Hydraulischer Abgleich im Themenüberblick

Viele Heizungen in Deutschland verschwenden Energie. Ein hydraulischer Abgleich optimiert die Leistung der Heizungsanlage. Das Ergebnis: es gibt keine zu heißen oder zu kalten Heizkörper mehr im Mehr- und Einfamilienhaus, die Vor- und Rücklauftemperatur stimmt und der Besitzer bzw. Mieter spart richtig Energie ein. Einsparungen von 5 bis 25 Prozent sind möglich.

Hydraulischer Abgleich im Ein- und Mehrfamilienhaus

Viele Heizungen arbeiten nicht optimal abgestimmt. An einigen Anhaltspunkten kann man erkennen, ob ein hydraulischer Abgleich notwendig sein könnte: wenn beispielsweise der eine Heizkörper viel wärmer als ein anderer wird, drastische Temperaturunterschiede im mehrgeschossigen Mehr- oder Einfamilienhaus erkennbar sind oder die Heizung Geräusche macht, die sich durch ein Entlüften der Heizkörper nicht beheben lassen, ist ein hydraulischer Abgleich an der Zeit.

Detlef Malinowsky von der IBDM GmbH spricht beim ARD Ratgeber Bauen und Wohnen über den Hydraulischen Abgleich.

 

Ein hydraulischer Abgleich ist förderfähig

Das Energiesparpotenzial ist groß und die hydraulischer Abgleich Kosten sind mit ca. 500 € im Einfamilienhaus überschaubar. Ein hydraulischer Abgleich geschieht nach vorgegebenen Maßnahmen durch einen Fachbetrieb. Die Durchführung ist für die Optimierung von Heizungsanlagen aufgrund des Energiesparpotenzials sehr empfehlenswert. Ein hydraulischer Abgleich ist inzwischen auch vorgeschrieben, um Fördermittel für verschiedene Maßnahmen durch KfW oder das BAFA in Anspruch nehmen zu können. Aber es gibt auch Förderung für einen hydraulischen Abgleich selbst.

Hydraulischer Abgleich

 

Hydraulischer Abgleich - eine genaue Bestandsanalyse zeigt die Schwachstellen

Am Anfang der Durchführung steht die Grundlagenermittlung. Dort werden, ob im Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, die Wärmeverteilung und Wärmeübergabe festgehalten, die Leitungsanlage geprüft und vermessen, und die Pumpe der Heizung erfasst. Auch wird die Heizlast ermittelt und die Thermostatventile kontrolliert. Ideal sind voreinstellbare Thermostatventile. Diese müssen gegebenenfalls nachgerüstet werden, falls noch keine vorhanden sind.

Im Anschluss daran folgt die Berechnung vom hydraulischen Abgleich mittels spezieller Software oder anhand zuverlässiger Datenschieber. Wie groß ist die benötigte Heizlast vom Einfamilienhaus bzw. der jeweiligen Zimmer, wie hoch ist die notwendige Vorlauf- und Rücklauftemperatur, der Durchfluss oder wie lautet die Leistung und der Verbrauch der Umwälzpumpe (transportiert das Warmwasser im Heizleitungssystem)? All diese Faktoren müssen vor der Durchführung erfasst werden.

Was wird bei der Durchführung geändert?

Ist die Umwälzpumpe ungeeignet, muss diese gegen eine Hocheffizienzpumpe ausgetauscht werden. Optimal ist das Energielabel "A". Diese Maßnahme allein spart bis zu 100 - 150 Euro jährlich an Stromkosten für den Pumpenbetrieb. Sind anstelle von konventionellen Heizkörpern in einem Einfamilienhaus Fußbodenheizungen verbaut, so sind noch weitere Variablen für die Durchführung von einem hydraulischen Abgleich einer Fußbodenheizung nötig. Ein hydraulischer Abgleich einer Heizung ist einfacher in der Durchführung.

Je nachdem, was das berechnete und gemessene Resultat ist, müssen nun die Thermostatventile begrenzt werden, Massenströme im Heizungssystem oder, neben ein, zwei weiteren kleinen Eingriffen, die Pumpenleistung angepasst werden. Im Idealfall kann auch die Vorlauftemperatur weiter gesenkt werden.

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Autor: Thorben Frahm