Die Heizungspumpe: das Herz der Heizanlage

Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass jeder von ihr zu versorgende Heizkörper genau die Menge des Wärmeträgers erhält, die in den einzelnen Räumen zur Erzeugung der jeweils eingestellten Raumtemperatur benötigt wird. Verschiedene Kennzahlen sind wichtig, um die Arbeit der Heizungspumpe zu verstehen.

Heizungspumpen sorgen für Bewegung im Heizkreislauf

HeizungspumpeQuelle: GrundfosEine Heizungspumpe wird auch Umwälzpumpe genannt und wandelt die ihr durch Strom zugeführte Energie in Pumpleistung um. Im Heizkreislauf hat sie die Funktion, das vom Heizkessel erwärmte Wasser über den Heizkreislauf zu den Heizkörpern und zurück zum Kessel zu pumpen. Je nach Wärmebedarf in der Immobilie, deren Heizkörper durch die Heizungspumpe mit Heizwasser versorgt werden, muss die Pumpleistung unterschiedlich hoch sein.

Im Prinzip sollten Heizungspumpen zwei Anforderungen möglichst gut genügen: Sie sollte alle Heizkörper mit der ausreichenden Menge Wasser versorgen, so dass die eingestellte Zimmertemperatur erreicht wird. Zugleich sollte die Heizungspumpe keinen Heizkörper mit zuviel Heizwasser versorgen und die Wasserversorgung mit einer möglichst geringen Pumpleistung garantieren, um möglichst energieeffizient zu arbeiten.

Verschiedenen Varianten der Heizungspumpen gelingt es auf unterschiedlich gute Weise, beiden Anforderungen zu genügen. Wird eine Heizanlage mit einer alten Heizungspumpe betrieben, sollte man daher überlegen, ob man die Heizungspumpe von einem Heizungsfachbetrieb austauschen lässt.

Wichtige Kennzahlen von Heizungspumpen

Um die Funktionsweise einer Heizungspumpe besser zu verstehen, sind einige Kennzahlen wichtig. Eine davon ist die in Watt gemessene elektrische Leistung, die von der Heizungspumpe aufgenommen wird. Bei modernen Heizungspumpen variiert die Leistung und passt sich an den Wärmebedarf an. Das ist wichtig - denn eine mit zu hoher Leistung laufende Heizungspumpe bedeutet auch höheren Stromverbrauch der Umwälzpumpe als nötig. Weitere wichtige Kennzahlen bei Heizungspumpen: 

  • Durchfluss: Der Durchfluss wird auch als Volumenstrom oder Förderstrom bezeichnet, hat aber nichts mit elektrischem Strom zu tun. Er steht für die Menge an Heizwasser, die in einer Zeiteinheit „x“ von der Heizungspumpe durch den Heizkreis gepumpt wird. Eine mögliche Einheit ist „Liter pro Stunde“.  
  • Förderhöhe: Die Förderhöhe bezeichnet die nutzbare mechanische Arbeit der Heizungspumpe, die auf das Heizwasser übertragen wird. Vereinfacht ausgedrückt, sind die Förderhöhe und die maximale Förderhöhe Kennzahlen für die Druckleistung von Heizungspumpen. Das Kürzel der Förderhöhe ist „H“, gemessen wird in „Meter“. Aber Achtung. Die Förderhöhe entspricht NICHT der Höhe des Gebäudes, das eine Heizungspumpe mit der Förderhöhe „x“ beheizen kann.

Förderhöhe, Volumenstrom und Leistungsaufnahme sind einander beeinflussende Größen, die für den effizienten Betrieb von Heizungspumpen und damit der Heizung wichtig sind.  

Heizungspumpe ist nicht gleich Heizungspumpe

Die älteste Variante der Heizungspumpe sind die ungeregelten ein- und mehrstufigen Heizungspumpen. Bei der einstufigen Variante bleibt die Leistungsaufnahme der Heizungspumpe immer gleich, unabhängig vom wechselnden Wärmebedarf. Handelt es sich um eine ungeregelte mehrstufige Heizungspumpe, sind mehrere Leistungsstufen manuell einstellbar. Beide Arten der Heizungspumpen lassen sich aber nicht beziehungsweise nur sehr schlecht und grob auf einen unterschiedlichen Wärmebedarf einstellen.

Weitaus besser sind geregelte Heizungspumpen, deren Pumpenleistung zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert automatisch und abhängig vom aktuellen Wärmebedarf reguliert wird. Ganz besonders energieeffizient sind Hocheffizienzpumpen, eine neue Variante der regelbaren Heizungspumpen. Sie sind teurer als herkömmliche Heizungspumpen (hier aktuelle Preise von Umwälzpumpen), jedoch ist diese Mehrinvestition nach wenigen Jahren amortisiert.

Fachbetriebe für Heiztechnik beraten Sie gerne rund um den Austausch ihrer alten Heizungspumpe und der Optimierung des Gesamtsystems.


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Autor: Heizungsfinder