ENplus Gütesiegel für Hackschnitzel

7. Oktober 2020
Damit die Hackschnitzelheizung verlässlich und im Einklang mit den neuen Anforderungen bezüglich der Emissionen arbeitet, braucht man Brennstoff von einheitlicher und nachvollziehbarer Qualität. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) will ein Instrument der Qualitätssicherung auf Hackschnitzel übertragen, das sich seit einigen Jahren für Holzpellets bewährt hat: das ENplus Siegel für Hackschnitzel.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenHolzheizungHackschnitzelheizung ENplus Hackschnitzel

HackZert: ENplus Siegel für Hackschnitzel

 Rührrad einer HolzhackschnitzelheizungRührrad einer Holzhackschnitzelheizung,
Bild: Schramme aus der deutschsprachigen Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Nach eigenen Angaben hat das DEPI am 01. Februar 2015 damit begonnen, ein Zertifizierungssystem analog zum bekannten ENplus für Holzpellets zu entwickeln. Das "HackZert" genannte Vorhaben sei Teil eines Maßnahmenpaketes, das anlässlich der zweiten Stufe der 1. BImSchV zwischen mehreren Akteuren des Bioenergiesektors vereinbart worden ist.

Der Grenzwert für Staub ist in der zweiten Stufe der BImSchV von 0,10 g/m3 auf 0,02 g/m3 gesenkt worden, während der Maximalwert bei Kohlenstoffmonoxid nun bei 0,4 statt 1,0 g/m3 Rauchgas liegt. Es gibt zwar Übergangsfristen, aber Handlungsbedarf ist trotzdem geboten.

Die bisweilen schwankende Brennstoffqualität bei Hackschnitzeln könnte im Zusammenhang mit den höheren Grenzwerten aus der zweiten Stufe der 1. BImSchV zu einem Problem für Betreiber von neuen Hackschnitzelheizungen werden: minderwertiger Brennstoff erzeugt höhere Emissionen. So kann es sein, dass die Hackschnitzelheizung diese Grenzwerte nicht mehr einhält, obwohl die technischen Voraussetzungen dazu eigentlich gegeben sind. Mehr Informationen zur richtigen Auswahl der Hackschnitzel erhalten Sie auch in dieser Broschüre der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe.

Bislang erfuhr man die Qualitätseigenschaften von Hackschnitzeln über die Klassifizierung nach DIN EN ISO 17225-4 (seit 2014 gültig) oder die vorher relevante Norm EN14961-4 bzw. gelegentlich nach ÖNORM M 7133. Kriterien wie Größe, Wasser- oder Aschegehalt sind dort normiert, aber die Verwendung ist freiwillig und nicht verpflichtend. Hier soll nach dem Wunsch des DEPI das ENplus für Hackschnitzel ansetzen.

Wie funktioniert das ENplus Siegel für Hackschnitzel?

Wie das ENplus Siegel für Hackschnitzel funktioniert, ist zu diesem Zeitpunkt (05.03.2015) noch nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es sich ähnlich wie das ENplus Siegel für Holzpellets zusammensetzt. Dort werden verschiedene Güteklassen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Abmessungen, den Heizwert, Wasser- und Aschegehalt oder die Abriebfestigkeit definiert (A1, A2, EN-B).

Das besondere am ENplus Siegel ist, dass die gesamte Bereitstellungskette von der Produktion über die Pellethändler bis zur Ankunft beim Verbraucher von unabhängigen Kontrolleuren überprüft wird. Weiterhin besteht für den Endkunden ein Reklamationsmanagementsystem, um Rückmeldungen der Verbraucher einbeziehen zu können. Diese Maßnahmen sollen eine hohe Qualitätssicherheit garantieren.

Wie genau sich das Gesamtsystem "ENplus Hackschnitzel" im Endeffekt darstellen wird, ist allerdings noch nicht absehbar. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald neue Informationen verfügbar sind.

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Wenden Sie sich gerne für weitere Rückfragen an mich!

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Man kann aber über die Regelung auch Parallelbetrieb einstellen, dann läuft beides zusammen.

Mit sonnigen Grüßen,
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Wir haben in unserem Haus Nachtspeicheröfen, über deren Ersatz ich mir gerade Gedanken mache. Im BAFA Förderprogramm für Holzpelletöfen steht als Fördervoraussetzung dass "eine Heizungsanlage seit mindestens 2 Jahren in Betrieb sein muss". Zählt hierbei eine Nachtspeicherheizungs"anlage" dazu oder ist diese Heizungsform für die Förderung ausgeschlossen? Eigentlich würde ich eine gesamte Heizung incl. Heiztherme (ob nun Gas/Öl/Holzpellet/Hackschnitzel) Heizkörpern, Rohren installieren wollen.
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Bezüglich Ihrer Anfrage teilen wir mit, dass jegliche Art einer Modernisierung förderfähig ist; d.h. dass Sie grundsätzlich Anspruch haben auf Förderleistungen des KfW, gleich für welche Art von Modernisierungsmaßnahme Sie sich entscheiden.
Im Einzelfall betrachtet wird jede einzelne Maßnahme betrachtet wie in Ihrem Fall der Austausch einer Heizungsanlage.

Allerdings ist die Aussage, dass eine Anlage zwei Jahre in Betrieb sein muss, schlichtweg falsch. Sie MÜSSEN vor dem Einbau einen Sanierungsfahrplan haben, den wir als Energieberater erarbeiten, womit Sie einen Vor- Ort- Bericht erhalten.

Aus Diesem geht hervor, welches System Sie z.Zt. nutzen und welches System Sie künftig nutzen; dabei ist jede Art der Heiztechnik deutlich effizienter als ein "altes" System, somit förderfähig. Die Berichterstattung MUSS vor Einbau fertiggestellt sein.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich einer neuen Heizanlage, individuell für die von Ihnen erwünschte Nutzungsart und Ihre Immobile.

MfG
R. Bertsch

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Der Herr Creifelds hat recht, es kommt drauf an.... Ein sachverständiger Energieberater (unabhängiger Ingenieur, kein Verkäufer von irgendwas) sollte sich das ansehen.

Zum Thema Fördermittel: Bei Einsatz von Brennwerttechnik gibt es eine 15%ige Förderung auf alle Maßnahmen.

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Es gibt einen Naturzugkessel von Viadrus der die neuen BimschV 2 regelung einhält.
Sowie die Möglichkeit einer Zusatzheizung mit 3,9 kW die nicht unter die BimschV 2 fällt, da diese erst ab 4 kW greift. Des Weiteren haben wir sehr viele Kunden, die sich eine Pelletheizung mit integriertem Vorratsbehälter kaufen, bei dem Sie auch Holz heizen können, funktioniert wie ein ganz normaler Holzkessel, nur angemeldet und gemessen wird er mit Pellets, diese Variante wäre auch noch förderbar mit einem Zuschuss in Höhe von 3500€.


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