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    Mit Pellets heizen: feuerungstechnische Grundlagen

    Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bereits seit vielen Jahren in verschiedensten Bereichen Verwendung findet. In Form von Holzpellets stellt er einen besonders energiereichen Brennstoff zum Heizen dar. Die Begriffe Heizwert und Brennwert bezeichnen dabei den Energiegehalt von Pellets, den man für das Heizen mit Pellets nutzbar machen kann: je höher Brennwert und Heizwert, umso mehr Energie kann bei der Verbennung der Pellets freigesetzt werden. Beim Heizen mit Holzpellets sollte man besonderes Augenmerk auf den Nutzungsgrad der Pelletheizung legen.
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    Heizen mit Pellets: Heizwert und Brennwert von Holzpellets

    Die wichtigste Größe beim Heizen mit Pellets ist der Brennwert. Der Brennwert beschreibt den Energiegehalt der Pellets einschließlich der Kondensationswärme. Unter Kondensationswärme versteht man die durch den Wasserdampf freiwerdende Energie. Ein Brennwert Pelletkessel kann auch die Wärme des Kondensats nutzen. Der Brennwert kann daher über 100 Prozent betragen. Der Brennwert wird in der Regel in Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg) beziehungsweise Kilowattstunden pro Kilogramm (kWh/kg) angegeben.

    Brennwert = Heizwert + Kondensationsenergie

    Mit dem Heizwert wird der Energiegehalt der Pellets bezeichnet. Die freigesetzte Kondensations­wärme spielt im Gegensatz zum Brennwert beim Heizwert keine Rolle. Der Heizwert bezieht sich also nur auf die durch das Verbrennen entstehende Energie beim heizen mit Pellets.

    Auch der Heizwert wird in Kilojoule je Kilogramm (kJ/kg) beziehungsweise Kilowattstunden je Kilogramm (kWh/kg) angegeben. Für Qualitäts Pellets mit Gütesiegeln wie dem DINplus Siegel sind Werte von etwa fünf Kilowattstunden je Kilogramm als Heizwert vorgeschrieben. Der Heizwert von zwei Kilogramm Holzpellets entspricht somit in etwa dem Heizwert von einem Liter Heizöl oder dem Heizwert von einem Kubikmeter Erdgas.

    Heizwert = Brennwert - Kondensationswärme

    Der Wirkungsgrad beim Heizen mit Holzpellets: Nutzungsgrad beachten

    Der Wirkungsgrad beschreibt, wieviel der zugeführten Energie genutzt wird. Moderne Pelletheizungen arbeiten sehr effektiv, können den Energiegehalt optimal nutzen und sehr effektiv mit Pellets heizen. Der Wirkungsgrad einer modernen Pelletheizung liegt zumeist bei über 90 Prozent. Verluste entstehen hauptsächlich bei der Übertragung der Wärme auch das Heizmedium.

    Heizen mit Pellets: Wirkungsgrad verschiedener Feuerungsarten

    Der Wirkungsgrad von Heizungsanlagen ist in drei Bereiche geteilt:

    • Der Nutzungsgrad ist für den Verbraucher von besonderer Bedeutung. Der Nutzungsgrad betrachtet den Energiebedarf und Energienutzen über einen längeren Zeitraum. Häufig wird der Nutzungsgrad für einen Zeitraum von einem Jahr betrachtet und zeigt, wie effizient das Heizen mit Pellets insgesamt ist.
    • Der feuerungstechnische Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen der Energie, die für das Verbrennen erforderlich ist und dem Energiegehalt der Holzpellets. Will man mit Pellets heizen, so ist der feuerungstechnische Wirkungsgrad ein Zeichen für die Qualität des Verbrennungsprozesses.
    • Der Kesselwirkungsgrad bezieht Energieverluste durch Rauchgas und Abstrahlungswärme mit ein. Besonderen Einfluss auf den Kesselwirkungsgrad haben vor allem die bautechnischen Ausführungen des Kessels.

    Wollen Sie mit Pellets heizen, sollten Sie beim kauf also besonders auf die Angaben zum Nutzungsgrad achten. Er sollte bei rund 90 Prozent liegen. Viele Hersteller werben mit dem feuerungstechnischen Wirkungsgrad, der in der Regel höhere Werte aufweist. Lassen Sie sich also von einem Fachmann eingehend vor dem Kauf eines Systems zum Heizen mit Holzpellets beraten.

    Das Verbrennen der Pellets: Heizen mit wenig Asche

    Beim Heizen mit Holzpellets erfolgt die Verbrennung in drei Stufen:

    • In einer ersten Stufe erfolgt bei etwa 150°C die Trocknung der Holzpellets. Den Pellets wird Energie zugeführt, damit die Feuchtigkeit verdampft.
    • Die zweite Stufe der Verbrennung von Holzpellets läuft zwischen 150°C und etwa 600°C ab. Bei der sogenannten Pyrolyse werden die brennbaren Bestandteile der Holzpellets in gasförmige Verbindungen umgewandelt. Hierbei entstehen Stoffe wie Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff-Verbindungen.
    • Bei Temperaturen zwischen 400°C und 1300°C verbrennen die aus den Pellets freigesetzten Gase unter Sauerstoffzufuhr und liefern Wärmeenergie.

    Die ersten beiden Stufen beim Heizen mit Pellets benötigen Energie und werden als Primärverbrennung bezeichnet. Erst in der dritten Stufe erfolgt die eigentliche Verbrennung und die Gewinnung von Wärme für das Heizen. Der Reststoff beim Verbrennen von Holzpellets ist Asche.

    Der Aschegehalt von Holzpellets ist gering: 0,5 Prozent der zum Heizen verwendeten Menge an Pellets bleiben als Ascherückstand übrig. Beim Verbrennen von einem Kilogramm Holzpellets zum Heizen entstehen somit nur etwa fünf Gramm Asche. Hersteller wie z.B. Oekofen geben an, dass bei Ihren Systemen die Aschebox nur ein bis zweimal pro Jahr entleert werden muss.

    Eine regelmäßige Wartung der Pelletheizung garantiert langfristig störungsfreies Heizen. Rechtzeitiges Bestellen von Pellets mit hohem Heizwert und Brennwert sichert Ihnen günstige Preise.



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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de