Wärmepumpenspeicher für die Einbindung von Solarthermie

Wärmepumpenspeicher eignen sich hervorragend für den Einsatz mit regenerativen Energien, insbesondere für die Einbindung von Solaranlagen. In Frage kommen hier bivalente Solar Warmwasserspeicher, bivalente Solar Pufferspeicher und bivalente Solar Kombispeicher, die die Wärme einer Solar-Anlage zusätzlich zur Wärmepumpe aufnehmen können. Bivalente Speicher können die anfallende Energie schnell und effektiv speichern, sodass sie zu einem späteren Zeitpunkt in das Trinkwasser- oder Heizungssystem eingespeist werden können.
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HeizungenWärmepumpeSpeicherSolarspeicher

Solar Pufferspeicher, Solar Warmwasserspeicher & Solar Kombispeicher

Kombispeicher PWD 750 zur Einbindung von Solarthermie;
200l Pufferspeicher & 550l Warmwasserspeicher | Bildquelle:
Dimplex
Der Eintrag von Solarwärme wird über bivalente Speicher geleistet. In bivalenten Speichern kommen zwei Wärmetauscher zum Einsatz, die ihre Energie über zwei verschiedene Energiequellen beziehen. Zum Solar-Eintrag ist im unteren Teil des Wärmepumpenspeichers ein zweiter Wärmetauscher, ein sogenannter Solarwärmetauscher eingebaut, der die Wärme der Solar-Thermieanlage in den Speicher abgibt. Der obere Teil des Wärmepumpenspeichers, aus dem das erwärmte Trinkwasser gezapft wird, wird über den ersten Wärmetauscher erwärmt, dessen Energiequelle eine Wärmepumpe ist.

Verschiedene Systeme für Solar-Eintrag

Es gibt drei verschiedene Systeme für bivalente Speicher mit Solar.

System mit bivalentem Solar Warmwasserspeicher: Der vom Kollektor erwärmte Wärmeträger wird durch eine Umwälzpumpe zum bivalenten Trinkwarmwasserspeicher gefördert, wo die Wärme über einen Wärmetauscher im unteren Bereich des Speichers an das Trinkwasser abgegeben wird. Kollektorkreis, Trinkwasser und Nachheizung sind hierbei hydraulisch vollständig getrennt.

Zweispeichersystem: Bei dieser Variante kommen ein bivalenter Solar Warmwasserspeicher und ein zusätzlicher Solar Pufferspeicher zur Vorhaltung von Warmwasser für die Gebäudebeheizung zum Einsatz. Wenn ausreichend Solarenergie zur Verfügung steht, wird zusätzlich zum Solar Warmwasserspeicher auch der Solar Pufferspeicher über einen eingebauten Wärmetauscher mit Energie versorgt. Der Solar Pufferspeicher unterstützt die Heizung durch eine Temperaturanhebung des Heizungsrücklaufs.

Solar Kombispeicher: Der Solar Kombispeicher erwärmt das Trinkwasser über einen innenliegenden Wärmetauscher. Über einen weiteren Wärmetauscher im unteren Bereich des Solar Kombispeicher wird der Kombispeicher über die Kollektoranlage beladen. Ist der Solar-Eintrag für die Wassererwärmung nicht ausreichend, so erfolgt eine Nacherwärmung
durch die Wärmepumpe im oberen Bereich des Speichers. Auch die Versorgung des Heizkreises erfolgt über den Speicher, sofern im Speicher ausreichend Energie zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe wird erst eingeschaltet, wenn die Regeltemperatur für den Heizkreis im Speicher unterschritten wird.

Technische Details und Preise für Speicher mit Solar

  • Der Solar Pufferspeicher umfasst ein Speichervolumen von 1000 Litern, wiegt 140 Kilogramm, verfügt über einen Solarwärmetauscher, der bis 16 m2 Solarkollektorfläche einsetzbar ist und kostet 2000 Euro.
  • Solar Warmwasserspeicher haben ein Speichervolumen zwischen 400 und 500 Litern, wiegen zwischen 180 und 220 Kilogramm und kosten zwischen 2300 und 2600 Euro.
  • Solar Kombispeicher zur Einbindung von Solarthermie haben ein Speichervolumen zwischen 750 und 1250 Litern, wiegen zwischen 250 und 400 Kilogramm und kosten zwischen 5000 und 6500 Euro.

Ein Solewärmetauscher zum nachträglichen Einbau in einen Pufferspeicher kostet 850 Euro.

Ob für den Solar-Eintrag ein bivalenter Solar Pufferspeicher, ein bivalenter Solar Warmwasserspeicher oder ein bivalenter Solar Kombispeicher in Frage kommt, sollte immer die fachkundige Prüfung durch einen Wärmepumpen Installateur ergeben.

Weiterlesen zum Thema "Anschaffungskosten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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