Lüftungsanlage im Passivhaus

Passivhäuser benötigen nur ein sehr klein dimensioniertes Heizsystem. Die Planung der Wärmequelle wird hier im Wesentlichen vom Warmwasserbedarf abgeleitet. Die Produktion von Wärme zum Beheizen der Raumluft gilt in Passivhäusern eher als nebensächlich. Die Passivhaus Lüftung gewährleistet nicht nur den Luftaustausch im praktisch dichten Gebäude, sondern die Lüftung übernimmt über eine Wärmerückgewinnung einen großen Teil der Heizarbeit gleich mit.

Passivhaus Lüftung - zentral, dezentral & Kompaktgeräte

Neben der kontrollierten Belüftung ist im Passivhaus das Prinzip der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bedeutend. Seine Effizienz zieht das Passivhaus daraus, dass die Wärme, welche in der verbrauchten Luft enthalten ist, über die Lüftung rückwirkend genutzt werden kann. Eine klein dimensionierte Heizung reicht dann meist völlig aus, um den nötigen Heizwärmebedarf von ungefähr 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter (laut Passivhaus Institut) zu decken. Der Großteil der Energie wird über passive Gewinne durch die Einwohner, solare Energiegewinne durch die Fenster und eben die Passivhaus Lüftung sichergestellt.

Passivhaus Lüftung

Anforderungen an eine Passivhaus Lüftungsanlage

Um die Anforderungen eines Passivhauses in Bezug auf Wärmeproduktion, Wohnraumlüftung, Warmwasserbereitstellung und Energieeffizienz abzudecken gibt es verschiedene Anlagen, welche den individuellen Bedürfnissen angepasst werden können. Ob der Nutzer sich für eine zentrale Lüftung oder eine dezentrale Lüftungsanlage entscheidet, oder eine Passivhaus Lüftung wählt, welche die Prioritäten auf die Wärmerückgewinnung legt, ist vom Gebäude selbst und von den Anforderungen des Nutzers abhängig.

Eine Passivhaus Lüftung kann besonders massiv sein, andere binden eine Fussbodenheizung oder andere Kreisläufe mit ein. Besonders Kompaktgeräte, die mehrere Funktionen wie Warmwasserbereitung, elektrischer Zusatzheizung bzw. einer Wärmepumpe können als Passivhaus Lüftung zum Einsatz kommen.

Funktionsweise einer Passivhaus Lüftung

Lüftungsanlagen haben ihre grundsätzliche Funktionsweise gemeinsam. Ein Ventilator befördert Außenluft von einer Ansaugstelle zum Lüftungsgerät. Im Lüftungsgerät durchströmt die Luft den Wärmetauscher. Die Wärme der verbrauchten Luft, der Abluft, wird übertragen ohne dass sich die Luftmoleküle vermischen. Die Qualitätsanforderungen für Passivhäuser besagen, dass bis zu 75% der Wärme an die Zuluft abgegeben wird.

Über ein Kanalsystem strömt die erwärmte Frischluft in gewünschten Räumlichkeiten, wo sie zirkuliert. Über Durchstromzonen gelangt die Luft in die Räume mit der höchsten Belastung (Sanitärräume,Hobbyräume) und wird dort durch einen weiteren Ventilator abgesaugt. Von dort geht es in den Wärmetauscher zurück und. Anschliessend gelangt die nun abgekühlte Abluft ins Freie. In den meisten Fällen ist in einer kompakten Lüftungsanlage eine Wärmepumpe integriert. Zu empfehlen sind zentrale Lüftungsanlagen um eine konstante und kontrollierte Belüftung im gesamten Gebäude zu gewährleisten. Es können aber auch eine dezentrale Lüftungsanlage installiert werden, um den Bedürfnissen des Nutzers gerecht zu werden.

Planen Sie den Einbau eines energieeffizienten Passivhaus Lüftungsanlage, können Sie mit unserer Hilfe Fachbetriebe finden, die ihnen Grundlagen und Tipps zur Wohnraumbelüftung liefern.


Autor: Heizungsfinder