Wärmepumpe im Test

In der Theorie sind Wärmepumpen eine optimale Heizungsanlage: Geringe Betriebskosten, eine nahezu unendlicher Vorrat an Wärmeenergie und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Erweisen sich Wärmepumpen auch im Betrieb als zukunftsfähig und halten dem Test der Verbraucher stand? Stiftung Warentest und der Bund der Energieverbraucher haben genauer hingeschaut.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpeUmsetzungTests

Der Test zeigt es: Wärmepumpen helfen Energiesparen

Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe 06/2007 zehn Wärmepumpen für Einfamilienhäuser getestet. Im Mittelpunkt stand dabei die Energieeffizenz der Geräte. Als ungünstig erwies sich im Test die Bereitung von Warmwasser, da die hohen Temperaturen einen erhöhten Energieaufwand bewirken. Eine Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung sollte daher mit einem gut dimensionierten Speicher ausgestattet werden.

Durchweg positiv zeigte sich laut Test die Verarbeitung der Geräte. Die Umweltverträglichkeit hingegen, mit der viele Wärmepumpenhersteller werben, hängt stark von der genutzten Wärmequelle und der Erzeugung des benötigten Stroms ab. Für eine umweltverträgliche Heizung empfiehlt der Test, den Wärmeschutz des Gebäudes zu optimieren. Auch die Kombination Wärmepumpe & Solarthermie zeigte sich im Test als positiv, wenn die überschüssige Solarwärme zwischengespeichert wird.

Im Fazit lässt sich ein Gebäude nur kostengünstig und umweltschonend mit einer Wärmepumpe betreiben, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Erdwärme Heizungen sind besonders in Gebieten geeignet, wo Erdreich oder Grundwasser als relativ warme Wärmequelle vorhanden und nutzbar ist. Den ausführlichen Test finden Sie hier als Download.

Auf die richtigen Heizkörper und Wärmedämmung kommt es an

Der Bund der Energieverbraucher hat die Alltagstauglichkeit der Wärmepumpe genauer betrachtet und kommt zu dem Schluss, dass die Energieausbeute stark von der genutzten Wärmequelle abhängt. Dabei wurden 33 Ein- und Zweifamilienhäuser unter die Lupe genommen.

Besonders entscheidend für die Effizienz ist laut Test die Jahresarbeitszahl. Die theoretischen Werte und Angaben vieler Hersteller erreichen in der Realität nur wenige Wärmepumpen-Anlagen. Speziell Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen liefern hohe Werte und sorgen so für geringe Betriebskosten.

Ein weiterer wichtiger Faktor der Beurteilung der Projektgruppe ist die Art der Heizkörper für Wärmepumpen. Hier erweisen sich Flächenheizungen wie Fußboden- oder Deckenheizungen im Test als ideal, da sie mit geringen Vorlauftemperaturen auskommen. Bei schlecht gedämmten Gebäuden leidet jedoch die Effizienz der Wärmepumpe deutlich. Auch der Betrieb von Radiatoren-Heizkörper erwies sich im Test als ineffizienter. Im Vergleich lag der Stromverbrauch von Luft-Wärmepumpen mit Radiatorheizkörpern etwa 25 Prozent höher als bei Fußbodenheizungen.

Den ausführlichen Test des Bundes für Energieverbraucher finden Sie hier.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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