Umwälzpumpensteuerung – nicht zuviel Leistung, nicht zuwenig

Die Umwälzpumpensteuerung: Bevor man sich damit beschäftigt, was und wie sie eigentlich steuert, sollte man erst einmal schauen, ob die eigene Heizungspumpe überhaupt solch eine Steuerung besitzt und wie die Regelung eingestellt ist. Falls ja, lässt sich die Leistung der Heizungspumpe einstellen und das auch ganz automatisch.

Umwälzpumpensteuerung und die geregelte Heizungspumpe

Umwälzpumpensteuerung© Dan Race - Fotolia.comUngeregelte Heizungspumpen sind die einfachste Variante der Umwälzpumpen. Sie laufen immer mit derselben Leistung, ob Wärmebedarf in den Räumen eines Gebäudes anliegt oder nicht. Diese Heizungspumpe besitzt keinerlei Umwälzpumpensteuerung.

Bei etwas flexibleren Varianten der weitgehend ungeregelten Heizungspumpe kann man die Heizungspumpe zwar einstellen, allerdings nur manuell. Es gibt für die Pumpe der Heizung voreingestellte Leistungsstufen und eine davon kann man auswählen.

Von einer wirklichen Umwälzpumpensteuerung kann man allerdings nur dann wirklich sprechen, wenn man eine geregelte Hocheffizienzpumpe vor sich hat. Sie reagiert auf den unterschiedlichen Wärmebedarf im Haus, indem sie die Leistung drosselt beziehungsweise steigert. Durch die geregelte Heizungspumpe kann man viel Strom sparen. Deshalb sollten Besitzer einer Heizanlage mit ungeregelter Umwälzpumpe einmal Heizungs-Fachbetriebe kontaktieren und mit MitarbeiterInnen über einen möglichen Austausch der Heizungspumpe sprechen.

Umwälzpumpensteuerung und der Differenzdruck

Auf dem Markt existiert die geregelte Heizungspumpe mit Umwälzpumpensteuerung, die die Pumpe auf Basis des sogenannten Differenzdrucks steuert. Als Differenzdruck wird der Druckunterschied zwischen dem in die Umwälzpumpe eintretenden und dem aus ihr austretenden Wasser bezeichnet. Wie funktioniert diese Variante der Umwälzpumpensteuerung? Abhängig vom Druck im Heizkreislauf wird sich die differenzdruckgeregelte Heizungspumpe passend einstellen und die Pumpenleistung anpassen. Grundsätzlich gilt:

  • Je mehr Thermostate aktuell so eingestellt sind, dass kein Wasser den jeweiligen Heizkörper durchfließt, desto stärker ist der Druck im System. Darauf wird sich die Heizungspumpe einstellen, indem die Umwälzpumpensteuerung die Drehzahl der Pumpe senkt.
  • Sind mehr Thermostate so eingestellt, dass das Heizwasser aktuell viele Heizkörper durchfließt, sinkt der Druck im System. Die geregelte Heizungspumpe reagiert darauf mit einer erhöhten Drehzahl, also mit einer erhöhten Leistung.  

Heizungspumpe einstellen - Reaktionen auf Temperaturen

Als Alternative gibt es beispielsweise die Umwälzpumpensteuerung einer Heizungspumpe (Übersichtsseite des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit) die auf Temperaturunterschiede zwischen Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur reagiert. Die Vorlauftemperatur ist diejenige, mit der das Heizwasser aus dem Heizkessel kommt, die Rücklauftemperatur diejenige, mit der das Wasser aus dem Heizkreislauf zum Brenner zurückkehrt. Ist der Temperaturunterschied gering, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Pumpenleistung aktuell zu hoch ist. Die Umwälzpumpensteuerung senkt dann die Leistung der Pumpe.

Alle hier genannten Vorgänge funktionieren automatisch. Teils lassen sich Heizungspumpen aber auch manuell auf geregelten oder ungeregelten Betrieb und zusätzlich auf Minimal- und Maximalleistungsbetrieb einstellen. Vereinzelt kann es Sinn machen, vom automatisch mit Umwälzpumpensteuerung gesteuerten Betrieb abzuweichen. Oftmals ist aber der Automatikbetrieb die richtige Wahl.

Wer eine alte Heizungspumpe gegen eine neue austauscht, kann unter Umständen Fördergelder für die Umwälzpumpe beanspruchen. Heizungs-Fachbetriebe beraten Sie gern rund um den Pumpentausch und zeigen Ihnen die wirtschaftlichsten Lösungen.


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Autor: Thorben Frahm