Blockheizkraftwerke mit Dieselmotor

9. November 2020
Diesel-BHKW können viel leisten. Bei den Motoren handelt es sich häufig um modifizierte Schiffsdiesel-Motoren, die gewaltige Mengen an Energie erzeugen können. Anders als beim Schiffsdiesel-Motor wird hier aber nicht nur die entstandene elektrische Energie genutzt, sondern auch die thermische. Dieselmotoren sind auch bei Blockheizkraftwerken mittlerer Größe auf dem Vormarsch.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenBHKWMotorenDieselmotor

Diesel-BHKW für Leistungen im Megawattbereich

Der Dieselmotor ist wie der Ottomotor ein Verbrennungsmotor. Dieselmotoren haben jedoch einen höheren Wirkungsgrad als Ottomotoren, weshalb Diesel Blockheizkraftwerke zum Großteil in der Industrie eingesetzt werden. Diese haben einen modifizierten Schiffsdiesel-Motor mit einer elektrischen Leistung von mehr als 1 Megawatt.

Dieselmotoren treiben aber auch Blockheizkraftwerke für den mittleren Leistungsbereich an. Diese werden dann mit BHKW Brennstoffen wie Heizöl, Diesel oder Biodiesel betrieben. 

Was unterscheidet Dieselmotor und Ottomotor im Blockheizkraftwerk?

Der Aufbau von Otto- und Dieselmotoren ist zunächst ähnlich. Zuerst wird Luft durch einen nach unten gleitenden Kolben in einen Brennraum gezogen, bis dieser gefüllt ist. Im zweiten Schritt gleitet der Kolben wieder nach oben und verdichtet so die Luft. Wenn die Luft maximal verdichtet ist, herrschen im Brennraum ein sehr hoher Druck und eine hohe Temperatur.

Nun wird, anders als beim Ottomotor, Diesel-Kraftstoff in die Luft eingespritzt. Durch die hohe vorhandene Temperatur entzündet sich der Kraftstoff sofort. Durch die Explosion wird der Kolben nach unten gedrückt. Im letzen Schritt werden die verbrannten Abgase durch den Koben, der sich erneut nach oben bewegt, ausgestoßen.

Die mechanische Energie des Kolbens wird in einem Generator für das BHKW in elektrische Energie umgewandelt. Die bei der Verdichtung und Explosion entstandene Wärme wird durch Wärmeüberträger für Warmwasser und Heizung genutzt.

Die Unterschiede zum Ottomotor liegen darin, dass im ersten Schritt kein Kraftstoff in den Brennraum gezogen wird, sondern der Diesel erst im dritten Schritt hinzugefügt wird. Weiterhin geschieht die kontrollierte Explosion nicht über einen Zündfunken, sondern das Luft-Diesel-Gemisch entzündet sich selbst. Neben dem Viertakt-Betrieb können Dieselmotoren auch als Zweitakt-Motor betrieben werden. 

Dadurch, dass beim Dieselmotor eine höhere Energie frei wird, muss er robuster gebaut und somit schwerer sein. Ein Schiffsdiesel-Motor kann bis zu mehreren tausend Tonnen wiegen.

Problem Selbstzündung bei der Brennstoffauswahl

Schiffsdiesel-Motoren werden mit Diesel oder Heizöl betrieben. Bei BHKW mit Dieselmotoren kleiner und mittlerer Leistung wird allerdings oft als Brennstoff Gas eingesetzt und kein Diesel. Durch den geringen Erdgasdruck kann aber keine kontrollierte Selbstzündung erfolgen. Deshalb werden mit Diesel betriebene Motoren oft auf Ottobetrieb mit Fremdzündung umgerüstet.

Vor- und Nachteile eines Diesel-BHKW

BHKW mit Dieselmotoren sind sparsam und meist vibrationsarm. Sie brauchen weniger Treibstoff, um die gleiche Kraft wie ein Ottomotor zu erzeugen. Wenn ein Dieselmotor jedoch alt wird, kann es Ruß und krebserregende Stoffe bilden.

Der Gesamtwirkungsgrad von Diesel- und Ottomotor ist ähnlich, er liegt bei 85 – 95%. Das Wartungsintervall ist bei beiden Motoren gleich, liegt jedoch deutlich höher als beim Stirlingmotor BHKW.

Diesel-BHKW sind bereits im mittleren Leistungsbereich im Einsatz

Neben den Großanlagen mit Schiffsdiesel-Motor werden auch bereits kleinere Blockheizkraftwerke mit Dieselmotor von einigen BHKW-Herstellern für Mini-BHKW angeboten. Giese hat ein BHKW im Portfolio, das sowohl mit Diesel als auch mit Biodiesel betrieben werden kann. Auch von Senertec gibt es einen Dachs, der mit Biodiesel betrieben wird.

Weitere Motoren für BHKW sind der Ottomotor, Stirlingmotor und Dampfmotor.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema BHKW

Ölverbrauch eines BHKW

Was verbraucht eine stromerzeugende Heizung, z.B. ein BHKW an Öl? Es wurde bei ca.270m² Wohnfläche auf 3 Etagen (ein Familienhaus) ca.3500 ltr/Jahr. geschätzt beim Ölkessel.
Antwort von BAD | HEIZUNG | SOLAR | SANITÄR | HAUSTECHNIK WENDEL

Hallo zusammen,
die Frage Was verbraucht ein BHKW an öl?
Der Verbrauch von Öl hat mehrere Grundlagen.
Fläche, Baujahr, Anspruch des Betreibers an Wohnraum Temperaturen.

Ich Verkaufe und baue BHKW`s sehr gern ein. Aber nur da wo die Sinn ergeben.
Bei der Fläche von 270m² und kein Beheizter Pool. Streichen Sie das BHKW von Ihrer liste.
Lassen Sich eine neue Öl-Brennwert Heizung mit Solar einbauen, haben Sie mehr von.

Gruß Robert Wendel
Heizung & Sanitär

Vor- und Nachteile: intelligentes Heizschwert

Ich interessieren mich für die Vor- und Nachteile eines intelligenten Heizschwerts. Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht?
Antwort von GO BHKW GmbH

Ich halte diese Lösungen für wirtschaftlichen Unfug. Die Wärmemenge, die das Haus beheizt, wird meist mit Gas oder Öl erzeugt, hier kostet eine kWh 5-7 Cent. Wenn ich nunmehr eine kWh PV-Strom, die ich nicht einspeisen will, zu Heizzwecken nutze, spare ich 5-7 Cent, verliere aber wenigstens 12,31 Cent Einspeisevergütung. Also produzieren solche Lösungen einen Verlust von mehr als 5 Cent.

MfG
Thomas Deus

Neue Heizung für altes Bauernhaus

Heizung für altes Bauernhaus (denkmalgeschützt), ca. 280qm: welche Heizung bietet sich an und mit welchen Kosten muss man rechnen?
Antwort von Buderus Deutschland

Hallo, wir bieten ein Tool an, in dem verschiedene Varianten gerechnet werden. https://www.buderus.de/de/heizsystemberater
Entscheidend ist auch, welcher Energieträger ( Erdgas, Strom für Wärmepumpe oder Pellet) verwendet werden soll, d.h. es sollte geprüft werden ob Erdgas anliegt. Soll ein Kaminofen zum Einsatz kommen? Ist ein Schornstein oder Kamin verfügbar? Soll eine Fußbodenheizung eingebaut werden? Denkbar wäre auch ein Hybridsytem, also eine Kombination aus verschiedenen Energieformen.
z.B. Gasbrennwertkessel mit Anbindung eines Kaminofens und Solaranlage.
GBH192i als Hybridmodell https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/alle-produkte/8089_logamax-plus-gbh192it

Die Heizung der Zukunft

Welche Heizung ist für die Zukunft sinnvoll und bezahlbar?
Antwort von Porzel Energie und Warenhandel UG

Ich denke in Zukunft wird es die Brennstoffzelle sein. z.B. Brennstoffzellenheizung
Vitovalor PT2

Gibt es Alternativen zu einer Gas-Etagenheizung?

Ich habe in einer Eigentumswohnung eines mehrstöckigen Mehrparteienhauses eine Gas-Kombiheizung. Obwohl diese weit unter 10 Jahren ist, fällt dieser jährlich und trotz Jahreswartung (Vertrag) ein bis mehrmals aus. Ich folgere daraus: Entweder baut Buderus nur noch minderwertige Heizungen (werden vom professionellen Handwerk kaum noch aktiv angeboten sondern nur noch auf Nachfrage) oder Gasheiztechnik ist einfach veraltet, instabil und anfällig. Ich suche daher nach brauchbaren Alternativen für ein schwieriges Szenario: Am Kamin hängen mehrere Heizungen, es ist daher technisch keine Brenntwertgastherme möglich. Solar auf dem Dach ist nicht möglich. Kein ausreichender Keller zur Lagerung von Brennstoff. Als Ideen schweben mir entweder Nano-BHKW oder pure Stromheizungen (jedoch nicht Nachtspeicheröfen wie in den 50ern) vor. Das Wasser soll auf irgendeine Weise mitgeheizt werden, Boiler ist mangels Platz nicht möglich. Verrohrung in Form von Standardheizkörpern durch die ganze Wohnung vorhanden. Welche Möglichkeiten gibt es mit ganz grober Kosteneinschätzung?
Antwort von ALX Haustechnik GmbH

Eigentlich ist die Lösung die Sie heute haben, eine gute. Das Heizgerät läuft eigentlich ohne Probleme, man sollte einmal die bisherigen Fehler einmal auswerten, um eine Meinung zu bekommen. In Ihren Fall würde ich Ihnen raten bei der Gasheizung zu bleiben, da die Stromheizung eine Alternative darstellt.
Daher ist es ratsam sich den Fall vor Ort anzusehen um die Lösung zu finden.

Lohnt sich eine Brennstoffzellenheizung in einem Einfamilienhaus

Welche infrastruktur benötie ich um eine Brennstoffzellenheizung für ein EFH instalieren zu können? Ab wann lohnt sich überhaupt für ein EFH eine Brennstoffzellenheizung? Welche Förderungen kann ich beantragen.
Antwort von Gerhard Mayr

Nur mit Zuschuss

BHKW als Alternative zur Nachtspeicherheizung?

Suche eine Alternative zur Elektroheizung. Ich zahle aktuell 265 Euro im Monat - nur für den Strom der Nachtspeicherheizung. Was ist die die beste Alternative? Interessiere mich auch für ein BHKW - ist nur fraglich welche Kosten da entstehen bzw. wie eine Finanzierung möglich ist?
Antwort von JB Heizung Elektro Sanitär

Eine echte Alternative ist da wohl nur die Umstellung auf eine Gasheizung. Hier lägen die Heizkosten dann nur rund bei gut einem Viertel der jetzigen Kosten. Somit bei rund 80.- Euro im Monat. Gerade Vorgestern haben wir eine solche Anlage fertig gestellt. Im Bereich der RWE/ Westnetz gibt es den Gasanschluss zur Zeit für 0.- Euro. Die KFW Bezuschußt solch eine Maßnahme mit 15% (Bei Antragstellung noch in 2018)
Alternativ können Sie das ganze über die KFW auch zu rund 0,9% per Anno bei 100% Auszahlung über 10 Jahre fest über die KFW finanzieren
PS: Die ganze Umstellung hat nur 7 Tage in Anspruch genommen, die Kundin ist restlos begeistert (endlich mal alles richtig warm :-))
Bei Interesse rufen Sie mich an!

Alte Heizung gegen Brennstoffzelle austauschen?

Wir besitzen eine 15 kw. Vaillant Erdgasheizung , Einbau 1983, Abgasverlust lt Schornsteinfegermessung aktuell 4,5! Allerdings ist die Zeitschaltuhr defekt & es gibt angeblich keinen Ersatz. Die Steuerung wird daher derzeit mit dem Symbol "Sonne" betriebenen. Die Heizung schaltet sich aktuell offensichtlich nach dem Zufallsprinzip an & aus. Die Nachheizung des Warmwasserboilers funktioniert wohl noch. Am Kessel ist die Temperaturanzeige permanent jedoch permanent auf Null. Frage: Da die Heizung aufgrund des optimalen Abgasverlustes ( 4,5 ) m.E. mindestens noch so lange noch betriebenen werden könnte, bis der Wärmetauscher defekt ist, Denn tatsächlich ist wohl "nur"an der Steuerung ein Defekt. Ist der Erwerb einer Brennstoffzellenheizung jetzt sinnvoll? Aktuelle Preise sind mir nicht bekannt. Ich bitte um eine ehrliche & objektive Antwort, die nicht darauf ziehlt, unbedingt unbedingt eine neue Heizung verkaufen zu wollen. Ich habe eine Ost -West PV-Anlage mit 8,74 kWp
Antwort von Görtz

Nach 30 Jahren ist ein Heizkessel spätestens zu erneuern. Bei 15 kW Leistung und einer PV-Anlage ist eine Brennstoffzelle Mit Kosten von 35.000 € eher unwirtschaftlich.

Einbau von Absorptionskältemaschine für BHKW

Wir interessieren uns für den nachträglichen Einbau im Rahmen KWKK einer Absorptionskältemaschine bei der erzeugte Wärme des vorhandenen BHKW`s (Baujahr 2016 Typ RMB NeoTower 1236 Leistung 16 KWh) in Kälte umgewandelt wird. Wer kann uns da weiterhelfen? Was müssen wir dabei beachten?
Antwort von Ing. Pless Motor Service

Um detaillierte Aussagen zu machen, muss das Gesamtsystem mit Wärme- und Kälteverbrauch betrachtet werden.
Zur Information vorab empfehle ich den Besuch von Anlagenanbietern von Absorptions- und Adsorptionskältemaschinen im Internet.
Ich kenne eine Anlage wo die thermische Energie des BHKW (20 KWel) -nur- für die Adsorptionskältemaschine (SorTech) genutzt wird.

In jedem Fall sollte eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Vergleich beider Systeme zur Kompressionskältemaschine erstellt werden, um Festzustellen ob die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Nutzung vorliegen.

Brennstoffzelle für Einfamilienhaus: wann rentiert sie sich? Ist hoher Strombedarf nötig?

Ich überlege aktuell in unserem Neubau (EFH 150 qm Wohnfläche) eine Brennstoffzelle zu bauen. Nach den bisherigen Informationen rentiert sich die Brennstoffzelle erst wenn man einen hohen Energiebedarf an Strom hat uns somit viel des erzeugten Stroms selber nutzen kann. Nun die Frage macht denn bei dieser Technik es auch wieder Sinn einen Teil des Hauses auch wieder über Strom zu heizen, indem man z.B. einen Teil des Hauses über Infrarotheizungen betreibt?
Antwort von Schilling Sanitär-Technik GmbH

Energieberater zu Rate ziehen und einen Hersteller, der Erfahrung hat. Stromspeicher hilft ggf. Erzeugung und Bedarf teilweise in Deckung zu bringen. Ohne Gebäudedaten und Umfeld ist eine Aussage kaum richtig möglich.

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