BHKW Förderung durch die Bundesländer

9. November 2020
Die meisten Bundesländer haben Programme zur BHKW Förderung aufgelegt. BHKW werden durch die Bundesländer sehr unterschiedlich eingestuft. Ob das eigene Vorhaben in die jeweilige Förderung der Bundesländer passt, muss der Blockheiz­kraftwerk Betreiber individuell prüfen und das Vorhaben gegebenenfalls an die Förderbedingungen der jeweiligen Bundesländer anpassen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenBHKWFörderungBundesländer

BHKW Förderung - fast alle Bundesländer bieten ein Programm an

Finden Sie keine passende Förderung für ein Blockheizkraftwerk in der Auflistung der Bundesländer, erkundigen Sie sich bei ihrer Stadt oder der zuständigen Kommune. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Förderungen, Richtlinien und Angebote der Bundesländer lohnt seine Anfrage immer. Es ist möglich, dass Bundesländer eine neue Förderung aufgelegen, oder Sie eine individuelle Blockheizkraftwerk Förderung erhalten.

BHKW Förderung der Bundesländer in alphabetischer Reihenfolge

Baden Württemberg bietet eine BHKW Förderung über das "CO2-Minderungsprogramm" an. Ein Blockheizkraftwerk ab 15 KW wird für kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen gefördert. Ferner werden Blockheizkraftwerk Anlagen im Rahmen von kommunalen Modellprojekten gefördert, wenn Biogas oder Holzpellets als Primärenergie eingesetzt werden. BHKW werden außerdem über das "Umweltschutz- und Energiesparförderprogramm" und über das "Bioenergiedörfer"-Projekt mit maximal 20% der förderfähigen Summe gefördert. Die Förderung ist grundsätzlich auf maximal 100.000 Euro begrenzt.

Bayern fördert Heizsysteme, in denen Biomasse eingesetzt wird, in Abhängigkeit der vermiedenen CO2 Masse. Aktuell muss ein Heizsystem in 7 Jahren mindestens 500 Tonnen CO2 vermeiden, um eine Förderung zu erhalten. Die BHKW Brennstoffe müssen weiterhin ausschließlich Holz- oder Biomasseprodukte aus regionaler Fertigung sein.

Brandenburg fördert über das "REN-Programm" jedes BHKW mit einem Nutzungsgrad von mindestens 70%. Der Förderanteil beträgt 25% der förderfähigen Summe von maximal 500.00 Euro pro Anlage. Der Nutzungsgrad sollte bei einem BHKW leicht erreicht werden.

Bremen bietet eine Blockheizkraftwerk Förderung bis maximal 50 KW elektrischer Leistung für Industrie- und Wirtschaftsunternehmen.  Der Grundbetrag beträgt 2500€ plus 320€ pro kW elektrischer Leistung.

Hamburg fördert BHKW über das Programm "Bioenergie". Dies betrifft BHKW im Pflanzenölbetrieb, außerr Palmöl. Die Förderung beträgt 75€ pro Kilowatt thermischer Leistung und ist bei 100.000 Euro gedeckelt. Diese BHKW Förderung ist für Handwerksbetriebe und Grundeigentümer erhältlich.

Hessen fördert Biogasanlagen mit angeschlossenem BHKW mit bis zu 75.000 Euro über das Programm "Bio-Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft". Antragsberechtigt sind natürliche wie juristische Personen.

Mecklenburg-Vorpommern fördert mit dem "Aktionsplan Klimaschutz Kraft-Wärme-Kopplung" wärmegeführte BHKW bis 1,5 Megawatt mit 20% der förderwürdigen Summe. Die förderfähige Summe muss mindestens 20.000 Euro betragen und endet bei maximal 200.000 Euro. Antragsberechtigt sind aufgrund der hohen Einstiegssumme Kommunen, Kleine- und Mittlere Unternehmen, Verbände und die Wohnungswirtschaft.

Niedersachsen fördert Forschungsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien, aber auch energetische Modernisierung und CO2-Einsparung von Mietwohnungen bei Nutzung erneuerbarer Energien.

Nordrhein-Westfalen fördert im Programm "progres.nrw" BHKW mit Biogas, Biomasse und Pflanzenölanlagen mit einer maximalen Leistung von 250 kW elektrisch mit Anbindung an das öffentliche Stromnetz. Antragsberechtigt sind Unternehmer und juristische Personen.

Rheinland Pfalz fördert BHKW über die Förderrichtlinie „Zinszuschüsse für Investitionen im Bereich der Energieeffizienz und der Energieversorgung einschließlich der Erneuerbaren Energien“. Antragsberechtigt sind freie Berufe, Privatpersonen, Gewerbe, Organisationen und der öffentliche Dienst.

Das Saarland fördert über das "Zukunftsenergieprogramm Technik" Modellvorhaben im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen und kleine und mittlere Unternehmen.

Sachsen fördert Pflanzenöl BHKW im landwirtschaftlichen Bereich. Antragsberechtigt sind Unternehmen aus der Landwirtschaft.

Schleswig-Holstein bietet eine Biogasanlagen Förderung, in die auch BHKW eingebunden sind. Antragsteller sind Gemeinden und Zweckverbände, natürliche und juristische Personen. Der Eigenheimbesitzer ist nicht die Zielgruppe der Förderung. Das Programm "Biomasse und Energie" ist seit Mai 2010 vorläufig ausgesetzt.

Die Bundesländer Berlin, Sachsen-Anhalt, und Thüringen bieten zur Zeit keine Blockheizkraftwerk-Förderung an. Neben Förderung der Bundesländer gibt es BHKW Förderung der KfW. Die BHKW Förderung des BAFA ist zur Zeit ausgesetzt.

Weiterlesen zum Thema "Antrag stellen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema BHKW

Ist beim Pumpenaustausch ein hydraulischer Abgleich Pflicht?

Ich habe in meiner bestehenden Heizungsanlage in unserem Einfamilienhaus die alte Heizungspumpe durch eine neue hocheffiziente Heizungspumpe austauschen lassen. Diese Maßnahme wird durch das Bundesamt enstprechend der Richtlinie über der Förderung der Heizungsoptimierung gefördert. Der Förderantrag und Unterlagen (Rechnung der Heizungsfirma) sind bereits versendet worden. Heute kam Post vom Amt mit dem Hinweis, dass Unterlagen fehlen bzw. unvollständig sind. Speziell geht es dabei um den Nachweis der Duchführung des hydraulischen Abgleichs in Verbindung mit dem Pumpenaustausch. Weiterhin wird angeführt, dass eine Förderung nur mit einem hydraulischen Abgleich möglich wäre. Dieser Sachverhalt erschließt sich mir nicht aus der Förderrichtlinie (ich habe diese schon mehrfach durchgelesen). In der Richtlinie werden beiden Maßnahmen (Pumpentausch oder hydraulischer Abgleich) gleichberechtigt als mögliche Maßnahmen aufgeführt. Ich musste leider etwas ausholen, um den Sachverhalt zu beschreiben. Meine eigentliche Frage lautet: Muss bei einem Pumpenaustausch zwingend ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden um die Förderung zu bekommen?
Antwort von Schleiting Anlagenbau GmbH

Nein, der hydraulischen Abgleich ist nicht zwingend mit dem Pumpenstausch durchzuführen. Damit kann der Pumpentausch separat durchgeführt und gefördert werden. Darüber hinaus ist so ein Abgelich natürch sinnvoll.

Das von Ihnen genannte Problem tritt auf, wenn Sie bei der Beantragung der ID sowohl den Pumpentausch als auch den Abgleich auswählen, später aber nur den Pumpentausch in der Rechnung ausweisen. Wir sind halt in Deutschland. Aber die Erfahrung zeigt, dass ein klärender Anruf bei der BAFA den Sachverhalt wieder datentechnisch korrigiert.

PV-Anlage mit Elektroheizung für die Behebung eines Feuerwehrgerätehauses: Förderung und Umsetzung

Würde sich eine PV-Anlage mit Elektroheizung, ggf. mit Akkupufferung für die Beheizung eines Feuerwehrgerätehauses, das neu erstellt wird, rechnen? Wird solch ein Vorhaben gefördert?
Antwort von eco2heat Infrarotheizungen

Hallo und danke für ihre Anfrage,

ich würde gerne wissen wie sie auf diese Kombination gekommen sind? Haben sie Bekannte die solch eine Kombi nutzen?

Wie sie sicher wissen spielt die schnell voranschreitende Technik solchen Projekten tatsächlich in die Karten.

Die meisten Menschen wollen ein ehrliche und faire Beratung, ohne das typische Verkäufergeschwafel.
Und jeder Verkäufer sagt: "Na, klar lohnt sich das!" und erzählt ihnen das blaue vom Himmel...

Es heißt wir sollen auf unser Bauchgefühl hören, denn bei solch einem Projekt haben sie nur einen Versuch.

Wissen sie, es gibt 2 Sorten von (Verkäufer)- Menschen in dieser Welt: Die die ihnen immer nur die schönsten Dinge versprechen, solange bis die Provision da ist. Wenn sie bemerken was für einen billigen Elektroschrott man ihnen verkauft hat, ist es zu spät...
Und diejenigen die sich von Anfang an neutral nähern und ihnen erst nach der Besprechung und Besichtigung bzw. Berechnung zeigen was es kostet, und welche Firmen überhaupt in die engere Auswahl kommen. Daran können sie dann selbst sehen ob es sich für sie lohnt.
Nun, wäre es für sie in Ordnung wenn sie mich in ihre weitere Planung mit einbeziehen? Denn sowohl in der Infrarottechnik als auch in der PV- und Speichertechnik haben wir echte Fachleute und eine große Auswahl an Produkten zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen aus Siegen

Manuel Morgado
Regionalleiter eco2heat
Marburger Tor 32
57072 Siegen
0271 - 31 92 14 32
01577 - 285 46 81

Gasheizung durch BHKW ersetzen. Welche Leistung ist angemessen?

Ich plane in einem Haus, welches ich kaufen möchte, den Ersatz der beiden vorhandenen Gasheizungen durch ein BHKW. Ich möchte Strom und Wärme für den Eigengebrauch produzieren aber zusätzlich Strom in das Netz einspeisen und mit vergüten lassen. Ist eine Anlage (2 Familienhaus) von mehr als 20 kw/h (besser bis 50 kw/h) sinnvoll?
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Sie sollten sich fachlich beraten lassen! Von einem, der kein BHKW verkaufen möchte. Lohnen tut sich das nur, wenn Sie viele Bezriebsstunden Strom brauchen (Schwimmbad? oder andere Großverbraucher?). Die Einheit 50 kW/h gibt es nicht. (oder wie viel PS pro Stunde hat ihr Auto?)

BHKW Planung für Hotel mit Restaurant

Ich plane den Neubau eines Hotels mit Anschluss an ein vorh. Restaurant. Bezüglich des wirtschaftlichen Einsatzes eines BHKW benötige ich eine fachliche Beratung. Können Sie mir bitte eine Empfehlung geben?
Antwort von Buderus Deutschland

Vielen Dank für Ihr Interesse. Unsere Buderus Niederlassungen in Deutschland beraten Sie gern zu Ihrem geplanten Bauvorhaben.
Hier einige Informationen zu unseren BHKWs.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/alle-produkte/8547_loganova-en-12kw-bis-400kw

Zur fachlichen Beratung bitten wir Sie, die zuständige Niederlassung zu kontaktieren.
https://www.buderus.de/de/niederlassungen

BHKW für Doppelhaushälfte: Wem gehört der eingespeiste Strom?

Wir haben ein Mini BHKW und wir leben in einer Doppelhaushälfte. Laut Notarvertrag sind wir eindeutig der Besitzer des BHKW (es steht auch bei uns im Keller). Wir sind lediglich verpflichtet dem Nachbarn Warmwasser und Wärme zu liefern, was ja auch so passiert. Jedoch behauptet unser Nachbar, dass ihm der eingespeiste Strom auch gehört. Aber im Notarvertrag ist nichts hinsichtlich dessen geregelt. Es ist doch eigentlich so, dass dem Besitzer der Strom zur Verfügung (Verkauf oder Einspeisung) steht? Kann das sein, dass ihm etwas von dem eingespeisten Strom zusteht, obwohl er nicht der Besitzer des BHKWs ist? Ich freue mich über Hilfe!
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Hallo,
das ist doch eigentlich ganz eindeutig im Notarvertrag geregelt.
Wenn der Käufer der Doppelhaushälfte versäumt hat die Stromseite vertraglich zu fixieren, ist das sein Risiko. Nachträglich wird der das nicht einseitig ändern können.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

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