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    Wirtschaftsdünger für Biogas Anlagen: Gülle & Mist

    Die Wirtschaftsdünger Gülle und Mist haben ein sehr großes Potenzial für die energetische Nutzung in einer Biogasanlage. Durch Vergärung entsteht hochwertiges Biogas, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Somit hat der Betreiber nicht nur die gestiegenen Umweltanforderungen erfüllt, sondern gleichzeitig bares Geld mit Gülle und Mist verdient. Und die Gärreste sind danach noch ein hochwertiger Naturdünger.
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    Biogas aus Gülle & Mist: Rindergülle, Schweinegülle und Pferdemist

    Angesichts der immer größeren Zuchtbetriebe und der steigenden Umweltauflagen zur weiteren Nutzung, bietet die Biogasproduktion eine interessante Möglichkeit Gülle und Mist Gewinn bringend zu nutzen. Ganz gleich, ob Pferdemist oder Geflügelmist, Rindergülle oder Schweinegülle - alle haben eines gemeinsam: Sie eignen sich ideal für die Vergärung in einer Biogasanlage. Sie besitzen noch so viele Nährstoffe, dass sie optimal zur Biogas Produktion dienen.

    Was ist besser - Gülle oder Mist?

    Biogas aus Mist

    Prinzipiell ist festzuhalten, dass Gülle wesentlich einfacher zu verarbeiten und zu lagern ist als Mist. Denn nicht nur ihr guter Nährstoffgehalt, sondern auch die Pumpfähigkeit macht Rindergülle und Schweinegülle zum optimalen Substrat für die Biogas Erzeugung. Zudem kann es noch mit anderen Substraten (Kosubstrate) zur Vergärung im Fermenter einer Biogasanlage vermischt werden.

    Der niedrige Trockensubstanz-Gehalt (TS) der Gülle macht dies durchaus möglich. Gibt man Maissilage oder andere Biogas Substrate hinzu, dann wird der Biogasertrag und damit die Methanausbeute von Gülle noch gesteigert. Geflügel-Mist, Pferdemist und andere Mist-Arten benötigen zudem spezielle Transportmöglichkeiten aus der Vorgrube der Biogasanlage.

    Gülle- und Mistertrag von Rindern, Schweinen und Pferden

    Spricht die Pumpffähigkeit von Gülle für die Verwendung in Biogasanlagen, so unterscheiden sich Gülle und Mist erheblich in ihrem Mengennanfall. Ein Rind produziert im Jahr zwischen 7,5 und 21 m³ Gülle, Schweine nur zwischen 1,2 und 6 m³ Gülle, Pferde rund 16 m³ Pferdemist (Quelle: FNR). Um gleiche Mengen an Substrat zu erzeugen, müssen unterschiedlich große Tierherden gehalten werden.

    Schweinegülle vs. Rindergülle

    Biogas aus GülleFrische Gülleeinfüllung in ein offenes Güllesilo | Urheber: Moehre1992 |
    Lizenz: CC BY-SA 3.0

    Biogas entsteht aus dem Vergärungs­prozess von Nährstoffen wie Fette, Kohlehydrate und Proteine. Die beiden Substrate Rindergülle und Schweinegülle unterscheiden sich deutlich in ihrer Grundzusammensetzung. Somit ist auch der Biogas-Ertrag nicht gleich groß.

    Rindergülle besitzt einen hohen Anteil an Kohlenhydraten, während Schweinegülle einen hohen Anteil an Proteinen aufweist. Da die Proteine einen höheren Methangehalt im Biogas erzeugen, sind Biogasertrag und Methanausbeute bei Schweinegülle merklich größer.

    Das bringen Gülle und Mist von Schweinen, Rindern und Pferden

    Als Faustzahl aus der Biogas Produktion entstehen pro Tonne Rindergülle durchschnittlich 25 Nm³ (Normkubikmeter) Biogas (Methangehalt 60%), bei Schweinegülle 28 Nm³ Biogas (Methangehalt 65%) und bei Pferdekot ohne Stroh 63 Nm³ Biogas. Da die Methanausbeute mit Proteinen wesentlich höher ausfällt, entfallen durchschnittlich 210 Nm³ Methan auf eine Tonne Rindergülle (oTS) und 250 Nm³ auf Schweinegülle, jedoch nur 165 Nm³ auf Pferdekot.

    Die Werte von Rindermist und Schweinemist liegen sogar noch über denen von Gülle bei nahezu gleichem Methangehalt. Mit einem Biogasertrag von 45 Nm³ pro Tonne Rindermist und 60 Nm³ pro Tonne Schweinemist ist der Biogasertrag im Durchschnitt doppelt so hoch wie bei Schweinegülle und Rindergülle. (Quelle: FNR)

    Diese Werte sind allerdings in der Praxis oft niedriger. Denn das Ergebnis ist davon abhängig, inwieweit die Gülle durch die Stall- oder Melkstandreinigung verdünnt wird.

    Neben Gülle und Mist kann Biogas aus drei weiteren Rohstoffgruppen gewonnen werden: Biogas aus NawaRo, Biogas aus Agroindustrie Abfällen und Biogas aus Kompost der Lanschaftspflege.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de