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Mikro BHKW Betriebsweisen: Strom oder Wärme?

Ein Mikro BHKW ist eine vielseitige Technologie, die Strom und Wärme gleichzeitig produziert. Im Betrieb kann man verschiedene Schwerpunkte setzen. Man kann das BHKW dazu einsetzen, um möglichst viel Strom zu produzieren, oder man kann ein Blockheizkraftwerk so auslegen, dass es vor allem den eigenen Wärmebedarf optimal abdeckt. Für welche Variante man sich schlussendlich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
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Mikro BHKW Betriebsweisen: Schwerpunkt Wärmeproduktion

Eine Möglichkeit besteht darin, den erzeugten Strom selbst zu verwenden und die Wärme direkt zu verwenden oder zwischenzuspeichern. So spart man vor allem an der Notwendigkeit, Elektrizität aus dem öffentlichen Netz beziehen zu müssen. Hier muss das BHKW entsprechend passgenau aus­gelegt werden, damit die erzeugte Wärme entweder eine Mindestlast mit Unterstützung eines Spitzen­lastbrenners liefern kann, oder man muss einen Pufferspeicher verwenden, der überschüssige Wärme aufmehmen kann.

Mikro BHKW BetriebsweiseBHKW mit Stirling Motor, Bild: ASUE/Solo

Alternativ hierzu kann das Mikro BHKW auch hauptsächlich zur Deckung des eigenen Wärnebedarfes verwendet werden. In diesem Fall arbeitet das Blockheizkraftwerk nur, wenn konkreter Bedarf vor­liegt. Hier wird allerdings viel Strom zu höheren Preisen aus dem öffentlichen Netz bezogen, da das BHKW keine sehr hohen Arbeitsstunden erreicht. Hier wird das BHKW oft auch zur Deckung der Spitzenwärmelast verwendet. Gelegentlich bezeichnet man eine derartige Betriebsphilosophie auch als stromerzeugende Heizung. Bei beiden genannten Betriebsweisen arbeitet das BHKW wärmegeführt.

Mikro BHKW Betrieb mit Fokus auf die Stromeinspeisung

Weiterhin kann man den Strom ins Netz einspeisen und gleichzeitig die erzeugte Wärme verwenden. Hier sollten die Leistungswerte des BHKW sehr genau beachtet werden, damit keine Überproduktion an Wärme anfällt, die nicht abgenommen werden kann.

Schlussendlich kann der Strom eingespeist und die erzeugte Wärme in einem Pufferspeicher zwischengelagert werden. Auch diese Lösung maximiert die Stromeinspeisung, falls der Wärme­bedarf schwankend ist und eine zwischenzeitliche Überproduktion an Wärme anfällt.

Wird das BHKW stromgeführt betrieben, so herrscht meist ein hoher lokaler Wärmebedarf vor oder die erzeugte Wärme kann über ein Nahwärmenetz weiterverteilt werden, zum Bespiel an benachbarte Häuser. Dies ist beim Mikro BHKW aber eher selten der vorrangige Betriebsmodus.

Auslegung und Betriebsdauer eines Mikro BHKW

Bei allen Betriebsweisen ist der Verschleiß von einem Mikro Blockheizkraftwerk ein Faktor, den man beachten sollte. Je nach Auslegung und Betriebsart muss das BHKW sich verschieden oft an- und ausschalten. Hierbei spricht man von der Taktung eines BHKW. Zu häufiges Takten verringert die Lebensdauer und die Effektivität von einem Blockheizkraftwerk.

Angestrebt wird also eine niedrige Taktung mit möglichst langen Laufzeiten. Dabei ist der Verschleiß gering, die Effizienz des BHKW am höchsten und es muss weniger Strom eingekauft werden. Wenn das Mikro BHKW leistungsmoduliert arbeiten kann, reduziert dies die Taktung, denn das Gerät kann sich besser an wechselnde Bedarfslagen anpassen.

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltschonenden Energieverbrauch e.V. (ASUE) empfiehlt, dass der Eigenverbrauch von Strom und Wärme in Wohngebäuden aufgrund schwan­kender Bedarfslagen den Vorrang haben sollte.

Kompetente Blockheizkraftwerk Fachbetriebe sollten die Gegebenheiten vor Ort
genau analysieren, damit das BHKW bedarfsgerecht ausgelegt und betrieben
werden kann.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de