Pelletheizung: Wartung und Reinigung

Moderne Pelletheizungen funktionieren weitgehend automatisch. Ganz ohne persönlichen Einsatz läuft der Betrieb jedoch nicht ab. Pelletheizungen benötigen eine regelmäßige Wartung. Auch für die Reinigung der Anlage und des Lagerraums müssen Sie für den optimalen Betrieb der Pelletheizung ein wenig Zeit und Arbeit einplanen. In unserer Übersicht finden Sie die idealen Intervalle zur Wartung ihrer Pelletheizung.
Thorben Frahm
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Wartung einer Pelletheizung: regelmäßig die Anlage prüfen lassen

Pelletheizung WartungBild: Deutsche Postbank AGEine Pelletheizung sollte einmal im Jahr von einem Fachmann überprüft werden. Dieser kontrolliert die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte, reinigt den Schornstein der Pelletheizung und sichert die einwandfreie Funktion. Viele Heizungsbauer und Kesselhersteller bieten hierfür spezielle Wartungsverträge.

Andere regelmäßige Arbeiten zur Wartung wie die gründliche Reinigung des Lager­raums oder den Austrag der Asche können Sie gut selbst durchführen. Hinweise auf die genauen Intervalle finden Sie in der Betriebsanleitung der Pelletheizung.

Wartung von Pelletkessel und Brennkammer: Ascherückstande entfernen

Nach dem Abkühlen wird die Asche der verbrannten Pellets zu einer problematischen Masse bzw. Schlacke. Diese Reste können sich beispielsweise im Kessel sammeln und zu schwerwiegenden Störungen im Betrieb führen.

Die Ascheerweichungstemperatur bezeichnet den Übergang von der pulverigen Asche zu einem flüssigen Zustand. Qualitätssiegel wie DIN Plus und EN Plus regeln die Ascheerweichungstemperatur um für einen sicheren Betrieb zu sorgen. Für EN Plus A2-Pellets liegt die Ascheerweichungstemperatur bei mindestens 1100 Grad, während sie bei A1-Pellets bei mindestens 1200 Grad liegt. Für das DIN Plus ist die Ascheerweichungstemperatur nicht angegeben.

Die Brennkammer einer Pelletheizung sollte immer frei von Ascherückständen sein. Moderne Pelletheizungen verfügen meistens über automatische bzw. halbautomatische Vorrichtungen zur Ascheaustragung. Die Ascheaustragung bezeichnet die Reinigung von Biomasseheizungen wie der Pelletheizung, dem Holzvergaser oder der Hackschnitzelheizung sowie Einzelöfen von den Verbrennungsrückständen von Holz und anderen Materialien. In den automatischen Systemen wird die Asche in einer speziellen Aschelade gesammelt, was die Entsorgung der Asche vereinfacht. Dieser Vorgang sollte ungefähr alle zwei Wochen wiederholt werden. Einige automatische Systeme der Ascheaustragung verdichten die Asche in der Lade, so dass sich die Leerungszeiträume deutlich erhöhen.

Ein überfüllter Aschebehälter führt zu Störungen im Betrieb der Pelletheizung. Entleeren Sie daher den Aschebehälter etwa alle ein bis zwei Wochen. Die Asche können Sie im Garten als Kompost oder Dünger verwenden oder einfach über den Hausmüll entsorgen.

Der Anfall an Asche ist bei der Verbrennung von Pellets vergleichsweise gering. Pelletnormen wie DIN Plus oder EN Plus regeln - ebenso wie z.B. den Durchmesser, den Heizwert oder den Wassergehalt - den Anteil an Asche, der bei der energetischen Nutzung von Pellets anfallen darf. Er liegt bei der EN Plus Klasse A1 bei unter 0,7 Prozent und bei der Klasse A2 bei unter 1,5 Prozent. Nach DIN Plus darf der Anteil an Asche 0,5 Prozent nicht überschreiten. Ein niedriger Gehalt an Asche ist vorteilhaft für die Verbrennung selbst, die Einfachheit der Wartung und für geringe Emissionen der Pelletheizung.

Eine regelmäßige Reinigung der Brennkammer sollte zusätzlich trotzdem im Rahmen der Pelletheizung Wartung vorgenommen werden. Um eine einwandfreie und schadstoffarme Verbrennung der Pellets zu gewährleisten, sollten Sie die Brennkammer mit dem Pelletbrenner einer regelmäßigen Reinigung unterziehen. Hierfür empfiehlt sich ein Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Die Reinigung des Brennraums können Sie sehr gut mit einem Staubsauger durchführen. Rückstände und Flugasche werden so weitgehend beseitigt.

Reinigung des Lagers zwischen den Heizperioden

Das Pelletlager sollte einmal im Jahr gereinigt werden. Am besten eignet sich hierfür das Ende der Heizperiode, wenn das Pelletlager nahezu leer ist. So bleibt ausreichend Zeit, den Lagerraum einer gründlichen Reinigung zu unterziehen und eventuelle Schäden an den Wandoberflächen auszubessern, bevor die neue Pellets Lieferung eintrifft.

Die Reinigung des Lagerraums kann zum Beispiel mit einem Besen erfolgen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass sie Lagerraum wie die Fördereinrichtung zum Pellet Transport gründlich vom Abrieb der Pellets säubern. Aufgrund der Staubentwicklung sollten Sie hierbei eine Staubmaske benutzen.

Übersicht: Intervalle zur Wartung einer Pelletheizung

Maßnahme zur Wartung
Zeitraum
Ascheaustrag alle ein bis zwei Wochen
Reinigung des Brennraums alle vier bis sechs Wochen
Wartung durch einen Fachmann jährlich
gründliche Reinigung des Lageraums jährlich (am besten kurz nach Ende der Heizperiode)

Für Pelletöfen sollte aufgrund des geringeren Fassungsvermögens ruhig häufiger eine Wartung und Reinigung der Anlage anstehen. Kaufen Sie qualitativ möglichst hochwertige Pellets, zum Beispiel Pellets mit DINplus, um starke Verunreinigungen ihrer Pelletheizung zu vermeiden und den Aufwand für Wartung und Reinigung gering zu halten.

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