Zertifikate für die Qualität von Pellets: DIN plus & EN plus

22. April 2021
Seit 2010 besteht eine europaweit gültige Norm für die Qualität von Holzpellets. Neben einem bestimmten Mindestheizwert und Anforderungen an Größe und Durchmesser der Pellets spielen auch Kriterien wie der Schadstoffgehalt von Holzpellets eine wichtige Rolle. Zur Sicherung dieser Vorgaben gibt es in Deutschland zwei Zertifikate, die dem Verbraucher beim Kauf Orientierung geben: EN plus und DIN plus. In unserer Tabelle können Sie die überprüfen, ob ihre Pellets die gültigen Qualitätsmerkmale erfüllen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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EU-Norm 14961-2 definiert Qualität von Pellets

Mit dem Inkrafttreten der EU-Norm 14961-2 liegt erstmals eine europaweit einheitliche Norm für Holzpellets vor. Die EU-Norm 14961-2 für Holzpellets teilt Pellets in drei Güteklassen ein: die Klassen A1 und A2 für den Endverbraucher und die Industriepellets der Klasse B.

Da nationale Normen für Pellets dadurch ihre Gültigkeit verlieren, sind neue Zertifizierungssiegel auf dem Markt erschienen: zum Einen die bereits ältere DIN plus Zertifizierung für Pellets, die in ihren Qualitätsmerkmalen an die EU-Norm angepast wurde. Zum anderen das neue EN plus Siegel, das erst seit 2010 für Pellets existiert. Beide haben gegenüber einer für den Produzenten rein freiwilligen Norm den Vorteil, dass die entsprechenden Richtwerte genau auf ihre Einhaltung überprüft werden. Welches der beiden Pellets Siegel sich in Deutschland schlussendlich durchsetzen wird, ist noch offen.

Zertifikate für Holzpellets: EN plus und DIN plus

Bild: Deutsches Pelletinstitut Das EN plus Zertifikat wurde 2010 für Holzpellets eingeführt. Die EN plus stellt Anforderungen an Pellet Produktion, Qualitätssicherung, Kennzeichnung, Logistik, Zwischenlagerung und an die Auslieferung zum Verbraucher. Die EN plus kennt drei Klassen: EN plus-A1, EN plus-A2 und EN-B, die sich an den Vorgaben der EU-Norm 14961-2 orientieren.

EN plus A1 ist die Güteklasse mit den höchsten Anforderungen an die Qualität der Holzpellets. Die beiden Klassen unterscheiden sich noch in weiteren Merkmalen, zum Beispiel in Durchmesser und Wassergehalt wie auch des maximal erlaubten Abriebs durch den Transport der Holzpellets. Vorteil der EN plus ist, dass die gesamte Prozesskette überwacht wird. Pellets mit minderer Qualität können über eine Identifikationsnummer bis zum Hersteller zurückverfolgt werden.

Das DIN plus Zertifikat für Pellets

Bild: DIN CERTCO Die DIN plus ist eine ursprünglich deutsche Zertifizierung für Pellets auf Basis einer älteren DIN Norm. Mit dieser wurde eine Vereinheitlichung mit der österreichischen Ö-Norm geschaffen. Die DIN plus Zertifizierung ist an die neue EU-Norm 14961-2 für Holzpellets angepasst worden - DIN plus 2010 - und erfüllt ebenso wie das EN plus Zertifikat die Vorgaben der neuen Europanorm.

Das DIN plus Zertifikat sieht allerdings nur eine Güteklasse für Endverbraucher Holzpellets vor, die sich an der EU-Güteklasse A1 orientiert. Auch die DIN plus wird regelmäßig durch eine Prüfstelle, die DIN CERTCO, überprüft.

Die Zertifikate für Holzpellets im direkten Vergleich

Prüfkriterium Einheit EN plus (A1 bzw. A2) DIN plus
Durchmesser (d) mm 5 bis 9 4 bis 10
Länge mm 3,15 bis 40 < 5*d
Rohdichte kg/dm3 > 0,6 > 1,12
Heizwert kWh/kg > 4,5 > 5,0
Heizwert MJ/kg 16,5 bzw. 16,3 bis 19,0 > 18,0
Abriebfestigkeit % < 2,5 < 2,3
Wassergehalt % < 10 < 10
Aschegehalt % < 0,7 bzw. < 1,5 < 0,5
Schwefelgehalt % < 0,03 < 0,04
Chlorgehalt % < 0,02 < 0,02
Stickstoffgehalt % < 0,3 bzw. < 0,5 < 0,30
Presshilfsmittel % < 2 < 2
Externe Produktionskontrolle ja ja

Weiterlesen zum Thema können Sie im Bericht zu Vergleich und Test von Pellets.

Weiterlesen zum Thema "Preise & Kosten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Pelletheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
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Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

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Wir sind ein erfahrender Fachbetrieb für Pelletheizungen.

Eine Ökofen-Pelletheizung 18 KW inkl. Pelletsilo und Heizkörper für 9 Räume verteilt über 2 Etagen liegt mit Montage zwischen 25.000,-€ und maximal 30.000,- €. Wir bieten diese Ausführung zum Festpreis an.

Die mögliche Förderung in Höhe von 3.500,-€ kann von der Summe noch abgezogen werden.

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

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