Heizkosten im Altbau

Heizkosten sind gerade im Altbau ein großer Kostenfaktor. Aufgrund der außerordentlichen Vielfalt der verschiedenen Gebäude und ihrer energetischen Qualitäten gestaltet sich ein umfassender Vergleich sehr schwierig. Wir zeigen anhand einer beispielhaften Untersuchung die Heizkosten für ein Einfamilienhaus und wie sich die verschiedenen Heizsysteme unter vergleichbaren Bedingungen schlagen.

Heizkosten für einen Altbau im Vollkostenvergleich

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) hat für das Jahr 2010 einen Vollkostenvergleich verschiedener Heizsysteme im Altbau in Kooperation mit dem Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (iTG) durchführen lassen.

Die Wohnfläche des Beispielobjektes betrug 150 Quadratmeter (Nutzfläche insgesamt 209m2). Der energetische Standard entsprach der Wärmeschutzverordnung von 1982. Es kamen Heizkörper für die Wärmeverteilung zum Einsatz. Die Auslegungstemperaturen betrugen 70/55 Grad, während bei den Wärmepumpen 50/40 Grad Celsius veranschlagt wurden. Im Falle von Fußbodenheizungen kann man im Allgemeinen von geringeren Heizkosten im Altbau ausgehen. Hier die zusammenfassende Grafik aus der Untersuchung:

Heizkosten AltbauGrafik mit freundlicher Genehmigung des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

 

Es zeigt sich ein bekanntes Verhältnis: die klassischen Heizsysteme wie Gas-Brennwertkessel schneiden vor allem bei den Investitions- bzw. Kapitalkosten sehr gut ab, aber bei den Verbrauchskosten / Heizkosten fallen vergleichsweise hohe Werte auf. Alternative Systeme wie die Pelletheizung oder die Wärmepumpe verlangen höheren Kapitaleinsatz, punkten aber mit niedrigen Verbrauchswerten.

Der Vergleichbarkeit halber muss angemerkt werden: Fördermittel durch Bund, Bundesländer oder Kommunen und Energieversorger sind nicht in der Übersicht erfasst. Beispielsweise könnte man (Stand Oktober 2012) im Altbau für eine Pelletheizung Fördergelder durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von 2.400 bis 3.600 Euro und für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe von 2.400 Euro und mehr erhalten. Auch für Solarthermieanlagen und Blockheizkraftwerke gibt es entsprechende Boni. Diese Gelder sollten Sie also bei der Betrachtung von durchschnittlichen Heizkosten mit beachten.

Beachten Sie weiterhin, dass die Brennstoffpreise noch den Durchschnittswerten von 2010 entsprechen. Vor allem die Preise für Strom, Öl und Gas haben sich seitdem deutlich nach oben bewegt. Alle weiterführenden Ergebnisse und Details finden Sie beim BDEW unter diesem Link.

Wenn Sie die Heizkosten für ihren Altbau senken möchten, sollten Sie sich unbedingt grundsätzlich von mehreren Fachbetrieben für Heizungen beraten lassen, um die Kosten gut vergleichen zu können. Auch mit unserem Heizungsratgeber können Sie erste Anhaltspunkte dafür gewinnen, mit welcher Heizung Sie die Heizkosten im Altbau senken können.


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Autor: Thorben Frahm