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Aktualisiert: 01.08.2019

Pelletspreise & Pelletspreisentwicklung 2019

Pellets sind eine preiswerte erneuerbare Alternative zu den fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas. Die Preise für Holzpellets variieren von Hersteller zu Hersteller. Vor allem Qualität und Herkunft der Pellets beeinflussen die Pelletspreise, die im Vergleich mit ihren fossilen Konkurrenten nur gering angestiegen sind. Wer die jahreszeitlichen Schwankungen der Pellets Preise zu nutzen versteht, kann viele Kosten einsparen.
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Aktuelle Pelletspreise

Inhaltsübersicht:

Holzpelletpreise 2019

Pelletspreis pro Tonne Februar-März 2019 267,73 - 273,46 Euro (Abnahmemenge 5t)
Pelletspreis in Cent pro Kilowattstunde März 2019 5,35
Preis für Erdgas in Cent pro Kilowattstunde 6,21
Preis für Heizöl in Cent pro Kilowattstunde 6,60
  • Nach Angaben des Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerks e.V. (C.A.R.M.E.N.) lag der durchschnittliche Preis für eine Tonne Holzpellets im Februar 2019 bei 273,46 € (Abnahmemenge 5 Tonnen). Wie sich die Pelletspreise entwickeln, kann man monatlich aktualisiert im Preisindex vom C.A.R.M.E.N. nachverfolgen.
  • Laut Preisindex des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV e.V.) lag der Pelletspreis im Bundesdurchschnitt im Juli 2019 bei 240,99 € pro Tonne Holzpellets bzw. 4,74 Cent pro Kilowattstunde (Abnahmemenge 6 Tonnen).

Pelletspreis-Entwicklung 2018 + 2019: Quelle - Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI). Basis für die Preisermittlung: Abnahme von 6 Tonnen, Umkreis 50 km, lose eingeblasen, inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.), Inkl. Mehrwertsteuer, Qualität ENplus A1 oder DINplus A1

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Pelletpreisentwicklung von 2010 bis 2019

Die Preise für Holzpellets sind insgesamt seit einigen Jahren relativ konstant und liegen bei knapp 270 Euro pro Tonne Pellets. Mit nur etwa zwei Cent Schwankung pro Kilowattstunde im Zeitraum von 2004 bis 2009 fiel der Anstieg der Pellets Preisentwicklung sehr gering aus. Im Vergleich dazu stieg der Preis für Heizöl in dieser Zeit um etwa sechs Cent pro kWh.

Grafik: C.A.R.M.E.N. e.V.

Ende der 1990er-Jahre, zur Markteinführung von Pellets, lag der Preis der Holzpresslinge noch vergleichsweise hoch. Geringer Absatz und eine noch schwache Nachfrage nach Pellets führten schnell zu niedrigeren Preisen.

In den Jahren von 2002 bis 2005 lag der Pelletspreis in Deutschland bei etwa 3,50 Cent je Kilowattstunde. Nachfolgende Engpässe aufgrund steigender Nachfrage führten dann zu einer ansteigenden Preisentwicklung im Winter 2006/2007 von über fünf Cent je Kilowattstunde. Doch die Hersteller haben schnell auf die Engpässe reagiert und ihre Kapazitäten erweitert, was zu Preisen zwischen 3,50 und 4,50 Cent je Kilowattstunde führte. Derzeit ist allerdings wieder ein moderater Anstieg zu verzeichnen, wenngleich auf niedrigerem Niveau als Gas oder Öl.

Preisentwicklung von Holzpellets im Vergleich zu Öl und Gas

Pelletspreise versus Heizölpreise 2018-2019In den Jahren zwischen 2008 bis 2018 lag der durchschnittliche Pelletpreis bei 4,72 Cent pro Kilowattstunde, während Erdgas bei 6,49 Cent pro Kilowattstunde lag und Heizöl im Schnitt 7,01 Cent pro Kilowattstunde Wärme kostete.

Im Vergleich mit Öl oder Gas schneiden Holzpellets in ihrer Preisentwicklung sehr gut ab. Die Preisentwicklung für Öl und Gas hängt sehr stark von den politischen Bedingungen in den Exportländern ab. Da Förderquoten, Transportkosten und Versorgungssicherheit deswegen häufig mit Schwierigkeiten verbunden sind, schwanken die Preise für fossile Brennstoffe im Gegensatz zu Holzpellets immer wieder deutlich.

Im Zeitraum von 2004 bis 2009 stieg der Preis für Öl um durchschnittlich sechs Cent - Holzpellets liegen deutlich darunter. Auch gegenüber Heizöl haben Pellets 2018 ihren Preisvorteil wieder ausgespielt. Hatte der Heizölpreis die Pelletspreise im Jahr 2015 für fast ein halbes Jahr unterboten, zog seit Jahresbeginn 2016 der Preis für Heizöl wieder deutlich an und egalisierte seinen Vorteil bereits im Mai 2016. Seither sind Pellets wieder der preiswerteste Rohstoff zum Heizen, wenn man von Scheitholz und Hackschnitzeln absieht.

Im Vergleich zu Gas und Öl sind die Pelletspreise deutlich niedriger. Während die jährlichen Heizkosten eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit Gas bei etwa 1500 Euro liegen, sind Pellets mit nur rund 1000 Euro spürbar preiswerter. Auch bei der Preisentwicklung der Pellets in den letzten Jahren zeigt sich ein Vorteil des nachwachsenden Brennstoffs, der sich in einer besseren Wirtschaftlichkeit der Pelletheizung bemerkbar macht.

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Pelletbestellung und Brennstofflagerung

Pelletspreise sind im Frühling und Sommer niedriger

"Kauft Kohle im Sommer" ist ein altbekanntes Sprichwort. Dieses trifft auch auf Pellets zu, denn die Kosten sind im Sommer meistens niedriger als im Winter. In der kalten Jahreszeit, wenn Nachfrage und Bedarf an Pellets höher sind, weil der Heizbedarf steigt, steigen auch die Pelletspreise. Informieren Sie sich daher rechtzeitig über die aktuellen Pellets Preise, um Schwankungen im Preis der Holzpellets optimal auszunutzen. So können Sie ihre Pelletheizung optimal betreiben.

Pelletspreise im Jahresverlauf, Grafik: C.A.R.M.E.N. e.V.

Höhere Liefermengen senken die Pelletspreise

Achten Sie darauf, ihre Pellets eher selten, dafür mit eher größeren Liefermengen zu bestellen: Es hat sich bewährt, Pellets immer für eine Dauer von mindestens einem Jahr im Voraus zu kaufen. So minimieren Sie Transportgebühren und vermeiden unfreiwillige Stillstandszeiten der Heizung, falls Sie sich mal verschätzt haben sollten. Versuchen Sie, Pellets zusammen mit anderen Pelletheizern zu bestellen. Mit Sammelbestellungen sparen Sie Transportkosten und können eventuell die Pellets Preise durch Mengenrabatte weiter senken.

In der folgenden Tabelle sind die durchschnittlichen Pelletspreise in Abhängigkeit von der Liefermenge und vergleichend der entsprechende Preis beim Kauf von Pellets als Sackware ersichtlich:

Für mehr als zwei Jahre sollten Sie Pellets allerdings nicht lagern, da diese in einem solch langen Zeitraum Schaden nehmen können und nicht mehr sauber und effizient verbrennen.

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Beim Pelletkauf auf Qualitätssiegel achten

Beim Kauf sollten Sie sich nicht durch besonders niedrige Holzpellets Preise locken lassen. Angebote von weit unter 200 Euro je Tonne sind unseriös. Es besteht die Gefahr, dass es sich angesichts dieser Pelletspreise um minderwertige Ware handelt, die nicht den hiesigen Qualitätsansprüchen für Pellets genügt. Diese haben möglicherweise schlechtere Verbrennungswerte, einen höheren Schadstoffanteil oder wurden nicht nachhaltig produziert.

Achten Sie daher beim Vergleich verschiedener Pelletspreise immer auf einen entsprechenden DIN-Hinweis für Holzpellets, besonders das DINplus-Siegel, welches für eine gute Qualität der Pellets steht. Seit 2010 gibt es auch das ENplus - Zertifikat, das auf Basis einer neuen EU-Norm erstmals europaweit die gesamte Produktionskette für Holzpellets sicher überwacht. Für den Privatverbraucher ist die Güteklasse A1 zu empfehlen. Beide Siegel, DINPlus und ENplus, garantieren A1 Pellets auf Basis der Norm DIN EN ISO 17225-2.

Einen Eindruck, wie viel Pellets ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr benötigt, gibt unser Bericht zum Verbrauch von Pellets. Fachbetriebe für Pelletheizungen beraten Sie gern, wenn Sie überlegen, eine Pelletheizung anzuschaffen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de