell für die Lagerung von Kaminholz lassen sich als Fertigentwurf in Fachmärkten finden. Hier gilt es, die Bodenverankerung zu inspizieren, damit das Lager bei starkem Wind nicht umfällt. Auch die Tiefe ist zu beachten um das Scheitholz optimal zu lagern.

Setzt man darauf, das Brennholzlager selber bauen zu wollen, kann man als Überdachung das Vordaches des Hauses oder den Dachüberstand nutzen. Bei freistehenden Unterständen eignet sich eine Schleppdach Montage. Eine feste Bodenverankerung durch Einschlaghülsen und robuste Kanthölzer sorgt für Stabilität.

Die individuelle Bemaßung der Lagerböden bzw. Kammern hängt von der von der Größe des Scheitholzes und der Holzart ab. Eine weitere einfache Möglichkeit, das Brennholzlager selber bauen zu, sind Estrichmatten, welche wie ein Korb senkrecht, rund aufgestellt werden. Kleine Mengen von Scheitholz für geringen Eigenverbrauch (z.B für den Kamin) kann hier hineingestapelt werden, so dass es nur noch einer Abdeckung zum Schutz vor Regen bedarf.

Im "Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen" der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. finden Sie viele weitere Informationen zu Holzheizung, Holzlager und der richtigen Scheitholzlagerung.

Fachbetriebe für Holzheizungen beraten Sie gern auch direkt vor Ort zu allen weiteren Fragen.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzheizung

Stückholzofen und Pelletofen an selben Kamin anschließen?

Kann man einen Stückholzofen und einen Pelletofen an den selben Kamin anschließen? Mein Schornsteinfeger behauptet, das geht nicht wegen dem Rauchgasgebläse des Pelletofens. Wer kann mir helfen?
Antwort von ViP Haustechnik GmbH

Was der Schornsteinfeger hier behauptet, ist "Gesetz" und muss beachtet werden, da dieser die Anlage letzlich abnehmen und im Schadenfall (bei einem Brand) den Kopf dafür herhalten muss. Zu jedem Holz- und Pelletofen gibt es zudem eine Beschreibung, der Sie entnehmen können, ob das Gerät für Mehrfachbelegung zugelassen ist. Wenn Sie dem Schornsteinfeger eine solche Freigabe von beiden Ofenherstellern vorlegen können, wird er sich sicher auch nicht querstellen.

Liebe Grüße
Susanne Krug

Zwei Pelletöfen am gleichen Kamin anschließen?

Kann ich in einem Einfamilienhaus im EG und im OG jeweils einen Pelletofen betreiben und diese im gleichen Kamin anschließen? Oder gibt es sinnvolle Alternativen?
Antwort von ViP Haustechnik GmbH

Das kommt darauf an, ob der Pelletsofen für Doppelbelegung zugelassen ist. Sinnvoll ist es immer, so etwas im Vorfeld mit dem Schornsteinfegermeister abzuklären.

Wenden Sie sich gerne für weitere Rückfragen an mich!

Kombikessel für Scheinholz und Erdgas gesucht

Wir möchten in ein altes Umgebindehaus eine neue Heizung installieren. Erdgas liegt an und wir besitzen viel Holz. Gibt es einen Kombikessel für Scheitholz und Erdgas? Ein doppelzügiger Schornstein existiert und könnte entsprechend umgebaut werden.
Antwort von Johannes Schork Vertrieb Regenerativer Heizsysteme

Hallo Herr Zückert,
ich kann ihnen einen Kombikessel der Firma Schmied anbieten dieser kann mit ÖL/GAS und Scheitholz betrieben werden.
ein umbau vom Kamin ist nicht zwingend notwendig weil die Zulassung vorhanden ist alles an einem Kamin betreiben zu können.

Warmwasser- oder Heizkreis - was soll als erstes anspringen?

Ist es egal, ob bei einer Brennwert Heizung der Warmwasserkreis oder der Heizkreis als erstes aktiviert wird oder soll der Warmwasserkreis immer vor dem Heizkreis über die Zeitsteuerung als erstes "anspringen"?
Antwort von Solarteam Ostsee GmbH

Im Normallfall hat Warmwasser immer Vorrang, also erst Warmwasser dann Heizung.

Man kann aber über die Regelung auch Parallelbetrieb einstellen, dann läuft beides zusammen.

Mit sonnigen Grüßen,
Thorsten Rist

Wie sind die BAFA Fördervoraussetzungen bei Austausch Nachtspeicher gegen neue Heizung?

Wir haben in unserem Haus Nachtspeicheröfen, über deren Ersatz ich mir gerade Gedanken mache. Im BAFA Förderprogramm für Holzpelletöfen steht als Fördervoraussetzung dass "eine Heizungsanlage seit mindestens 2 Jahren in Betrieb sein muss". Zählt hierbei eine Nachtspeicherheizungs"anlage" dazu oder ist diese Heizungsform für die Förderung ausgeschlossen? Eigentlich würde ich eine gesamte Heizung incl. Heiztherme (ob nun Gas/Öl/Holzpellet/Hackschnitzel) Heizkörpern, Rohren installieren wollen.
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Bezüglich Ihrer Anfrage teilen wir mit, dass jegliche Art einer Modernisierung förderfähig ist; d.h. dass Sie grundsätzlich Anspruch haben auf Förderleistungen des KfW, gleich für welche Art von Modernisierungsmaßnahme Sie sich entscheiden.
Im Einzelfall betrachtet wird jede einzelne Maßnahme betrachtet wie in Ihrem Fall der Austausch einer Heizungsanlage.

Allerdings ist die Aussage, dass eine Anlage zwei Jahre in Betrieb sein muss, schlichtweg falsch. Sie MÜSSEN vor dem Einbau einen Sanierungsfahrplan haben, den wir als Energieberater erarbeiten, womit Sie einen Vor- Ort- Bericht erhalten.

Aus Diesem geht hervor, welches System Sie z.Zt. nutzen und welches System Sie künftig nutzen; dabei ist jede Art der Heiztechnik deutlich effizienter als ein "altes" System, somit förderfähig. Die Berichterstattung MUSS vor Einbau fertiggestellt sein.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich einer neuen Heizanlage, individuell für die von Ihnen erwünschte Nutzungsart und Ihre Immobile.

MfG
R. Bertsch

Neuer Heizungstyp für altes Bauernhaus: Was ist ratsam?

Es geht um die Sanierung eine alten Bauernhauses, Baujahr 1950. Die Außendämmung und neue Kunstoff-Fenster wurden bereits gemacht. Momentan stehen für den Wohnraum EG und OG jeweils 70qm Wohnfläche, 5 Öl-Einzelöfen und 3 Elektro Boiler für Warmfasser zur Verfügung. Welcher Heizungstyp ist ratsam für dieses Objekt? Das Dach kann mit 5 KwP Photovoltaik bestückt werden. Es ist keine Warmwasserverrohrung vorhanden... Über einen Tipp würde ich mich wirklich freuen!
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Der Herr Creifelds hat recht, es kommt drauf an.... Ein sachverständiger Energieberater (unabhängiger Ingenieur, kein Verkäufer von irgendwas) sollte sich das ansehen.

Zum Thema Fördermittel: Bei Einsatz von Brennwerttechnik gibt es eine 15%ige Förderung auf alle Maßnahmen.

Holzvergaserheizung mit Wärmepumpe kombinierbar?

Kann man eine Holzvergaserheizung mit einer vorhandenen Wärmepumpe kombinieren?
Antwort von Wolfgang Wagner

Generell kann jeder Wärmerezeuger mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Wichtig dabei ist die Art des Puffers und eine geeingete Regelung, welche die verschiedenen Wärmeerzeuger sinnvoll steuert und einsetzt.

Alternative zur Fernwärme

Bei der Wahl eines Heizungtyps wird mir Fernwärme nicht angeboten. Welcher Heiztyp würde der Fernwärme am ehesten entsprechen?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Hallo,

Fernwärme verliert auf dem Weg zu Ihren Haus zuviel an Energie, die Sie mitbezahlen müssen.

Es gibt bessere Methoden als Fernwärme.

Welche Möglichkeiten, könnten wir im Gespräch erörtern.

Einen schönen Tag.
Michael ver Schaeren

Kachelofen auf Pellet umrüsten - Kosten?

Ich hätte mal ganz unverbindlich eine Frage ! Was kostet uns die Umrüstung des Kachelofen mit Holz befeuert auf Pelletts? Jetzt haben wir Buderus!
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Bei Buderus so ca. 780,00 €

Scheitholzheizung: Alternativen zum Holzvergaser?

Gibt es abgesehen von Holzvergaser weitere Arten der Scheitholzheizung (Zentralheizung)? Unsere alte Heizung (30cm Scheite) ist defekt und wir möchten den Brennholzvorrat gerne weiter nutzen.
Antwort von Heizerschwaben

Es gibt einen Naturzugkessel von Viadrus der die neuen BimschV 2 regelung einhält.
Sowie die Möglichkeit einer Zusatzheizung mit 3,9 kW die nicht unter die BimschV 2 fällt, da diese erst ab 4 kW greift. Des Weiteren haben wir sehr viele Kunden, die sich eine Pelletheizung mit integriertem Vorratsbehälter kaufen, bei dem Sie auch Holz heizen können, funktioniert wie ein ganz normaler Holzkessel, nur angemeldet und gemessen wird er mit Pellets, diese Variante wäre auch noch förderbar mit einem Zuschuss in Höhe von 3500€.


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