Kostenvergleich zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung

Warmwasser wird das ganze Jahr über konstant gebraucht - zum Duschen, Kochen oder für die Hausreinigung. Doch nicht immer ist das wirtschaftlichste System gewählt, so dass sich die Kosten für Warmwasserbereitung unverhältnismäßig entwickeln können. Ein Kostenvergleich zentraler und dezentraler Systeme mit verschiedenen Brennstoffen.

Kosten für Warmwasserbereitung: Kostenvergleich zentral & dezentral

In der Warmwasserbereitung sind zwei Faktoren ausschlaggebend für Höhe der Kosten: der eingesetzte Brennstoff (Gas, Öl, Strom, erneuerbare Energieträger) in Kombination mit dem System zur Warmwasserbereitung. Bei einer Modernisierung müssen die jährlich eingesparten Kosten sowie die Anschaffung und Installation des neuen Systems mit den gegenwärtigen Kosten für die Warmwasserbereitung verglichen werden. Sie können hier eine kostenlose Beratung zur Warmwasserbereitung anfordern. 

Beispiel: 1 Person im Mehrfamilienhaus mit zentraler Warmwasserbereitung (Gas) 

Eine Person verbraucht im Single-Haushalt eines Mehrfamilienhauses pro Jahr 10m³ Warmwasser. Der Vermieter berechnet hierfür am Jahresende ca. 140€. Das Warmwasser wird zentral im Haus mit Hilfe einer Gasheizung erwärmt.

Für die Erwärmung von 10 m³ Wasser (Erwärmung auf 60°C) verbraucht die Anlage ca. 1.900 kWh Gas. Der Vermieter legt einen kWh-Preis von ca. 0,074 Cent inklusive aller Nebenkosten zugrunde. Je Kubikmeter liegen die Kosten für die Warmwasserbereitung in der Kombination "zentral mit Gas" in diesem Rechenbeispiel bei ca. 14€. 

kWh-Preis verscheidener Brennstoffe vergleichen

Die Kosten für Warmwasserbereitung je Kubikmeter variieren mit dem eingesetzten Brennstoff. Im Januar 2011 staffelten sich in Deutschland die Brennstoffkosten je kWh wie folgt (Quelle: Carmen E.V.):

  • Strom: ca. 23 Cent / kWh (Quelle: BMWi)
  • Heizöl: 7,6 Cent / kWh
  • Erdgas: 6,5 Cent / kWh
  • Holzpellets: 5,1 Cent / kWh
  • Hackschnitzel: 3,2 Cent / kWh

Die Auflistung zeigt, wie sich der kWh-Preis des eingesetzten Brennstoffs direkt auf Kosten für die Warmwasserbereitung auswirkt (gleicher Wirkungsgrad der verschiedenen Anlagen vorausgesetzt). Im Kostenvergleich ist die Kilowattstunde Strom rund 3x so teuer wie Gas und Öl. Regenerative Heizsysteme können den Kilowattstundenpreis noch unterbieten. 

Zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung im Kostenvergleich

Dezentrale Warmwasserbereitung ist in der Anschaffung und Einrichtung günstiger, jedoch auf die Brennstoffe Strom bzw. Gas festgelegt. Es müssen keine Warmwasserleitungen im Haus verlegt werden. Die weitere Entwicklung der Kosten für Warmwasserbereitung ist an die Entwicklung des Strom- und Gaspreises gekoppelt. Kosten durch Solaranlagen zur Warmwasserbereitung, bessere Zirkulationspumpen oder einen Wechsel des Brennstoffs zu sparen ist nicht möglich.

Die zentrale Warmwasserbereitung ist als System zunächst teuer in der Anschaffung oder Modernisierung als ein Durchlauferhitzer oder Boiler. Die Kosten für die Warmwasserbereitung sind in dieser Konstellation günstiger, da zentrale Heizungssysteme in der Regel einen höheren Wirkungsgrad besitzen und weniger Brennstoff verbrauchen. Die weitere Entwicklung bleibt mit zentralen Systemen besser kalkulierbar, da die Warmwasserbereitung auf andere (regenerative) Brennstoffe umgestellt werden kann.

Fachbetriebe für Heizsysteme beraten gern über die individuellen Kosten zur Warmwasser­bereitung sowie die Wirtschaftlichkeit einer Modernisierung.

 

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Autor: Thorben Frahm