Der Heizkreislauf - Aufbau & Heizkörpersysteme

Der Heizkessel erzeugt Wärme, doch ohne entsprechende Heizkörper und einen funktionierenden Heizkreislauf kommt sie nicht an ihren Bestimmungsort. Bei der Wahl einer Heizung stellt sich nicht nur die Frage nach dem passenden Heizkessel - auch der Heizkreislauf und die Heizkörper müssen gut gewählt und korrekt ausgelegt werden, damit die Anlage wirtschaftlich arbeitet.

Der Heizkreislauf - Teil der Wirtschaftlichkeit einer Heizungsanlage

Der Heizkreislauf einer Heizung besteht aus mehreren Elementen: Heizungsrohren, Heizkörpern und Steuerungsgeräten wie Zirkulations- und Umwälzpumpen. Die Strecke vom Heizkessel zu den Heizkörpern bezeichnet den Vorlauf. Der Abschnitt von den Heizkörpern zurück zum Kessel nennt man Rücklauf.

Neben der richtigen Wärmeträgermenge müssen die Druckverhältnisse im geschlossenen Kreislauf passgenau berechnet werden, damit die erzeugte Wärmemenge wirtschaftlich genutzt werden kann.

Schema Heizkreislauf

 

Mit dem richtigen Thermostat arbeiten Heizkörper wirtschaftlicher

Damit die Wärme richtig an die Räume abgegeben wird, sind Heizkörper erforderlich. Hier sind einerseits klassische Radiatorheizkörper möglich. Sie geben, abhängig von der jeweiligen Thermostateinstellung, Wärme an die Raumluft ab. Thermostate sind in verschiedenen Arten erhältlich: vom traditionellen mechanischen Thermostat bis hin zum elektronischen oder funkgesteuerten Thermostat.

Die Alternative zu Radiatorheizkörpern: Flächenheizungen

Neben den herkömmlichen Radiatorheizkörpern sind auch Flächenheizungen wie die Fußbodenheizung oder Wandheizungen möglich. Hier verläuft der Heizkreislauf durch den Fußboden oder die Wand. Ein Vorteil liegt darin, dass kein Wohnraum verloren geht. Zusätzlich wirbelt eine Flächenheizung keinen Staub auf.

Eine Fußbodenheizung arbeitet mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als Radatorheizkörper - circa 30 bis 35 Grad Celsius. Dies wird relavant, wenn Brennwerttechnik, Wärmepumpen oder Solarunterstützung verwendet.

Zu den Flächenheizungen zählt auch die Infrarotheizung. Diese Form der Elektroheizung arbeitet nicht über Konvektion, sondern über Strahlungswärme. Spezielle Strahler oder Plattenelemente erwärmen mittels nicht die Raumluft, sondern direkt Gegenstände im Raum.

Der hydraulische Abgleich reduziert die Heizkosten

Ein oft vernachlässigter Punkt bei der Planung einer Heizungsanlage ist ein Hydraulischer Abgleich. Über eine Berechnung der genauen raumabhängigen Heizlast findet der Fachmann den optimalen Wasserdruck für jeden Heizkörper und installiert nötigenfalls Ventile.

Zum hydraulischen Abgleich gehört auch die Installation einer Hocheffizienzpumpe. Moderne Hocheffizienzumwälzpumpen können ihre Leistung verschiedenen Anforderungen anpassen und sparen Betriebskosten.

Einzelgeräte heizen selten genutzte Räume

Stellenweise sind Räume nicht durch einen Heizkreislauf zu erreichen oder es rechnet sich nicht, diese Verbindung herzustellen. Zum Beispiel in einem selten genutzten Hobbydachboden, Keller oder Gäste-WC. Hier bietet sich der Einsatz elektrische Geräte, zum Teil auf Infrarotbasis, aber auch Einzelgeräte auf Öl- oder Gasbasis an. Sie eignen sich allerdings nicht, um komplette Gebäude zu erwärmen - dies stellte sich als unwirtschaftlich heraus.

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Autor: Thorben Frahm