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Umweltbilanz einer Pelletheizung

Pellet Heizungen sind neben Wärmepumpen und Solarthermie Anlagen eine umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl. Doch welchen Beitrag leistet die Technik zum Schutz der Umwelt? Wie sieht die CO2 Bilanz von Pellets aus und welche Feinstaub Emission bzw. wie viel Asche entsteht? Für viele Verbraucher neben Kosten ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung.
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Pellet Emission - Pelletheizungen emittieren wenig Asche und Feinstaub

Pellets sind eine sehr umweltfreundliche Möglichkeit, im Vergleich mit fast allen anderen gängigen Heizsystemen mit deutlich geringeren CO2-Emissionen zu heizen. Die CO2-Bilanz bei der Verbrennung fällt fast neutral aus, da nur die Menge an CO2 freigesetzt wird, die während der Wachstumsphase in das Holz eingelagert wurde. In Sachen Feinstaub & Asche sind Holzfeuerungen dafür wiederum stärker vertreten. Das betrifft allerdings vor allem die herkömmlichen Holzheizungen wie Scheitholz-Kaminöfen oder die größeren Scheitholzkessel.

Dank optimierter DIN Pellets fällt bei der Verbrennung nur wenig Pellets Asche und Feinstaub an, vor allem im Vergleich zu Kaminöfen, die mit Scheitholz betrieben werden.

Die erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, BImSchV, regelt die Anforderungen an die erlaubte Emission von Pellets Asche, Feinstaub und anderen Substanzen einer Pelletheizung.

Der Pellets Asche Rückstand von einem Kilo Pellets beträgt nur fünf Gramm (Asche Gehalt von etwa 0,5 Masseprozent) und es gilt ein Grenzwert von 0,060g Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert wurde 2015 auf 0,020g Feinstaub pro Kubikmeter Abluft angehoben. Die Asche kann ohne Probleme über den Haus­müll entsorgt oder die Asche kann als Dünger im Garten verwendet werden.

Anlagentyp Grenzwerte der 2. Stufe der 1. BImSchV für Kohlenmonoxid (CO) Grenzwerte der 2. Stufe der 1. BImSchV für Staub
Holzzentralheizungen ab 4 kW 400 mg/m³ 20 mg/m³
Pelletkaminöfen mit Wassertasche 250 mg/m³ 20 mg/m³
Pelletkaminöfen ohne Wassertasche 250 mg/m³ 30 mg/m³
Alle anderen Einzelraumfeuerungen 1.250 - 1.500 mg/m³ 40 mg/m³

Genauere Informationen über die erlaubte Pellet Emission finden Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB). Im Oktober 2018 ist dort die aktuellste "Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger" erschienen.

Feinstaubemissionen bei Pellets, Scheitholz & Hackschnitzeln

Holzfeuerungen haben einen sichtbaren, wenngleich geringen Anteil an den Feinstaubemissionen in Deutschland. Aber auch innerhalb dieser Gruppe sind Heizungen, die Pellets verwenden, eher unauffällig. Nach Angaben des DEPI (zugrundeliegend: Kurzstudie „Abschätzung des Anteils zentraler Holzfeuerungsanlagen an den Staubemissionen in Deutschland“. Lenz, DBFZ 2014) gestalteten sich die Emissionen von Holzheizungen unterhalb der Leistung von einem Megawatt im Jahre 2013 noch folgendermaßen:

Holzheizung Anteil am Brennstoffeinsatz (2013) Anteil am Staubaufkommen (2013)
Kaminofen (Scheitholz) 59,9 % 78,7 %
Holzheizung (Hackschnitzel) 13,3 % 10,2 %
Holzheizung (Scheitholz) 18,1 % 7,6 %
Pelletheizung 8,3 % 3,4 %
Kaminofen (Pellet) 0,4 % 0,1 %

Unter den Holzbrennstoffen haben Pellets die geringste Emission an Feinstaub. Pelletkessel profitieren in dieser Hinsicht von der automatischen Brennstoffzufuhr und dem Einsatz eines genormten Brennstoffes - es wird nur die nötige Menge an Brennstoff, der von hoher Qualität ist, verfeuert.

Der Energiegehalt von Pellets

Die Herstellung von Pellets ist zwar mit Energieaufwand verbunden, im Gegensatz zur Gewinnung und Aufbereitung anderer Brennstoffe ist der Energiebedarf jedoch deutlich geringer. Etwa zwei Prozent der in den Pellets enthaltenen Energie sind für deren Herstellung erforderlich. Unter Berücksichtigung der Trocknung des Ausgangsmaterials liegt dieser Wert bei rund zehn Prozent. Für die Produktion einer Tonne Pellets werden etwa 100 Kilowattstunden Energie benötigt (mit Trocknung etwa 500 Kilowattstunden).

Der Energiegehalt einer Tonne Pellets liegt bei rund 5.000 Kilowattstunden. Das entspricht in etwa der Energiemenge von 500 Litern Heizöl. Der Brennstoff Pellet hat also nicht nur eine geringe Emission von Asche, Feinstaub und CO2, sondern ist auch sehr energiehaltig.

Pelletheizungen mit Solarthermie Anlagen verbessern die Energiebilanz der Heizungsanlage zusätzlich. Von Frühling bis Herbst erreichen die Anlagen einen guten Ertrag und helfen, den Pelletverbrauch weiter zu senken.

Geringe Pellet Emission bei kurzen Transportwegen

Die Pelletproduktion erfolgt in der Regel regional, was die heimische Wirtschaft stärkt und das Transportrisiko im Gegensatz zu Öl oder Gas verringert. Da im Gegensatz zu anderen Energieträgern nur die Herstellung und der Transport der Pellets eine CO2 Emission verursachen, sorgen kurze Transportwege der Pellets zum Verbraucher für eine positive Umweltbilanz von Pelletheizungen.

Mehr zum Thema lesen Sie in den Berichten zum Pellet Markt in Deutschland und den Vorteilen und Nachteilen einer Pelletheizung.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de

Erfahrungen & Fragen zum Thema pellet emission

Hoher Staubanteil in Pelletvorrat - Antistaub-Pellets sinnvoll?

Bei der Sichtnahme des Pelletvorrates stelle ich einen sehr hohen Staubanteil fest. Da ich in den nächsten Tagen den Bunker aussaugen möchte, habe ich hierzu einige Fragen: Ist es ratsam, die noch ca. 100 bis 200 kg Pellets samt dem Staub abzusaugen? Ich habe bis dato immer Pellets EN-Plus eingekauft, nun habe ich u.a. ein Angebot für Antistaub-Pelltet mit nur 0,1 % Staubanteil. Ware es für mich sinnvoller, dass Angebot der Antistaub-Pellets anzunehmen, da es auch noch günster ist als das Angebot mit EN-Plus Pellet?
Antwort von Schleiting Anlagenbau GmbH

Das Thema Staub und Pellets wird häufig und kontrovers diskutiert. Zusammenfassend kann man sagen, dass eine komplette Restentleerung nach einigen Komplettbefüllungen auf jeden Fall sinnvoll ist. Manche Kunden verbrauchen die Restmenge unter Beobachtung und lassen dann im Anschluss einen Geräteservice machen. Dieses hängt auch von der Robustheit ihrer Anlage ab und Sie den unerwarteten Kesselstopp (im Sommer) einplanen können/wollen.

Der Staubanteil oder besser gesagt die Eigenschaft eines Pellets zur Feinanteilbildung ist sicherlich ein Herstellermerkmal ist jedoch auch abhängig vom Handling beim/durch
- Beladen undTransport des SILO-LKW
- der Enblassituation: Distanz, Silohöhe, notwendiger Einblasdruck, anzahl der Bögen, Prallschutz etc.
- nach dem Siloentnahme und Transport zum Kessel, und Transport im Kessel bis zum Brennraum

Man kann sagen, dass sich die "verbesserten Eigenschaften" im Markt bisher nicht durchgesetzt haben.
Selbst bei einem Hersteller der mit einer Spedition arbeitet erhalten sie nicht zwigend immer die gleiche Qualität. Es ist eben auch ein Naturprodukt.

Im Zweifelsfall würde ich den staubigen Rest als Kompostmasse oder anderweitig wie für eine Pellet-Feuersäule etc. verwenden und mit einem sauberen System die nächste Heizsaison gesichert angehen. Ob behandelte Pellets wenige störanfällig sind bleibt offen. Wenn der Preis stimmt gilt noch zu berücksichtigen ob ggf. ein anderer Heizwert vorliegt und ob Ihre Anlage dieses entsprechend kompensiert.

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