Wärmepumpe im Test

9. November 2020
In der Theorie sind Wärmepumpen eine optimale Heizungsanlage: Geringe Betriebskosten, eine nahezu unendlicher Vorrat an Wärmeenergie und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Erweisen sich Wärmepumpen auch im Betrieb als zukunftsfähig und halten dem Test der Verbraucher stand? Stiftung Warentest und der Bund der Energieverbraucher haben genauer hingeschaut.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenWärmepumpeUmsetzungTests

Der Test zeigt es: Wärmepumpen helfen Energiesparen

Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe 06/2007 zehn Wärmepumpen für Einfamilienhäuser getestet. Im Mittelpunkt stand dabei die Energieeffizenz der Geräte. Als ungünstig erwies sich im Test die Bereitung von Warmwasser, da die hohen Temperaturen einen erhöhten Energieaufwand bewirken. Eine Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung sollte daher mit einem gut dimensionierten Speicher ausgestattet werden.

Durchweg positiv zeigte sich laut Test die Verarbeitung der Geräte. Die Umweltverträglichkeit hingegen, mit der viele Wärmepumpenhersteller werben, hängt stark von der genutzten Wärmequelle und der Erzeugung des benötigten Stroms ab. Für eine umweltverträgliche Heizung empfiehlt der Test, den Wärmeschutz des Gebäudes zu optimieren. Auch die Kombination Wärmepumpe & Solarthermie zeigte sich im Test als positiv, wenn die überschüssige Solarwärme zwischengespeichert wird.

Im Fazit lässt sich ein Gebäude nur kostengünstig und umweltschonend mit einer Wärmepumpe betreiben, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Erdwärme Heizungen sind besonders in Gebieten geeignet, wo Erdreich oder Grundwasser als relativ warme Wärmequelle vorhanden und nutzbar ist. Den ausführlichen Test finden Sie hier als Download.

Auf die richtigen Heizkörper und Wärmedämmung kommt es an

Der Bund der Energieverbraucher hat die Alltagstauglichkeit der Wärmepumpe genauer betrachtet und kommt zu dem Schluss, dass die Energieausbeute stark von der genutzten Wärmequelle abhängt. Dabei wurden 33 Ein- und Zweifamilienhäuser unter die Lupe genommen.

Besonders entscheidend für die Effizienz ist laut Test die Jahresarbeitszahl. Die theoretischen Werte und Angaben vieler Hersteller erreichen in der Realität nur wenige Wärmepumpen-Anlagen. Speziell Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen liefern hohe Werte und sorgen so für geringe Betriebskosten.

Ein weiterer wichtiger Faktor der Beurteilung der Projektgruppe ist die Art der Heizkörper für Wärmepumpen. Hier erweisen sich Flächenheizungen wie Fußboden- oder Deckenheizungen im Test als ideal, da sie mit geringen Vorlauftemperaturen auskommen. Bei schlecht gedämmten Gebäuden leidet jedoch die Effizienz der Wärmepumpe deutlich. Auch der Betrieb von Radiatoren-Heizkörper erwies sich im Test als ineffizienter. Im Vergleich lag der Stromverbrauch von Luft-Wärmepumpen mit Radiatorheizkörpern etwa 25 Prozent höher als bei Fußbodenheizungen.

Den ausführlichen Test des Bundes für Energieverbraucher finden Sie hier.

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Antwort von Wärmepumpen Kältetechnik VEA Schäfer

Hier einmal zum Nachdenken, Kostenfalle Wärmepumpe, ENDE 2030, Ausstieg aus den chemischen Kältemitteln.

Vielen Wärmepumpenbetreibern wird bei einem Defekt an ihrer Wärmepumpe suggestiv der Neukauf empfohlen. Dabei werden die zu erwartenden Reparaturkosten vom Anbieter künstlich zu hoch gerechnet, dass der Betreiber selbst auf die Idee kommt, den Preis für eine Neuanschaffung zu erfragen.
Folgende Defekte können zur Grundlage dieser Preistreiberei zur Grundlage herhalten.
1. Bei Luftwärmepumpen wird ganz unspezifisch mit einem Kältemitteldetektor ein Austritt von Kältemittel festgestellt. Man könne den Ort nicht genau finden und es würde sehr teuer werden, falls man es dennoch versuchen würde. Hätte man dann den Fehler gefunden, könne man noch immer nicht sagen, ob man an die Leckage kommen könne, um diese zu verlöten.Und wenn dies alles dann doch geschehen würde und die Leckage erfolgreich geschlossen wurde, könne man nicht Garantieren ob nicht noch ein weiterer Fehler an der Wärmepumpe sich befände, weshalb man jede Gewährleistung dann auch ablehnen würde.
2. Die Leckage könnte sich in einem Wärmetauscher der Heizungswasser führt, befinden.
Argumentation vom Service wie unter 1.
3. Der Verdichter ist defekt.
Anmerkung vom Kälteteam. Verdichter können elektrisch oder mechanischen Schaden nehmen. Es kann ein Herstellerfehler beim Verdichter liegen, aber auch ein Herstellerfehler liegt an der Gesamtkonstruktion einer wenig ausgereiften Wärmepumpe. In jedem Fall erfolgt hier auch wieder die Argumentation vom Servicetechniker wie unter 1. beschrieben.
Wir vom Technikteam können die Argumentation hinsichtlich des Risikos bei einer Reparatur der WP verstehen. Da ist ja auch was dran.

Wir vom Technikteam übernehmen jedoch bei einer Reparatur dies Gewährleistung. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen auch wir dem Kunden einen wirtschaftlichen Totalschaden bestätigen müssen. Liegt im Promillebereich noch hinter dem Komma.

Wenn es heute die großen Bauteile sind, weswegen eine WP todgerechnet wird, werden es in ein paar Jahren die Kosten für das Kältemittel sein.

Der Ausstieg aus den chemischen Kältemittel hat bereits begonnen. In weiteren Stufen wird das Kältemittel weiter künstlich verknappt. ( Kostenfalle Kältemittel )

Noch heute 2-2019, werden jährliche Zuwachsraten an Wärmepumpen verzeichnet die auch noch mit den zunehmenden Klimaanlagen in Wettbewerb stehen. Wärmepumpen mit Umweltverträglichem Kältemittel gibt es bis dato nicht, bis auf die wenigen und umstrittenen WPs mit Campinggas. ( R 290 )

Also hier die Frage: Würden Sie heute eine Wärmepumpe erneuern, die vielleicht gerade einmal 8 Jahre alt ist und in elf Jahren wieder ein großes Übel droht, wegen der dann nicht mehr bezahlbaren Kosten für das Kältemittel ?

Also 2 x in eine neue WP investieren innerhalb von 19 Jahren ?

Durch den Dieselskandal wird der Verbraucher ja schon ein wenig sensibilisiert, dass es auch ihn treffen wird. Entscheidungen der Politik trägt immer der Verbraucher.

Oder würden sie eher dann doch ihre defekte WP reparieren lassen auch wenn zunächst sehr teuer.

Aber ist es letztlich nicht viel teurer sich eine neue WP anzuschaffen, die vielleicht nach 8 Jahren wieder einen kapitalen Schaden hat ?

Dies ist nicht geschrieben für die zufriedenen WP- Besitzer, das versteht sich doch von selbst. Schließlich wurde jedem WP- Betreiber beim Verkauf versprochen, dass so eine WP 20 Jahre und länger halten kann. Wir selbst haben sehr viele dieser WPs bei uns im Bestand.

Wir vom Technikteam empfehlen bei einer Reparatur vs Neuanschaffung scharf zu rechnen.

Wenn wir ihnen ein Angebot für eine Reparatur unterbreiten, dann übernehmen wir auch die Gewährleistung.

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